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Billionenschulden, Bankencrashs, eine explosive innenpolitische Lage in den Staaten Südeuropas angesichts der weiter steigenden Jugendarbeitslosigkeit, dazu die wachsende Kriegsgefahr im Nahen Osten – die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Und die Politiker wirken in ihren Rollen als vermeintliche Krisenmanager und beschwichtigende Gesundbeter zunehmend überfordert.
Glauben Sie noch dem politischen Kartell der Euro- und Bankenretter, die unsere Zukunft und
unseren hart erarbeiteten Wohlstand aufs Spiel setzen?
Dann gehören Sie zur Minderheit der Zuversichtlichen. Doch diese Zuversicht dürfte ins Wanken geraten, wenn Sie die brisante Analyse 11 drohende Kriege: Künftige Konflikte um Technologien, Rohstoffe, Territorien und Nahrung von Andreas Rinke und Christian Schwägerl lesen. Spannend und faktenreich lenken die beiden Journalisten den Blick des Lesers auf neue gefährliche Konflikte, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen könnten.
Das Beunruhigende: Die wirklichen Gefahren mit ihren potenziell verheerenden Folgen werden selten wahrgenommen. Die Verantwortlichen irren mit einem Tunnelblick durch das Krisenlabyrinth.
Die Autoren liefern ein brandaktuelles Beispiel für dieses Phänomen: »Fast zehn Jahre war die westliche Welt von dem Gedanken besessen, die eigentliche Gefahr erkannt zu haben – ein Mann mit einem durchdringenden Blick namens Osama bin Laden...« Doch: »Exzessive Verschuldung westlicher Staaten und unreguliertes Spekulieren an den Finanzmärkten schafften, was bin Laden nie vermochte: den Wohlstand von Hunderten Millionen Menschen zu gefährden«.
Lesen Sie, weshalb gerade die hoch spezialisierten Sicherheitsexperten am wenigsten geeignet sind, künftige Probleme zu lösen:
»Als Vorsorge für die Zukunft ziehen sie ... Lehren aus der Vergangenheit – nur beinhalten diese oft nur Antworten auf Fragen, die sich in der Zukunft so nicht mehr stellen.«
Doch auf welche Kriege und Konflikte sollten wir uns künftig einstellen? Andreas Rinke und Christian Schwägerl beantworten diese Frage mit spannenden Szenarien. Probleme drohen unter anderem wegen
> des Kampfes um Rohstoffe in der Tiefsee,
> des Zerfalls der EU und der USA,
> des Ringens um die letzten Fischbestände,
> des Wettrennens um die Vorherrschaft im All und im Cyberspace,
> des »Kühlkriegs« ums Weltklima,
> zunehmender Pandemien,
> des steigenden Migrationsdrucks und
> der neurotechnologischen Schlacht um die Gehirne der Menschen.
Es ist ebenso paradox wie beunruhigend: Je gewissenhafter sich Gesellschaften gegen die erkannten Gefahren der Vergangenheit abzusichern versuchten, desto anfälliger seien sie für die neuen Gefahren von morgen, schreiben die Autoren.
Erfahren Sie in diesem spektakulären Buch mehr über die größten Stressfaktoren der Zukunft.
> Stressfaktor Demografie: »Ohne einen Weltkrieg, eine globale Pandemie oder einen Asteroideneinschlag sieht es in jedem Fall danach aus, dass in den kommenden Jahrzehnten mindestens so viele Menschen zur jetzigen Weltbevölkerung hinzukommen, wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts insgesamt auf der Erde gelebt haben.«
> Stressfaktor Technologie: »Hier liegt eine der großen Schwächen Europas. Alle Versuche, eine eigenständige Chipindustrie aufzubauen und zu erhalten, sind auf dem alten Kontinent gescheitert... Dies macht alle EU-Staaten und vor allem... Deutschland abhängig vom Zugang zu IT-Produkten.«
> Stressfaktor Geopolitik: »Ob Chinas Aufstieg zur neuen Supermacht so ungebrochen verlaufen wird, wie es derzeit beschrieben wird, ist ebenfalls ungewiss.« Die Autoren befürchten brutale soziale und ethnische Konflikte in dem Vielvölkerstaat.
> Stressfaktor Privatisierung der Sicherheit: »Mittlerweile sind tatsächlich sehr große Firmen im Sicherheitsbereich entstanden. Als das in der Öffentlichkeit kaum bekannte britische Unternehmen ›Group 4 Securicor‹ die dänische Firma ISS übernahm, entstand ein Konzern mit einer Million Mitarbeitern, der von Söldnertruppen über die Bewachung von Geldtransporten bis zur Reinigung und dem Management von Gebäuden alle möglichen Dienste verkauft.«

Und noch eine beunruhigende Erkenntnis liefern die Autoren: Der Erste Weltkrieg war ein Krieg der Chemiker (Giftgas). Der Zweite Weltkrieg war ein Krieg der Physiker (Atombombe). Der nächste Krieg könnte ein Krieg der Neurobiologen und Sozialwissenschaftler sein. Das Gehirn wird zum Schlachtfeld. Es geht darum, Menschen zu manipulieren und zu steuern. Es geht um die umfassende Kontrolle über das menschliche Gehirn.
Ungeachtet all dieser Szenarien bleiben die Autoren zuversichtlich: Von zentraler Bedeutung sei es, die künftigen Gefahren genau zu kennen, um sich rechtzeitig wappnen zu können. Wer dieses fast 430 Seiten umfassende Werk gelesen hat, weiß, was auf uns zukommen könnte.
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