Saturday, 25. June 2016
23.03.2016
 
 

Gute Nacht, Phoenix!

Peter Bartels

Katastrophentage sind für Journalisten »Traumtage«. Auch wenn sie – selbstredend – zunächst tiefste Betroffenheit und Erschütterung empfinden oder heucheln müssen. Aber »an Tagen wie diesen« können sie endlich beweisen, was sie gelernt haben, wozu es sie eigentlich, trotz Internet, gibt, ja geben muss: Nachrichten liefern, schreiben, sagen, was geschah, was geschieht. Das ist beim Fernsehen nicht anders.

 

Ich habe am »Brüssel-Tag« die BBC und Phoenix gesehen. Mein Fazit: Live- vs. Laber-Journalismus!

Natürlich Phoenix zuerst. Schließlich wird der Sender ja jährlich mit Abermillionen Euro aus der Zwangsgebühren-Staatskasse dafür bezahlt, dass er »live« berichtet. Erst, wenn nix passiert, soll er Hintergründe aufarbeiten, dem Zuschauer die Welt erklären. Ein Nischensender, hauptsächlich von Journalisten, Medienleuten, genutzt. Multiplikatoren also.

 

Jetzt »Brüssel«:

 

Phoenix – Studio Bonn. Schalte nach Brüssel. Irgendwo »da hinten« der Flughafen-Eingang, auch Menschen. »Offenbar Dutzende Tote hier ... in der Metro auch«, moderiert das Studio im Tremolo. Und Phoenix-Reporter Arnim Stauth (WDR, vormals Monitor, Moskau-Korrespondent) ... offenbar weiter weg vom Tatort. Bedröppelt referiert er kurz, dass die »Täter« (vulgo: Massenmörder) wohl wieder mal aus der Migranten-Hochburg Molenbeek kämen. Und schon beginnt die Stunde des Grimme-preisgekrönten Oberlehrers: Ghetto, hohe Jugendarbeitslosigkeit, keine Perspektive, subkutan: Die Gesellschaft ist schuld, also wir ...

 

Wenig später Ralph Sina, offensichtlich Radioreporter. Der wollte morgens in der Nähe der Metro Bananen kaufen. Und legt los: Die Polizei hat wieder mal gepennt ... Jeder weiß seit Jahren, was in Molenbeek los ist ... dass da 80 Prozent Marokkaner leben ... dass der gesuchte Mörder von Paris die letzten Tage offen in Molenbeek rumstolzierte ... Dass es unsäglich sei, wenn die Mörder einfach so mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr in einen Flughafen marschieren können ... dass die Polizei in Belgien von 21 Uhr abends bis 8 Uhr morgens nichts mehr durchsuchen darf ...

 

Nach diesem ansehnlichen und hörenswerten Reporter wieder Phoenix at it´s best: Professoren, Experten, Wissenschaftler-Meinungs-Monarchen. Sie reden, dozieren, spreizen sich: der Islam im Allgemeinen, die Moslems im Besonderen.

 

Warum Fernsehen was mit Sehen zu tun hat, zeigte mir dann die altehrwürdige Tante BBC, angebliches Vorbild auch der deutschen ARD (und damit von Phoenix). Ich war auf Knopfdruck bei einem anderen Ereignis.

 

Ich sah eine verqualmte Passagierhalle, verstörte, am Boden liegende Passagiere, hektische Polizisten. Ich sah draußen auf dem Bürgersteig Verletzte, die von Helfern und Sanitätern versorgt, getröstet wurden. Ich sah eine vom Staub verdüsterte Metro, sah, wie Menschen offenbar aus einem Waggon stürzten, hörte lautes Kinderweinen. Ich sah heulende Krankenwagen, dröhnende Hubschrauber. Und offenbar überall mittendrin im Chaos BBC-Reporter: »Bis jetzt 30 Tote, 230 Verletzte...«

 

Später, im BBC-Studio in London, sah ich dann ein gigantisches Screen-Board, die Ereignisse von Brüssel in sechs Felder sortiert, auf »Touch« liefen die Bilder los, erklärte der Redakteur im Studio mir das Moslem-Massaker in Zusammenfassung, kurz, knapp, informativ.

 

Auf Phoenix laberte derweil ein gewisser Michael Immel: Am Flughafen Frankfurt sind zwar alle Flüge nach Brüssel gestrichen, ansonsten... still ruht der See!

 

Gute Nacht, Phoenix!

 

 

 

 

 

 

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