Tuesday, 24. May 2016
02.03.2016
 
 

Studie bestätigt: Die Europa-Idee liegt im Koma

Markus Mähler

Europa-Kritiker sagen: Die Europäische Union hatte nie eine gemeinsame Öffentlichkeit. Sie ist und bleibt das Hirngespinst Brüsseler Eliten. Eine wissenschaftliche Studie gibt diesen Stimmen nun recht. Forscher aus 13 Universitäten haben Tageszeitungen in 11 EU-Ländern, der Ukraine und Russland ausgewertet. Ihr Fazit: »Die Uneinigkeit zwischen den Staaten der EU [war] wohl nie größer; selten zuvor wurden Interessenkonflikte so offen ausgetragen.«

 

Nach der Krise ist vor der Krise. Diese alte Regel hat die Europäische Union längst außer Kraft gesetzt. Die Brüsseler Technokraten finden aus ihren vielen Dauerkrisen nämlich gar nicht mehr heraus. Keine davon wurde gelöst, jede schwebt für sich wie ein Damoklesschwert über uns: Flüchtlings-Krise, Terror-Krise, Brexit-Krise, Ukraine-Krise und dann dieser gigantische Moloch zwischen Euro-Totgeburt, Spekulationsblasen und Schuldenspirale.

 

Inzwischen ist die EU selbst ein Krisenfall: Immer mehr Europäer glauben nicht mehr an eine europäische Lösung. Die Kritiker des Elitenprojekts feiern mit ihren Parteien immer höhere Wahlsiege.

 

Jetzt liefert eine Studie aus dem European Journalism Observatory den nächsten Sargnagel nach Brüssel. Das Ergebnis dieser Studie mit dem sinnigen Titel »Kein Sinn fürs Europäische« lässt sich so zusammenfassen:

 

Die Idee der Europäischen Union ist in der Praxis längst gescheitert. Zumindest wird keine ernsthafte Europa-Debatte mehr geführt. In jedem Land folgen die Medien der Agenda der nationalen Politik.

 

Die europäische Idee ist gescheitert: Der Kontinent denkt national

 

Viele werden sich jetzt auf die Schulter klopfen und sagen: »Was ist daran neu?« Trotzdem ist das ab sofort ein empirischer Befund, der für Zündstoff sorgen wird. Weil es eben nicht die sagen, die das immer sagen. Teams von Forschern an 13 Universitäten haben die Tagespresse in elf EU-Ländern, der Ukraine und Russland ausgewertet. 3023 Artikel zu den Themen »Euromaidan, Referendum über die Krim, Referendum über die Ostukraine, Präsidentschaftswahlen«.

 

Vor ein paar Wochen taten sie das Gleiche mit der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise. All das fand unter dem Dach des European Journalism Observatory (EJO) statt. Die Befunde stammen also weder aus der Paralleldimension einer EU-Kommission, noch aus der politischen Gartenlaube der Euro-Kritiker.

 

Das EJO wollte dabei herausfinden, welche Rolle die nationalen Medien in den aktuellen europäischen Debatten spielen. Am Ende ist die Gegenfrage berechtigt: Welche europäische Debatte überhaupt? Die Forscher schreiben: »Die nun vorgelegten Daten belegen, wie schlecht es derzeit um die europäische Öffentlichkeit bestellt ist.«

 

Und weiter: »Zugleich war die Uneinigkeit zwischen den Mitgliedern der EU wohl nie größer, selten zuvor wurden Interessenkonflikte so offen ausgetragen.« Die europäischen Dauerkrisen werden in jedem Land anders wahrgenommen und auch anders diskutiert: »Ganz offensichtlich folgt die Agenda der nationalen Zeitungen der Agenda der – nationalen – Politik.«

 

Propaganda, Gegenpropaganda – wo bleibt da noch die Wahrheit?

 

In den deutschen Leitmedien wird der Ukraine-Konflikt also komplett anders abgebildet als etwa in britischen, rumänischen, tschechischen oder lettischen. Von russischen und ukrainischen Zeitungen ganz zu schweigen. Wer jetzt an Propaganda denkt, dem geben die Forscher zumindest teilweise recht – manipuliert wird aber nicht bloß in Moskau oder Kiew: »Was die Wertung des Konflikts angehe, sei die Nähe einiger osteuropäischer Zeitungen zur Regierungslinie bedenklich.«

 

Aufmerksame Leser von Kopp Online wissen, dass ausgerechnet die Europäische Union in Osteuropa die öffentliche Debatte ganz bewusst manipuliert. Sie baut dort mit Steuergeldern und der Hilfe des Auslandsfunks Deutsche Welle ein Netz von Anti-Putin-Medien auf. Also: Wo russische Propaganda aufhört, fängt Brüsseler Gegenpropaganda an. Beides ist übrigens für die Meinungsfreiheit Gift.

 

 

 

 


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