Tuesday, 30. August 2016
16.09.2011
 
 

Treffen der Versager

Michael Grandt

In Breslau/Polen treffen sich heute die Euro-Finanzminister und Notenbankchefs, um über die Schulden- und Bankenkrise in Europa zu beraten. Die Ergebnisse der bisherigen Zusammenkünfte waren jedoch dürftig: Es gab regelmäßig noch mehr Probleme als vorher.

Wieder einmal treffen sich die EU-Finanzminister, um über die kritische Lage in Europa zu sprechen. Mit dabei sind diesmal die Notenbankchefs, was darauf schließen lässt, dass die Probleme der Banken VIEL größer sind, als in der Öffentlichkeit kommuniziert.

Offiziell soll über die Lage in Griechenland und über die Umsetzung der Sparprogramme in Portugal und Irland beraten werden, die auch von Notkrediten der EU abhängig sind. An die Beratungen anschließen soll eine Sitzung aller 27 EU-Staaten, an der zum ersten Mal auch US-Finanzminister Timothy Geithner teilnehmen wird, der bereits eine größere Stützung der europäischen Banken gefordert hatte.

Die Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen lassen darauf schließen, dass auch dieses Treffen der »Versager« die Lage noch verschlimmern wird:

  • Die Schuldenkrise zieht immer weitere Kreise.
  • Große Staaten wie Italien und Spanien stehen ebenfalls kurz vor dem Finanz-GAU.
  • Europäische Banken stehen unter wachsendem Druck, da ihre Anleihebestände stark an Wert verlieren.
  • Banken leihen sich untereinander wieder kein Geld mehr.
  • Immer mehr Großbanken werden von Ratingagenturen herabgestuft.
  • Die Arbeitslosigkeit in der EU verharrt oder steigt partiell.
  • Das Vertrauen globaler Kreditgeber in die Währungsunion schwindet zunehmend.
  • Griechenland steht vor dem endgültigen Staatsbankrott.
  • Das Wachstum in der Euro-Zone wird laut Prognosen der Weltbank zum Jahresende zum Stillstand kommen.
  • Der Euro verliert immer mehr an Wert.
  • Die Verschuldung der Staaten nimmt immer mehr zu anstatt ab.
  • Die Börsen fallen mehr denn je.
  • Die EZB kauft immer mehr Anleihen de facto bankrotter Staaten und gefährdet damit ihre eigene Stabilität.
  • Die Inflation steigt.
  • Die Rettungspakete werden immer größer (Schulden werden durch noch mehr Schulden bekämpft).
  • Der Unmut in der Bevölkerung wächst.
  • Immer mehr soziale Unruhen aufgrund der EU-Politik.
  • Das Volk verarmt mehr und mehr.

Wahrlich eine »hervorragende« Bilanz der »Versager«. Nur wenige sprechen Klartext. So Weltbank-Präsident Robert Zoellick, der den EU-Staaten vorwarf, »verantwortungslos« gehandelt zu haben, als sie die gemeinsame Währung schufen, ohne zuvor ihre Funktionsfähigkeit sicherzustellen. »Die Weltwirtschaft ist in eine neue Gefahrenzone mit wenig Spielraum geraten, weil die europäischen Staaten sich unangenehmen Wahrheiten über die Verantwortung für die Gemeinschaftswährung verweigern« sagte Zoellick weiter. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao legte nach und sagte, die europäischen Regierungen müssten »ihr eigenes Haus in Ordnung bringen«.

 

 

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Quelle der Zitate:

Tagesschau.de

 

 


 

 

 

 

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