Goldman Sachs an Europas Schalthebeln der Macht
Michael Brückner
Besetzt die Regierungen (»occupy governments«) – so scheint die Devise des Investmenthauses Goldman Sachs zu lauten. Immer mehr ehemalige Top-Manager des Finanzkonzerns sitzen an den Hebeln der Macht.

Als Notenbankpräsidenten und Regierungschefs sollen ehemalige Mitarbeiter von Goldman Sachs bei einem Crash ihren einstigen Arbeitgeber vor allzu viel Ungemach bewahren. Die Folgen müssen die Bürger tragen. Es sollte wohl ein Kompliment und eine Empfehlung für das höchste Amt in der
Europäischen Zentralbank (EZB) sein: »Er ist schon als Notenbanker auf die Welt gekommen«, lobte der ehemalige italienische Regierungschef und frühere Präsident der EU-Kommission, Romano Prodi, seinen Landsmann Mario Draghi, der seit Anfang November an der Spitze der EZB steht. Auch wenn diese Bemerkung nur ein Scherz war, so ist sie doch symptomatisch: Über die Karriere Draghis als Investmentbanker wird wenig gesprochen. Dabei war der Ökonomie-Professor in den Jahren 2002 bis 2005 Vizepräsident bei Goldman Sachs in London. Mehr noch: Er besaß Anteile an diesem weltweit tätigen Finanzkonzern, die er erst verkaufte, als er im Jahr 2006 Chef der italienischen Zentralbank wurde. Draghi löste Antonio Fazio ab, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Bestechung und Amtsmissbrauchs ermittelte. Mario Draghi ist aber nur ein besonders prominentes Beispiel für die versteckte Machtübernahme des Goldman Sachs-Netzwerks auf dem Höhepunkt der europäischen Schuldenkrise. Während die Mainstreammedien ausführlich über die zum Teil schon reichlich naiv anmutenden »Occupy Wallstreet«-Aktivisten berichten, agiert die Finanz-Oligarchie offenkundig nach der Devise »Occupy governments« – Besetzt die Regierungen! Wir nennen Namen und Fakten zu diesem unsichtbaren Geflecht.
Den Volltext dieses Artikels lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundinformationsdienstes KOPP Exklusiv.
Interesse an mehr Hintergrundinformationen?
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!
Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.
In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:
- Deutschland: Die Angst vor der Russen-Mafia
- Unsichtbare Feinde: Kriegsvorbereitungen gegen Iran
- Revolutionäre Hilfe gegen Brustkrebs
- Notfallplan: London bereitet Briten auf Euro-Zusammenbruch vor

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!
© 2011 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.