Tuesday, 24. May 2016
30.01.2014
 
 

Rockefeller-Agenten Joschka Fischer und Alexander Graf Lambsdorff fordern die Vereinigten Staaten von Europa

Oliver Janich

Rechtzeitig zu den Europawahlen veröffentlicht Joschka Fischer, der Mitgründer von David Rockefellers European Council on Foreign Relations im April ein Buch mit dem Titel »Die Vereinigten Staaten von Europa«, in dem er die Verwirklichung derselben fordert. In der Printausgabe des Handelsblattes vom 24.1. 2014 heißt es dazu: »In seinem Buch will Fischer den Weg hin zu den Vereinigten Staaten von Europa aufzeigen.«

Die Machtelite handelt exakt nach dem Drehbuch, das ich in meinem Buch mit demselben Titel bereits am 4.12. 2013 veröffentlicht habe. Der Untertitel von Fischers Buch lautet: »Zukunft oder Illusion«. Mein Untertitel: »Geheimdokumente enthüllen: Die dunklen Pläne der Elite«. (Vorwort und Leseproben hier.) Das ist aber natürlich nicht der einzige Unterschied. Fischer versteckt seine Pläne hinter wohlklingendem Neusprech, das ich in meinem Buch vorab enttarne. Dazu muss ich

seins noch gar nicht gelesen haben, weil Fischer & Co. bereits genügend dazu veröffentlicht haben. Um Ihnen das Geschwurbel von Fischer zu ersparen, werde ich in den sauren Apfel beißen, es nach Veröffentlichung lesen und Ihnen zu gegebener Zeit an dieser Stelle die Übersetzung von Fischers Neusprech liefern.

 

Zunächst muss ich aber die Artikelüberschrift erklären. In meinem Buch entlarve ich die Absichten der Machtelite mithilfe der so genannten »Prinzipal-Agent-Theorie« (siehe hierzu auch mein Interview mit dem Ludwig von Mises Institut Deutschland oder dem Smart Investor). Diese geht davon aus, dass es immer eine Informationsasymmetrie zwischen Auftraggeber (Prinzipal) und Auftragnehmer (Agent) gibt. Das heißt, der Auftragnehmer – Agent – kennt nicht notwendigerweise die Ziele des Auftraggebers, arbeitet aber offensichtlich darauf hin, sonst würde der Prinzipal die Vertragsbeziehung beenden. Das englische Wort »agent« bezeichnet hier also nicht einen Spion, sondern lediglich einen Auftragnehmer, ähnlich wie in »Theateragent«. Das führt in der deutschen Wahrheitsbewegung oft zur Verwirrung, weil diese Bezeichnung im Englischen eben beide Bedeutungen hat. Man sollte das deutsche Wort also nur verwenden, wenn man es – wie ich hier – erklärt. (Ich gebe gerne zu, dass ich eine spektakuläre Überschrift haben wollte, was zulässig ist, wenn man sie dann aufklärt.)

 

Am vorliegenden Fall lässt sich das sehr gut illustrieren. Das European Council on Foreign Relations (ECFR) ist ein Ableger des von der Rockefellerfamilie gegründeten und von ihren Stiftungen finanzierten Council on Foreign Relations. Stiftungen werden allein durch ihren Stifter kontrolliert. Der Finanzier einer Organisation ist also der Auftraggeber – Prinzipal – aller Mitarbeiter dieser Organisation, die somit dessen Ziele umsetzen.

 

Diese Ziele sind nicht schwer zu enthüllen. David Rockefeller schreibt dazu in seiner Autobiografie:

Einige glauben sogar, wir seien Teil einer geheimen Verschwörung, die gegen die Interessen der USA opponiere, charakterisieren mich und meine Familie als »Internationalisten« und werfen uns vor, wir konspirierten mit anderen auf der ganzen Welt, um eine neue ganzheitlichere globale politische und wirtschaftliche Struktur aufzubauen – eine neue Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.

In Fischers Klappentext klingt das so:

Die Krise hat seit 2009 die bestehende EU, ihre Machtverteilung und ihre Institutionen und Politiken mehr verändert, als es selbst eingefleischte Pro-Europäer für möglich gehalten hätten. Leider war diese Entwicklung krisen- und nicht strategiegetrieben, aber dennoch ist das Ergebnis positiv. Wichtiger aber noch ist es, dass diese Veränderungsdynamik einen machbaren Weg zur Vollendung der politischen Integration eröffnet hat, der jenseits der alten Pfade und Konfrontationen zwischen europäischen Föderalisten und Intergouvernementalisten liegt. Diesen Weg hin zu den Vereinigten Staaten von Europa aufzuzeigen und auszuformulieren, darum wird es in dem vorliegenden Buch vor allem gehen.

Scheinbar beklagt Fischer hier die Krise, aber »dennoch ist das Ergebnis positiv«. Die Machtelite erzeugt diese Krisen in aller Regel bewusst, um getreu der Hegelschen Dialektik (ausführliche Beweisführung mit Zitaten in meinem Buch) ihre Agenda voranzutreiben. Eine Heerschar von Ökonomen hatte vor dem Euro gewarnt und trotzdem wurde er installiert. Die Machtelite und deren Marionetten freuen sich regelrecht auf solche Krisen, wie Wolfgang Schäuble in diesem Interview zum Ausdruck bringt:

 

 

... Und in der Globalisierung brauchen wir übrigens andere Formen von internationaler Governance als der Nationalstaat. Der ist vor 100 Jahren in seinem Regelungsmonopol an seine Grenzen gestoßen. Und heute schaffen wir was Neues – ziemlich mühsam, aber nicht so hoffnungslos. Lernen können wir aus unseren Fehlern und Irrtümern. Und deswegen bin ich bei aller krisenhaften Zuspitzung im Grunde entspannt.

Moderator: Warum?

Weil, wenn die Krise größer wird, dann werden die Fähigkeiten, Veränderungen durchzusetzen, größer.

Der Nationalstaat soll also abgeschafft werden. Verschwurbelte Begriffe wie »Global Governance«, »Internationalismus«, »internationale Governance« oder »Neue Weltordnung« sollen das aus der Abschaffung der Nationalstaaten logisch abzuleitende Ziel einer »Weltregierung« verschleiern. Aber Zbigniew Brzeziński lässt ganz zum Schluss seines Buches Between Two Ages bereits 1970 die Katze aus dem Sack. Brzeziński ist Mitglied des Council on Foreign Relations – sowie Gründer und erster Direktor der Trilateralen Kommission –, damit einer der wichtigsten Agenten (Auftragnehmer) Rockefellers – und derzeitiger Sicherheitsberater Obamas. Er schreibt:

Obwohl das Ziel, eine Gemeinschaft der entwickelten Länder zu formen, weniger ambitioniert ist als das Ziel einer Weltregierung, so ist es eher erreichbar.

Hier wird also klar, dass diese »Gemeinschaften« nur Zwischenschritte sein sollen, weil das Ziel einer Weltregierung nicht so schnell zu verwirklichen ist.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten Massenmedien und Politik Hand in Hand. Im European Council on Foreign Relations sitzen Journalisten und Politiker jeglicher Couleur, obwohl ausgerechnet die Grünen mit Fischer, Cohn-Bendit und Özdemir überproportional vertreten sind. In der Februar-Ausgabe des Compact Magazin finden Sie einen Artikel von Klaus Faißner mit dem Titel »Cohn-Bendits Europa«. Gleich darauf folgt ein Artikel von mir mit dem Titel »Rockefellers Europa«. Sie werden dabei feststellen, dass sich das Europa Cohn-Bendits (bzw. der Spinelli- und Bertelsmann-Gruppe) von dem Rockefellers nicht unterscheidet. In meinem Artikel gehe ich darüber hinaus auf die wichtige Rolle der CIA bei der Gründung der Europäischen Union ein.

 

Mit vertreten im ECFR ist der Historiker und Publizist Michael Stürmer. Unter der Überschrift »Wie die USA eine neue Weltordnung schaffen wollen« schreibt er in der Welt:

Zwei Träume bestimmen von jeher Amerikas Verhältnis zur Welt, und ihre Wirkung ist heute so widersprüchlich wie vor zwei Jahrhunderten. Da ist die Neue Weltordnung – »novus ordo seclorum« heißt es auf dem Großen Siegel der Vereinigten Staaten von 1776, zu besichtigen auf jeder One-dollar-bill. Zuletzt hat noch einmal Bush senior nach dem 100 Stunden Krieg am Golf 1991 (am 11.9. 1991! Anmerkung OJ) die Verheißung wiederholt.

Sie haben richtig gelesen! Stürmer (nomen est omen) nennt hier die Pyramide mit dem allsehenden Auge als Symbol für die Neue Weltordnung, die er auch noch als »Verheißung« preist! ECFR-Kollege Wolfgang Münchau beklagt derweil im Spiegel, dass die Bankenunion in Europa noch nicht weit genug geht.

 

Dass die »Neue Weltordnung« eine sozialistische sein wird, beschrieb H.G. Wells schon 1939 in seinem Buch The New World Order (siehe dazu auch mein Interview mit den Sons of Libertas). Wir müssen aber nicht so weit zurückgehen. Joschka Fischer ließ noch Ende der 90er Jahre verlauten: »Ich entdecke mehr und mehr, wie sehr ich doch Marxist geblieben bin.« David Rockefeller sagte am 10. August 1973 der Times:

Was auch immer der Preis der chinesischen Revolution gewesen sein mag, so war sie doch offensichtlich erfolgreich, nicht nur bei der Schaffung einer effizienteren und motivierteren Verwaltung, sondern auch darin, eine höhere Moral und einen besseren Gemeinschaftsgeist zu schaffen. Das Sozialexperiment in China unter der Führung des Vorsitzenden Mao ist eines der wichtigsten und erfolgreichsten in der Menschheitsgeschichte.

Sein Auftragnehmer Zbigniew Brzeziński schrieb in Between Two Ages:

Das ist der Grund, warum der Marxismus eine weitere vitale und kreative Phase in der Reifung der universellen Vision des Menschen war. Marxismus ist der gleichzeitige Sieg des externen aktiven Menschen über den inneren passiven Menschen und der Sieg der Vernunft über den Glauben: ...

Und der Liberalismus? FDP-Chef Christian Lindner schrieb zusammen mit Hans-Dietrich Genscher, der 2001 bis 2003 Präsident des CFR-Ablegers German Council on Foreign Relations (DGAP) war, ein Buch. Dort sagt Genscher zu seinem Zögling:

Unsere Zukunft wollen wir als eine gemeinsame betrachten und als eine gemeinsame gestalten! Deshalb wurde Europa zur Zukunftswerkstatt für eine neue Weltordnung.

Mit den Grünen Fischer, Cohn-Bendit und Özdemir sitzt ein gewisser Alexander Graf Lambsdorff im European Council on Foreign Relations. Dessen Onkel Otto war Gründer der deutschen Dependance von Rockefellers Trilateraler Kommission und der Vorsitzende (Chairman) der europäischen Sektion von 1992 bis 2001. Im Spiegel vom 28.11.2011 macht seine Neffe, Alexander Graf Lambsdorff (der mit deutlich keynesianistischerer und sozialistischerer Rhetorik aufwartet als sein Onkel), Vorschläge für die Vereinigten Staaten von Europa, die sich nur in Nuancen von denen Cohn-Bendits und Joschka Fischers unterscheiden. Und rein zufällig wird eben dieser Alexander Graf Lambsdorff vor gut einer Woche zum Spitzenkandidaten der FDP zur Europawahl gekürt.

 

Glauben Sie wirklich noch, dass wir verschiedene Parteien in Deutschland haben? Dann wachen Sie, verdammt nochmal, endlich auf!

 

 

 


 

 

 

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