Freitag, 9. Dezember 2016
21.09.2010
 
 

Das dritte Geheimnis von Fatima rekonstruiert

Leo DeGard & Robert Müntefering

Vor wenigen Wochen jährte sich zum zehnten Mal die Veröffentlichung des dritten Fatima-Geheimnisses durch den Vatikan. Am 26. Juni 2000 waren Kardinal Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI., und Erzbischof Bertone vor die Weltöffentlichkeit getreten, um Millionen von erwartungsvollen Katholiken zu offenbaren, welche Botschaft die drei Seherkinder bei der dritten Marienerscheinung im portugiesischen Fatima am 13. Juli 1917 von der Gottesmutter empfangen hatten. Nachdem die ersten beiden Geheimnisse bereits am 13. Mai 1942 öffentlich bekanntgegeben worden waren, rankten sich um den Inhalt des dritten Geheimnisses jahrzehntelang viele Spekulationen, und auch nachdem der Vatikan das dritte Geheimnis im Jahr 2000 endlich verkündet hatte, blieb dessen Inhalt reichlich umstritten. So mancher Fachmann hielt die Veröffentlichung für verkürzt, andere vermuteten dahinter sogar eine vollständige Fälschung. Nun ist es erstmals gelungen, den Inhalt des dritten Geheimnisses astrologisch zu rekonstruieren.

Eine Woche vor dem Eintreffen von Johannes Paul II. zum Jahrestag der Marienerscheinung am 13. Mai 2000 in Fatima hatte der zuständige Bischof Serafim im Auftrag des Papstes auf einer Pressekonferenz angegeben, dass der Papst in Fatima eine für die gesamte Menschheit wichtige Botschaft verkünden würde. In Millionen von Katholiken war die Hoffnung gekeimt, nun endlich das dritte Geheimnis von Fatima zu erfahren, das, wie bereits vor Jahrzehnten durchgesickert war, laut dem Willen der Gottesmutter spätestens im Jahr 1960 hätte veröffentlicht werden sollen. Bereits Tage vor dem Papstbesuch war bekannt geworden, dass sich Johannes Paul II. bei seiner Predigt nicht nur zu dem bislang streng gehüteten dritten Geheimnis äußern wolle, sondern es sogar selbst verlesen würde. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an diese Predigt. Doch statt des dritten Geheimnisses hörten die Menschen auf dem größten Kirchenplatz der Welt eine päpstliche Predigt über die Apokalypse des Johannes. Wer den Inhalt dieser prophetischen Schrift kennt, ahnt, dass Johannes Paul II. damit einen Hinweis auf den Inhalt des dritten Geheimnisses geben wollte, ohne es direkt zu benennen. Offenbar war der Papst durch einflussreiche Kräfte im letzten Moment an der Erfüllung seiner ursprünglichen Absicht gehindert worden, das dritte Geheimnis in Fatima selbst zu offenbaren. Stattdessen mussten die Gläubigen einen weiteren Monat warten, bis Kardinal Ratzinger in seiner damaligen Eigenschaft als Präfekt der Glaubenskongregation endlich am 26.Juni 2000 vor die Öffentlichkeit trat, um das dritte Geheimnis zu verkünden. Doch was dort veröffentlicht wurde, also die offizielle Fassung des dritten Geheimnisses, war eine erneute Enttäuschung für die meisten Fatima-Kenner, denen sofort klar war, dass diese Veröffentlichung lediglich eine stark zensierte Fassung eines wesentlich brisanteren Textes sein konnte. In der vom Vatikan veröffentlichten Version wird eine Szene beschrieben, in welcher der Papst in Begleitung von Klerikern und Gläubigen durch eine große, halb zerstörte Stadt geht, bis er schließlich zusammen mit seiner Begleitung von einer Gruppe Soldaten erschossen wird. Zur Überraschung der katholischen Öffentlichkeit deuteten Papst Johannes Paul II. und Kardinal Ratzinger diese Szene als das Papstattentat vom 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz durch den Türken Ali Agca und erklärten, dass sich das dritte Geheimnis somit auf ein zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits zurückliegendes Ereignis beziehe und die Vorhersagen von Fatima als Ereignisse der Vergangenheit damit insgesamt abgeschlossen seien. Ratzinger kommentierte: »Soweit einzelne Ereignisse dargestellt werden, gehören sie nun der Vergangenheit an: Wer auf aufregende apokalyptische Enthüllungen über das Weltende oder den weiteren Verlauf der Geschichte gewartet hatte, muss enttäuscht sein. Solche Stillungen unserer Neugier bietet uns Fatima nicht, wie denn überhaupt der christliche Glaube nicht Futter für unsere Neugierde sein will und kann.«

Doch Ratzinger verharmloste damit nicht nur den Inhalt des dritten Geheimnisses, sondern er stellte die Erscheinung an sich in Frage und gab die Fatima-Seherin Lucia dos Santos sogar der Lächerlichkeit preis, als er schrieb: »Der Schluss des Geheimnisses erinnert an Bilder, die Lucia in frommen Büchern gesehen haben mag und deren Inhalt aus frühen Einsichten des Glaubens geschöpft ist«, was im Klartext nichts anderes bedeutet, als dass er ihrer Vision nicht traut und selbige für die Ausgeburt ihrer Phantasie hält. Dieses Gebaren erhärtete den Verdacht, dass es sich bei der Veröffentlichung vom Juni 2000 um eine bewusste Verfälschung und vorsätzliche Fehldeutung der Fatima-Botschaft handelte. Tatsächlich sprechen zahlreiche Indizien dafür, dass der veröffentlichte Text zwar wahrscheinlich authentisch, aber vorsätzlich falsch gedeutet und darüber hinaus unvollständig ist. Denn erstens ist festzustellen, dass entgegen der vatikanischen Deutung bei jenem Papstattentat vom 13. Mai 1981 niemand getötet wurde und auch die Begleitumstände dieses Attentats völlig andere waren, als in der Veröffentlichung beschrieben sind. Zweitens scheint in dem mutmaßlich noch immer unveröffentlichten Teil der Fatima-Prophezeiung mindestens eine Zeitangabe enthalten zu sein, denn wie sonst hätte Papst Johannes der XXIII., der den Inhalt der Botschaft kannte, im Jahr 1959 die Veröffentlichung derselben mit der Begründung verweigern können, dass die Botschaft nicht sein Pontifikat betreffe und er die Entscheidung über die Veröffentlichung daher seinem Nachfolger überlassen würde? Zudem hatte ein Sondergesandter des Papstes, der mit dem dritten Geheimnis vertraut war, schon im Jahr 1952 geäußert, er dürfe nichts von dem, was er über das dritte Geheimnis erfahren hatte, verraten. Er könne nur sagen, dass es zwei Teile beinhalte, einer betreffe den Papst und der andere weise auf einen nicht näher beschriebenen Glaubensabfall hin, von dem nur Portugal ausgenommen sein würde. Selbst Johannes Paul II. hatte im Jahr 1980 darauf hingewiesen, dass man die Weisungen der Gottesmutter zur Veröffentlichung der Botschaft leider nicht befolgen konnte, und zwar »wegen des schweren Inhalts, um damit die kommunistische Weltmacht nicht zu gewissen Handlungen zu ermuntern«. Diese Hinweise auf den Inhalt der dritten Botschaft sind mit der im Jahr 2000 veröffentlichten Fassung nicht in Einklang zu bringen. Darüber hinaus hatte kein Geringerer als Kardinal Ratzinger persönlich schon vor Jahrzehnten mehrfach betont, dass der Inhalt des dritten Geheimnisses inhaltlich mit den Botschaften aus anderen Marienerscheinungen – man denke an La Salette oder Akita – übereinstimme. In diesen Marienbotschaften ist jedoch nicht die Rede von jenem Attentat, sondern von einem apokalyptischen Strafgericht, das über die Menschheit hereinbrechen wird und das nur unter ganz bestimmten Bedingungen abgewendet werden könne. Und eben darin liegt, wie jeder aufrichtig Gläubige weiß, auch der Sinn aller Marienerscheinungen wie überhaupt der gesamten Prophetie. Es geht nicht darum, die menschliche »Neugierde« zu befriedigen, wie Ratzinger unterstellt, sondern sie sind eine konkrete Warnung des Himmels an die Menschheit und der Aufruf zu aktivem Handeln, um dieses so häufig beschriebene apokalyptische Strafgericht abzuwenden. Dass es auch bei der Fatima-Botschaft um dieses Strafgericht und seine Verhinderung ging, wird schon anhand der bereits seit 1942 bekannten ersten beiden Geheimnisse von Fatima klar, in denen die Gottesmutter vom Papst ausdrücklich »die Weihe Russlands an mein Unbeflecktes Herz« forderte, denn nur dadurch könne die Strafe Gottes »durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters« abgewendet werden.

Bestätigt wurde dies von der Seherin Lucia selbst, die im Lauf der Jahrzehnte auf inoffiziellen Wegen mehrfach versucht hatte, die Menschheit vor dieser Strafe zu warnen und den Papst zur Veröffentlichung der Botschaft zu drängen. Aus sicherer Quelle ist bekannt, dass sie noch im Jahr 2004, wenige Monate vor ihrem Tod, aus ihrem Kloster im portugiesischen Coimbra an alle Karmelklöster dieser Erde ein Schreiben gesandt hatte, mit der Bitte um tägliches Rosenkranzgebet, denn es stünde eine Katastrophe ungeheueren Ausmaßes bevor. Bei dieser Begründung heulten im Vatikan wohl alle Alarmsirenen auf: Die Vertuschung des dritten Geheimnisses war in akuter Gefahr. Aus Rom eilte sofort Kardinal Bertone nach Coimbra und verpflichtete die alte Klausurnonne erneut zu strengstem Stillschweigen, da anderenfalls eine weltweite Panik ausbrechen würde. Die Vertuschungsaktion gelang und seit ihrem Tod im Februar 2005 brauchte der Vatikan keine weiteren Indiskretionen Lucias mehr zu befürchten, denn Tote reden bekanntlich nicht mehr.

Die astrologische Rekonstruktion

Zwar hat das Kloster den schriftlichen Nachlass der Fatima-Seherin sofort nach ihrem Tod unter Verschluss genommen, was der Vatikan jedoch nicht verhindern kann, ist die astrologische Rekonstruktion ihres eigentlichen Nachlasses, denn dieser ist im Horoskop ihres Todeszeitpunkts enthalten. Und dieser Zeitpunkt ist genau bekannt (13. Februar 2005, 18:25 GMT, Coimbra). Wie jeder Astrologe weiß, zeigt das Geburtshoroskop den Schicksalsweg eines Menschen an, der allerdings auch verweigert werden kann, was oft zur Folge hat, dass sein Träger vorzeitig aus dem Verkehr gezogen oder sonst wie geschädigt wird. Im Moment des Todes ist keine Korrektur mehr möglich, weswegen das Horoskop des Todes das tatsächlich gelebte Leben aufzeichnet. Ausgehend von diesem Todeshoroskop benötigen wir für die Rekonstruktion des dritten Geheimnisses das zweite rückwärtige Septar – ein astrologisches Spezifikum der Münchner Rhythmenlehre – das uns in die Jahre 1907 bis 1956 führt und somit auch das zentrale Erscheinungsjahr 1917 mit allen Botschaften enthält, einschließlich des dritten Geheimnisses. Würde man das erste rückwärtige Septar ihres Todes untersuchen, das die Jahre 1956 bis 2005 regiert, dann würde man darin die Vertuschung ihres zentralen Lebensthemas, der Fatimabotschaft, wiederfinden, welche uns der Vatikan bis zum heutigen Tag vorenthalten möchte. Der Inhalt der Botschaft von Fatima geht jedoch nicht nur Katholiken etwas an, sondern er betrifft die gesamte Menschheit. Er ist nicht nur identisch mit dem Inhalt anderer Marienerscheinungen, wie Ratzinger selbst bestätigte, sondern auch mit den übrigen großen europäischen Prophezeiungen. Deutet man das zweite rückwärtige Septar des Todeshoroskops der Fatima-Seherin, wozu natürlich astrologische Vorkenntnisse nötig sind, dann stellt man als Anlage zunächst einen Wassermann-Aszendent mit Uranus-Sonne-Konjunktion im ersten Haus fest bei gleichzeitiger Neptun-Jupiter-Opposition an der Aszendent-Deszendent-Achse. Dies kann in der Tat als das Bild einer »aufregenden apokalyptischen Enthüllung« gedeutet werden und entspricht keinesfalls der verharmlosenden und relativierenden Darstellung des Vatikans. Im zehnten Haus, welches jeweils Auskunft über die Finalität eines untersuchten Ereignisses gibt, findet man eine Mars-Pluto-Konjunktion im Schützen in Opposition zum Saturn, die kaum anders als eine »flächendeckende und bestimmend werdende Zerstörung« gedeutet werden kann.

 

Das zweite rückwärtige Septar des Todes von Schwester Lucia ist somit inhaltlich das Bild der Apokalypse schlechthin. Die Behauptung, ein derartiges Bild gehöre der Vergangenheit an, scheint angesichts dieser Struktur mehr als unglaubhaft, weil eine solche Zerstörung trotz zweier brutaler Weltkriege seit Menschheitsgedenken noch nie stattgefunden hat. Wenn es sich also nicht um ein vergangenes Geschehen handeln kann, dann ist es ein zukünftiges Ereignis!

 

Schauen wir uns parallel dazu das Fatimageschehen als Frühjahräquinoktium des Jahres 1917 an, so erhalten wir den gleichen Aszendent und den gleichen MC, also die gleiche Häuserstruktur wie das zweite rückwärtige Septar des Todes von Schwester Lucia. Der Uranus steht wiederum im ersten Haus und obendrein noch an derselben Stelle, an der im Horoskop des Vatikans die Sonne steht, d. h., der Vatikan wäre zum Träger der himmlischen Botschaft geworden, wenn er der Aufforderung der Fatima-Botschaft gefolgt wäre, Russland an Maria zu weihen und das dritte Geheimnis spätestens 1960 zu veröffentlichen. Stattdessen verweigerte der Vatikan diese Weihe jedoch bis heute, was wiederum dem Bild Uranus-Sonne entspricht, dem Größenwahn, welcher stets jeder Auflehnung gegen den Himmel zugrunde liegt. Und diese Gehorsamsverweigerung ist wiederum untrennbar mit einem anderen Vorgang verbunden, der ebenfalls in zahlreichen Prophezeiungen und Marienerscheinungen als die Ursache der nachfolgenden Katastrophe angekündigt wird, nämlich mit einem allgemeinen Glaubensabfall in der christlichen Welt, deren Epizentrum im Vatikan selbst beheimatet ist. Auch dieser Glaubensabfall lässt sich astrologisch wiederfinden. Bei der Relocation des zweiten Septars des Todeshorokops auf Rom ergibt sich die Mars-Pluto-Konjunktion (Opposition Saturn) direkt auf der MC/IC-Achse, was nichts anderes bedeutet, als dass statt des legitimen Hausherrn – in Bezug auf die katholische Kirche ist das Christus – ein Fremdprogramm bestimmend wird. Was darunter zu verstehen ist, damit macht jeder PC-Besitzer mit Internetanschluss eher früher als später Bekanntschaft, wenn nämlich eingeschleuste Viren das Betriebssystem zum Absturz bringen. Doch Maria warnte in Fatima nicht vor Computerviren, sondern davor, dass der Antichrist in die Spitze der Kirche eindringen werde, denn Mars-Pluto ist im religiösen Zusammenhang nicht irgendein unangenehmer Zeitgenosse, sondern der in den Evangelien zitierte »Princeps huius mundi – der Fürst dieser Welt«, besonders wenn, wie in diesem Falle, der Saturn in Opposition zu besagtem Mars-Pluto steht. Dieses Bild entspricht der bereits erwähnten Marienprophezeiung von La Salette aus dem Jahr 1846, in der es heisst, dass Rom den Glauben verlieren und Sitz des Antichristen werden würde: »Zittert, Erde und ihr, die ihr Gelübde zum Dienste Jesu Christi abgelegt habt und die ihr innerlich euch selbst anbetet, zittert! Denn Gott geht daran, euch seinen Feinden zu überliefern, da die heiligen Orte in Verderbnis sind. Zahlreiche Klöster sind nicht mehr Häuser Gottes, sondern die Weiden des Asmodeus und der Seinen.«

 

Heute lässt sich sehr leicht feststellen, wann und in welcher Form dieses Fremdprogramm gesetzt wurde. Es handelt sich zweifellos um das Zweite Vatikanische Konzil von 1962-65, in dem die Kirche mit ihrer Tradition brach. Es wurde von Maria auch prophezeit, diesmal in Akita, welche Folgen dieses Fremdprogramm in der Kirche haben würde: »Das Werk des Teufels wird sogar in die Kirche eindringen, sodass man sehen wird, wie sich Kardinäle gegen Kardinäle wenden, Bischöfe gegen Bischöfe. Die Priester, die mich verehren, werden von ihren Mitbrüdern verachtet und abgelehnt, Kirchen und Altäre werden geplündert, die Kirche wird von denen dominiert, die Kompromisse eingehen, und der Teufel wird viele Priester und geweihte Seelen dazu drängen, aus dem Dienst des Herrn auszuscheiden. [...] Wenn die Menschen nicht Buße tun und sich bessern, wird der Vater eine schreckliche Strafe über die ganze Menschheit verhängen. Diese Bestrafung wird größer sein als die Sintflut, so wie sie noch niemand je gesehen hat.« Die astrologische Rekonstruktion ergibt also, dass der vom Vatikan unterdrückte Teil des dritten Geheimnisses eine Warnung vor dem Eindringen des Fürsten der Welt und seiner Hilfstruppen, in Form der Freimauerei und der Kommunisten, in die Spitze der Kirche enthält. Wie Pater Maximilian Kolbe bezeugte, versammelten sich nur wenige Monate nach der Fatima-Erscheinung im Herbst 1917 zahlreiche Logenmitglieder anlässlich des dreihundertjährigen Jubiläums der Freimauerei vor dem Vatikan und skandierten lautstark: »Satan muss im Vatikan regieren, der Papst wird sein Sklave sein!« Nach dem Zeugnis von Pater Malachi Martin, dem ehemaligen Privatsekretär von Kardinal Bea, wurde am 29. Juni 1963, dem Peter- und Paulstag, also einen Tag vor der Krönung von Papst Paul VI. und während des Zweiten Vatikanischen Konzils, der Vatikan von zahlreichen Prälaten an Satan geweiht. Malachi Martin widerrief diese Darstellung nie, sondern bestätigte sie in zahlreichen Interviews immer wieder aufs Neue, bis er schliesslich im Sommer 1999 in seiner New Yorker Wohnung ermordet aufgefunden wurde.

Eine astrologische Kartenprojektion dieses zweiten rückwärtigen Septars des Todes der Fatima-Seherin wird zur Landkarte des kommenden Geschehens, in dem sich wesentliche Elemente der großen europäischen Prophezeiungen, die einen Dritten Weltkrieg ankündigen, astrologisch chiffriert wiederfinden lassen. Die Wassermann-Anlage mit dem Sonne-Uranus und dem Neptun (Opposition Jupiter) auf der Hauptachse gibt Auskunft über den Ort und den Zweck der Erscheinung: Maria verlangte in Fatima, wo die Aszendent-Neptun-Horizontale verläuft, wenige Monate vor der Oktoberrevolution zur Verhinderung der anvisierten Katastrophe die Weihe Russlands an ihr Herz. Ansonsten werde Russland seine Irrtümer, also die marxistische Irrlehre, über die gesamte Welt ausbreiten und Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören, wie es im 20. Jahrhundert dann tatsächlich auch geschehen ist. Die Forderung der Weihe Russlands wird in der Relocation des Todeshoroskops von Coimbra nach Moskau leicht ersichtlich. Eine Weihe, ob Kirch- oder Flurweihe, bezieht sich immer auf Gegenständliches, Territoriales. Etwas aus dem Phänomen der Erscheinung – astrologisch dem zweiten Haus, dem Stier zugehörig – soll mit dem Wirklichen, dem Heiligen in Verbindung gebracht, also geweiht werden. Dieser Vorgang entspricht der Konstellation Venus-Neptun, die in anderen Zusammenhängen auch als Land-unter-Konstellation bekannt ist, was insofern folgerichtig ist, weil eine Überschwemmung als eine Art Negativ-Weihe betrachtet werden kann. Hier kommt der Neptun als Regulativ, um die Rechte des Himmels an der Erde auf seine Art geltend zu machen. In der auf Moskau relocierten Todesradix liegt der Venus-Neptun exakt auf der fünften Häuserspitze im Wassermann, ist als das zu Erschaffende, das, was ins Leben gestellt werden muss, also das, was seit 1917 gefordert und bis heute nicht vom Vatikan erfüllt wurde, die Weihe Russlands an Maria. Die Relocation verzeichnet auch die Maßnahme bei weiterer Nichterfüllung der Forderung, nämlich den Uranus in Haus fünf als Aufhebung des Lebens infolge der prophezeiten katastrophalen Ereignisse, was schon im zweiten Geheimnis angedeutet wird, wo davon die Rede ist, dass verschiedene Nationen vernichtet werden. Dies scheint beispielsweise auf England zuzutreffen, wo in der Kartenprojektion des zweiten rückwärtigen Septars die Aszendentenlinie des Neptun verläuft, was inhaltlich der Überschwemmung Englands entspricht, die laut mehreren europäischen Prophezeiungen durch eine russische Wasserstoffbombe in der Nordsee verursacht werden soll. Darüber hinaus läuft die Sonne-Uranus-Konjunktion als Aszendentenlinie und die Mars-Pluto-Konjunktion als MC durch die wichtigsten in anderen Prophezeiungen beschriebenen Kampfgebiete. Für den Norden Deutschlands, wo sich die Sonne-Uranus-Kurve mit der Mars-Pluto-Vertikalen kreuzt, werden die heftigsten Verwerfungen auf deutschem Boden prophezeit. Die Kartenprojektion des zweiten rückwärtigen Septares korreliert somit mit den Szenarien, die uns die großen europäischen Prophezeiungen über den bevorstehenden Dritten Weltkrieg in Mitteleuropa überliefert haben, d. h., die mutmasslich bis heute unveröffentlichten Teile des dritten Fatima-Geheimnisses warnen vor dem Krieg, welcher wie bereits im zweiten Geheimnis offenbart wurde, auf die Ausbreitung der kommunistischen Irrlehren folgen und dessen Verursacher Russland sein wird.

Fazit: Die Fatima-Botschaft ist die Warnung vor dem Kommunismus

Die Fatima-Erscheinung vom Sommer 1917 ist entgegen der offiziellen Darstellung des Vatikan ein Ereignis von nicht zu unterschätzender Tragweite und hat bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Dringlichkeit eingebüßt. Hätte der Vatikan der Aufforderung des Himmels Folge geleistet, dann wäre der Vatikan zum Träger der himmlischen Botschaft geworden und sowohl der allgemeine Glaubensabfall in weiten Teilen der Welt infolge der Ausbreitung der marxistischen Irrlehren in der Zeit nach 1917 und verstärkt in der Zeit nach 1960 als auch die daraus letztlich resultierenden und bis heute noch immer ausstehenden katastrophalen Ereignisse wären verhindert worden.

Dazu muss man sich vor Augen führen, welche Bedeutung eine offizielle Weihe Russlands im Sommer 1917, also am Vorabend der Oktoberrevolution, gehabt hätte. Diese Weihe wäre das öffentlich sichtbare Zeichen einer entschiedenen Konfrontation des Katholizismus gegen den Kommunismus gewesen. Dann wäre Russland, wie Maria es versprach, bekehrt worden, d. h., dann wäre der Kommunismus bereits im Keim erstickt worden und der Welt wäre der größte Unruhestifter des 20. Jahrhunderts erspart geblieben. Doch der Vatikan blieb trotz wiederholter Ermahnungen tatenlos, während der Kommunismus in Russland immer weiter Fuss fasste und die Religion immer mehr verfolgt wurde. Daran änderten auch immer neue Warnungen des Himmels nichts, die in den 30er-Jahren an Schwester Lucia ergingen, welche sie stets in treuer Pflichterfüllung dem Vatikan mitteilte. So sprach Christus z. B. zu ihr, dass seine Diener »dem König von Frankreich ins Unglück folgen werden«, wenn sie den himmlischen Befehl hinauszögern. Wie das zu verstehen ist, liegt auf der Hand: Wenn der Vatikan nicht einen entschiedenen Kampf gegen den Kommunismus führt, dann wird er in einer noch bevorstehenden Weltrevolution untergehen, genau wie der König von Frankreich in der Französischen Revolution untergegangen ist. Und diese Weltrevolution wird von Russland ausgehen, denn Christus offenbarte im Mai 1936 gegenüber Lucia: »Russland wird nur bekehrt, wenn die Weihe stattfindet. Dann wird Frieden sein, ansonsten wird Russland das Instrument der Bestrafung der Welt.« Sowenig auf die Worte Christi gehört wurde, genauso wurde auch Marias Anweisung, das dritte Geheimnis nicht später als 1960 zu offenbaren, verweigert. Doch warum gerade im Jahr 1960? Laut Lucia hatte die Gottesmutter auf diesem Datum bestanden, weil das Geheimnis dann verständlicher sein würde. Interessanterweise ist das Jahr 1960 ein Schlüsseljahr in der Geschichte des Kommunismus, denn in diesem Jahr begann die zweite Phase der bis heute andauernden kommunistischen Langzeitstrategie, in welcher Moskau der inneren Zersetzung der westlichen Staaten die höchste Priorität einräumte. Ein wesentliches Element dieser Zersetzungsstrategie war die Erzeugung der marxistischen 68er-Bewegung durch kommunistische Agenten, aus welcher anschließend die sogenannten »Neuen Sozialen Bewegungen« hervorgingen, zu denen u. a. auch der Feminismus und die Kirchenreformbewegung zählen. Diesen Bewegungen ist der gezielt herbeigeführte Glaubens- und Werteverfall geschuldet, der in Fatima prophezeit wurde und unter dem die heutige Gesellschaft leidet. Und somit ist es seit dem Jahr 1960 tatsächlich klarer ersichtlich, was unter der Ausbreitung russischer, d. h. marxistischer Irrlehren zu verstehen ist.

Doch statt die Botschaft Marias an die Welt in jenem Jahr zu veröffentlichen, schirmte der Klerus die Fatima-Seherin Schwester Lucia vor der Öffentlichkeit ab und verbot ihr sogar, über die Botschaft zu sprechen. Und anstatt zum Kampf gegen den Kommunismus anzutreten, wie ihr aufgetragen wurde, stellte die Kirche im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1962 die Verurteilung des Kommunismus und der Sowjetunion gänzlich ein. Anstatt also ihre Rolle als Stellvertreter Christi auf Erden fortzuführen, beging die Kirche Hochverrat an ihrer eigenen Bestimmung durch die Vertuschung und Verfälschung der himmlichen Botschaft und durch ihre Untätigkeit gegenüber der Ausbreitung des antichristlichen Marxismus. Damit trifft auf die heutige Kirche zu, was in der Bibel bei Matthäus 23,13 geschrieben steht: »Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen.« Die Folge dieses verweigerten Gehorsams der obersten Kirchenführung wird sein, dass das in den Marienerscheinungen von La Salette, Fatima und Akita und ebenfalls in den großen europäischen Prophezeiungen beschriebene Szenario wahr werden wird, denn der Kommunismus ist auch im Jahr 2010 keinesfalls überwunden. Nachdem alle Warnungen des Himmels über Jahrzehnte hinweg ignoriert wurden, regiert auch 20 Jahre nach dem scheinbaren Ende der Sowjetunion in Moskau noch immer das KGB. Und allen Freundschaftsbeteuerungen zum Trotz läuft die explizit gegen die westlichen Staaten gerichtete russische Aufrüstung seit Jahrzehnten auf Hochtouren. Mit dem Fortschreiten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, welche in Moskau bereits seit Jahrzehnten erwartet und deren Entstehung tatkräftig gefördert wurde, ist die offizielle Rückkehr des Kommunismus nur eine Frage der Zeit, denn sie ist das erklärte Endziel der seit Beginn der 60er-Jahre verfolgten sowjetischen Langzeitstrategie. Es ist zu erwarten, dass die Rückkehr des Kommunismus in der bevorstehenden zweiten Oktoberrevolution nicht auf Russland beschränkt bleiben wird, sondern auch auf die westlichen Staaten übergreift, denn genau dafür wurde im Gefolge der 68er-Bewegung der ideologische Grundstein gelegt. Auf den prophezeiten Glaubensabfall, der in den 60er-Jahren bereits Realität wurde, wird letztlich die Weltrevolution und der Dritte Weltkrieg folgen. Dann werden, wie es bereits im zweiten Geheimnis heißt, als Folge der Ausbreitung der marxistischen Irrlehren mehrere Nationen vernichtet werden.

Um all dies abzuwenden, verlangte Maria nicht, dass Russland katholisch werde, sondern nur die Weihe an ihr Herz, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die hartnäckige Verweigerung dieser Weihe ist der untrügliche Hinweis darauf, dass die bereits wenige Monate vor der Oktoberrevolution vorhergesagten Irrtümer Russlands seit langem im Vatikan Einzug gehalten haben. Es sei daran erinnert, dass dieser Auftrag am 13. Juli 1917 erfolgte, also zu einer Zeit, da Lenin bereits in St. Petersburg weilte und die Oktoberrevolution vorbereitete. Die Botschaft von Fatima ist eindeutig: Fatima bezieht sich vollständig auf die Ausbreitung des Kommunismus und warnt vor der im Jahr 1960 beginnenden kommunistischen Langzeitstrategie und ihren Folgen für die gesamte Menschheit. In Fatima erfolgte der Aufruf an die Kirche zum Kampf gegen den Kommunismus. Mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. hat das dritte Geheimnis hingegen kaum mehr gemein, als dass es als eine Warnung für die auf Abwege geratene katholische Kirche zu verstehen ist. Denn als am Fatimatag des Jahres 1981 Ali Agca auf Johannes Paul mehrere Schüsse abfeuerte, stand der Pluto mit 22°09’ Waage exakt auf dem Geburts-Mars des Papstes, der nach seiner Genesung Maria als seine Retterin bezeichnete und die aus seinem Körper entfernte Kugel in die Krone Mariens zu Fatima einschmelzen ließ. Was Johannes Paul bis zu seinem Tod im März 2005 nicht wahrhaben wollte, es war weniger eine Rettung denn ein Schuss vor den Bug und das im wahrsten Sinne des Wortes!

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum der russische Präsident Putin nach dem Bekanntwerden der Verlautbarung des Bischofs Serafim kurzfristig zum Papst geeilt war. Es darf als sicher gelten, dass Putin die längst überfällige Weihe Russlands an Maria befürchtet hatte. Und auch wenn seine Sorge unbegründet war, zeigt diese Episode doch, wie stark Russland in den gesamten Prophezeiungskomplex von 1917 verwickelt ist. Während in Russland derzeit insgeheim die Rückkehr des Kommunismus vorbereitet wird, ist der Vatikan die Weihe Russlands bis zum heutigen Tag noch immer schuldig geblieben. Und sollte der Papst diese Weihe irgendwann doch noch nachholen, dann wird es zweifellos zu spät sein, um die prophezeiten Ereignisse noch abzuwenden. Dann wird erst das Scheitern der Weltrevolution und der gewaltsame und diesmal vollständige Untergang des Kommunismus der Welt den Frieden bringen, denn die Fatima-Botschaft lässt keinen Zweifel daran, dass am Ende Marias »Unbeflecktes Herz« triumphieren wird.

 

 


Autoreninfo:

Robert Müntefering ist promovierter Historiker und war von 1989 bis 1994 Dozent an der astrologischen Schule von Wolfgang Döbereiner mit dem Schwerpunkt Geschichte. Er lebt in Fatima und betreibt seit 2002 die Internetseite www.zeitdiagnose.de, die das aktuelle weltpolitische Geschehen aus astrologischer Sicht analysiert.

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