Wednesday, 23. May 2012
19.08.2010
 

++++ KOPP-Eilmeldung: Verliert Frankreich seine AAA-Kreditwürdigkeit? ++++

Michael Grandt

Gerüchte über Frankreichs sinkende Kreditwürdigkeit machen die Runde. Ist ein Land erst einmal negativ im Gespräch, ist es schwierig, die Finanzmärkte vom Gegenteil zu überzeugen.

Wie die britische Zeitung The Times meldet, könnte der Triple-A-Status für Frankreichs Kreditwürdigkeit gefährdet sein. Moody’s Investors Service hatte in einer Stellungnahme zuvor vor dessen Verlust gewarnt.

Die Times beruft sich dabei auf »nicht näher genannte Regierungsquellen«. Frankreichs Wirtschaftsminister François Baroin hatte gegenüber lokalen Fernsehsendern erklärt, das Festhalten am AAA-Rating würde ein ganz schönes Stück Arbeit werden. Später schwächte er seine Bemerkung jedoch wieder ab.

Eine Herabstufung hätte erhebliche Folgen für den hoch verschuldeten französischen Staat: Er müsste sich künftig zu höheren Zinsen Geld am Kapitalmarkt leihen.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ordnete überraschenderweise ein Treffen mit Premierminister François Fillon, Finanzministerin Christine Lagarde und Wirtschaftsminister François Baroin an. Wie das Wall Street Journal erfahren haben will, soll es bei diesem Treffen jedoch offiziell um die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr gehen. Skeptische Beobachter glauben jedoch, dass auch die Mutmaßungen um die Kreditwürdigkeit des Landes auf der Tagesordnung stehen werden.

Moody's erklärte im Vorfeld des Treffens, dass Frankreich zwar gut positioniert sei, um das Top Rating zu behalten, aber der Abstand zur Herabstufung werde wegen der Herausforderungen auf der finanzpolitischen Seite immer schmaler.

 

Hintergrund: die verschiedenen Bewertungsstufen am Beispiel von Standard & Poor’s:

 

AAA maximale Sicherheit
AA+/AA/AA- hoch qualitativ
A+/A/A- hochwertig
BBB+/BBB/BBB- weniger hochwertig
BB+//BB/BB- unsicheres Investment
B+/B/B- hoch spekulativ
CCC+/CCC/CCC- riskant, Ausfälle möglich
D in Zahlungsverzug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Quellen:

http://business.timesonline.co.uk/tol/business/economics/article7140657.ece

http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704476104575438893967835302.html?mod=WSJ_economy_LeftTopHighlights

 

 


 

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