Sunday, 28. August 2016
08.10.2010
 
 

EU kassierte trotz Krise gewaltig ab

Michael Grandt

Der deutsche Steuerzahler war auch im schlimmsten Krisenjahr seit fast 60 Jahren der größte Nettozahler der gesamten EU. Die deutsche Melkkuh gibt also trotz inländischem Sparpaket immer noch am meisten Milch in Europa.

2009, das Jahr der Krise: hohe Arbeitslosenzahlen, sinkende Produktivität und Banken am Abgrund. Aber dennoch kassierte die EU gewaltig ab, vor allem beim deutschen Steuerzahler, wie aus dem Finanzbericht der EU hervorgeht. Und dennoch verzichtete die Bundesregierung letztes Jahr freiwillig auf 17 Millionen Euro Fördermittel, die ihr eigentlich zugestanden hätten.

Von allen 27 Mitgliedsstaaten zahlt Deutschland immer noch am meisten in den europäischen Topf ein.

 

Hier die Nettozahler (in Millionen Euro, Rückflüsse bereits abgezogen):

1. Deutschland: 8107

2. Frankreich: 4739

3. Niederlande: 2026

4. Großbritannien: 1363

5. Dänemark: 821

6. Schweden: 704

7. Österreich: 432

8. Finnland: 430

9. Luxemburg: 83

 

Nachfolgend die Nettoempfänger, sprich Kassierer (in Millionen Euro):

1. Polen: 6489

2. Griechenland: 3252

3. Ungarn: 2772

4. Portugal: 2243

5. Spanien: 1794

6. Tschechien 1777

7. Rumänien: 1756

8. Litauen: 1511

9. Bulgarien: 642

10. Estland: 582

11. Slowakei: 580

12. Lettland: 514

13. Slowenien: 262

14. Irland: 47

15. Malta: 12

16. Zypern: 7

 

Elf Länder, allen voran Deutschland, zahlen mehr, als sie erhalten, während 16 Länder mehr Geld kassieren, als sie einzahlen. Demnach bekommen alle neuen ost- und mitteleuropäischen Länder großzügige EU-Zuwendungen.

Ich bleibe dabei: Die Osterweiterung der EU war einer der größten Fehler. Wie vorausgesagt, müssen genau diese maroden Länder jährlich mit vielen Milliarden unterstützt werden. Doch solange die deutsche Melkkuh noch funktioniert und der deutsche Michel brav sein Salär entrichtet, wird sich daran auch nichts ändern.

 

__________

Quellen:

http://ec.europa.eu/budget/library/publications/fin_reports/fin_report_08_de.pdf

http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E74AEDA96748148298CA13BEB9EE24EA7~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/EU-kostet-uns-schon-432-Mio-Euro/3607132

 

 


Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Friedensnobelpreisträger ermunterte Attentäter
  • EU verteuert Kredite
  • Fleischkonsum als Risiko
  • Barack Obama will Macht über Internet
  • Lebensfreundlicher Planet entdecktDie Nebenwirkungen von Soja-Produkten

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Aus Versehen am Drücker?

Niki Vogt

Der amerikanische Finanzanalyst Max Keiser, bekannt für seine Temperamentsausbrüche vor der Kamera, hat in einem Interview im griechischen Athens International Radio mit der Redakteurin Helen Skopsis eine interessante These aufgestellt: Deutschland habe sich mithilfe von Goldman Sachs in eine Position manövriert, die den Griff zur Weltmacht in die  mehr …

Hurra, der Erste Weltkrieg ist jetzt auch für uns Deutsche zu Ende

Michael Grandt

Bis zum 3. Oktober 2010 musste der deutsche Steuerzahler für einen Krieg bezahlen, der vor fast 100 Jahren begann und für den das deutsche Volk die alleinige Verantwortung übernehmen musste, obwohl dies historisch nachweislich falsch ist.    mehr …

Der Tag der deutschen Uneinigkeit

Michael Grandt

Die deutsche Wiedervereinigung war wichtig. Doch auch 20 Jahre danach scheiden sich die Geister an deren Finanzierung. Neue Zahlen des Bundesfinanzministeriums belegen, dass die Westdeutschen fast die gesamten Kosten tragen mussten und müssen.  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Feuerzeichen der Demokratisierung

Niki Vogt

In Berlin darf man noch nicht einmal darauf hinweisen, dass das Volk nach den Vorgaben des Grundgesetzes über eine endgültige Verfassung abstimmen muss. Zwei Demonstranten erhielten am Rande der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung in der Nähe des Brandenburger Tors Platzverbot.  mehr …

»Amoklauf« von Lörrach: Angebliche »Tatwaffe« ist gar keine

Gerhard Wisnewski

Ein Bild geht durch die Republik: Mit einer Sportpistole soll die »Amokläuferin« Sabine R. am 19. September 2010 erst ihren Mann und anschließend noch einen Krankenpfleger getötet haben. Ob N24 oder ZDF heute, ob Süddeutsche oder Badische Zeitung – überall machte das Foto der angeblichen Tatwaffe die Runde und steigerte die Plausibilität des  mehr …

Ehrenamtliches Engagement soll unter staatliche Kontrolle gestellt werden

Eva Herman

Die Bundesregierung will das gesellschaftliche Engagement unter ihre Kontrolle stellen. Das Kabinett hat jetzt die »Nationale Engagementstrategie« und den »Aktionsplan CSR« beschlossen. »Eine zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft besser aufeinander abgestimmte Engagementförderung« solle damit in Deutschland geschaffen werden, heißt es  mehr …

Aus Versehen am Drücker?

Niki Vogt

Der amerikanische Finanzanalyst Max Keiser, bekannt für seine Temperamentsausbrüche vor der Kamera, hat in einem Interview im griechischen Athens International Radio mit der Redakteurin Helen Skopsis eine interessante These aufgestellt: Deutschland habe sich mithilfe von Goldman Sachs in eine Position manövriert, die den Griff zur Weltmacht in die  mehr …

Wer finanziert die amerikanische Tea-Party-Bewegung?

F. William Engdahl

In den letzten Monaten macht eine Protestbewegung in der politischen Landschaft der Vereinigten Staaten Schlagzeilen, die auf den ersten Blick aussieht wie eine »Graswurzelbewegung« aus der Bevölkerung. Denn die sogenannte Tea-Party-Bewegung unterstützt »Non-Establishment«-Kandidaten, die bei den Zwischenwahlen im November gegen die Bewerber der  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.