Tuesday, 28. June 2016
02.06.2013
 
 

Ungarn brennt 500 Hektar Felder mit Genmais ab, um die Nahrungsmittelversorgung frei von Gentechnik zu halten

Mike Adams

Wenn es darum geht, die Öffentlichkeit vor GVO zu schützen, weiß Ungarn, was zu tun ist: Die Felder abbrennen, auf denen Genmais wächst!

Umweltschützer könnten zunächst einwenden, das Abbrennen sei umweltschädlich, weil viel verbranntes organisches Material freigesetzt werde, doch tatsächlich stellt die genetische Verschmutzung eine viel größere Bedrohung für unsere Welt dar. Das Verbrennen von Genmais ist eine sichere Methode, um den giftigen genetischen Code im Pflanzengewebe unschädlich zu

machen. Ich hoffe inständig, den Tag zu erleben, an dem amerikanische Gerichte die Zerstörung aller Genmaisfelder in Amerika anordnen. Und falls sich die Gerichte als der Lage nicht gewachsen erweisen, gehe ich davon aus, dass die Menschen früher oder später einen Weg finden, es selbst in die Hand zu nehmen. Denken Sie an die »Armee der Twelve Monkeys«, aber dieses Mal mit GVO.

 

Ungarns stellvertretender Minister für ländliche Entwicklung Lajos Bognar meldete diese Woche, auf Anordnung der Regierung seien rund 500 Hektar mit Genmais abgebrannt worden. Ungarn hat den Anbau von gentechnisch veränderten Feldfrüchten aller Art verboten und hat in den letzten Jahren wiederholt Tausende von Hektar Felder abbrennen lassen, auf denen unerlaubt Genpflanzen angebaut worden waren. Die Nachricht wurde zunächst bei Rede Brasil Atual in portugiesischer Sprache verbreitet. Eine englische Übersetzung wurde bei GMwatch.org gepostet.

 

GVO werden weltweit verboten

 

GVO sind in 27 Ländern verboten, in mindestens 50 Ländern besteht eine Kennzeichnungspflicht. In Amerika, wo Monsanto hinterlistig Gesetzgeber und Gerichte beeinflusst, sind GVO weder verboten noch kennzeichnungspflichtig. Erst kürzlich stimmten 71 US-Senatoren gegen eine Regelung, nach der die einzelnen Bundesstaaten eigene Gesetze zur Kennzeichnung von Lebensmitteln hätten erlassen können.

 

Diese Senatoren sind mittlerweile als die »Monsanto-71« bekannt. Auf der Liste stehen Rand Paul und Ted Cruz, beide Senatoren aus landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten (Kentucky und Texas), in denen Monsanto bei Farmern noch immer großen Einfluss hat.

 

Es ist schockierend, aber die meisten Farmer, die GVO anbauen, haben keine Ahnung, was GVO eigentlich sind und warum die Menschen sie nicht in ihrem Essen haben wollen. Die Biotech-Industrie hat sie belogen und ihnen »höhere Erträge« und »größere Gewinne« versprochen. In Wirklichkeit sind die Ernteerträge von Genpflanzen nicht nur zurückgegangen, sondern haben sogar zur Ausbildung von »Super-Unkräutern« geführt, die gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent sind und jetzt viele Farmen bedrohen. Mit Böden, die durch den Einsatz von Glyphosat ausgelaugt sind, und sinkenden Ernteerträgen befinden sich Farmer zunehmend in einer echten Notlage.

 

Der einzige Ausweg besteht im Anbau gentechnikfreier Feldfrüchte. Aber Weisheit bahnt sich nur äußerst langsam den Weg in die Universität Texas A&M, eine Monsanto-Bastion und wichtiges Propagandazentrum für die Einführung von Frankenstein-Lebensmitteln im Süden der USA.

 

Eine genetische Apokalypse könnte Amerikas Brotkorb vernichten

 

Ungarn handelt klug, wenn es seinen Landwirtschaftssektor vor Monsantos Imperialismus schützt. Amerika dagegen verhält sich mehr als töricht, wenn es die Nahrungsmittelversorgung zerstörerischen Interessen von Unternehmen ausliefert, für die ausschließlich der Profit zählt.

Dadurch, dass sie die Kennzeichnung von GVO untersagt und gleichzeitig die Kommerzialisierung gentechnisch veränderter Feldfrüchte (danke, USDA!) fördert, spielt die US-Regierung russisches Roulette mit Amerikas Lebensmittelzukunft.

 

Eines Tages wird etwas geschehen, das die Wissenschaftler nicht vorhergesehen haben, und Monsantos Verbrechen gegen die Natur werden in einer genetischen Apokalypse explodieren, die die Zukunft des Lebens auf unserem Planeten gefährdet.

 

Vergessen Sie nicht: GVO sind nicht einfach »Verschmutzung« im klassischen Sinn. Sie sind eine selbst-replizierende Verschmutzung, die womöglich nicht mehr gestoppt werden kann. Deshalb ist es klug, Genmaisfelder abzubrennen. Feuer zerstört die DNS und zerlegt pflanzliche Materie in ihre einzelnen Elemente, nämlich überwiegend Kohlenstoff und mineralische Asche. Vormals gefährliche Felder sind jetzt harmlos. Feuer stellt die Gesundheit wieder her, weil gentechnisch veränderte DNS zerstört wird, die sich wahnwitzige Wissenschaftler ausgedacht haben, die für arrogante, törichte Konzerne arbeiten, die sich für schlauer halten als Mutter Natur und Gott.

 

Merken Sie sich meine Worte: Der Tag wird kommen, an dem die Amerikaner wünschen, sie hätten all die Genmaisfelder abgebrannt. Aber dann wird es zu spät sein. Das Verderben ist über uns, und mit ihm kommen der Hunger, das Leiden, die Verzweiflung und die Unruhen. Hunger macht Familienväter zu Rohlingen, genauso wie Gier Unternehmer zu Dämonen macht.

 

Um beides zu verbieten, müssen GVO jetzt verbannt werden. Die Chefs von Monsanto gehören wegen Verschwörung zur Massenvergiftung vor Gericht. Nutzen wir jedes nur anwendbare Gesetz, um dieses Monster wegzusperren, damit zukünftige Generationen nicht die verheerenden Folgen schief gegangener genetischer Freiluftexperimente erleiden müssen.

 

Wenn wir nicht von Ungarn lernen, wird früher oder später der Hunger unser Lehrmeister werden.

 

 

 

 


 

 

 

 

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