Monday, 27. June 2016
02.04.2015
 
 

Brüssel gehen die EU-phorischen Journalisten aus

Peter Harth

Eine Studie zeigt: Die Journalisten ziehen sich aus Brüssel zurück. Früher fühlten sie sich als »Teil des Projektes«, heute sind sie »desillusioniert«. Angewidert vom gesichtslosen EU-Moloch, hinter dessen geschlossenen Türen ein »demokratisches Defizit« und das »Bestreben der Eliten« herrschen. Während der Finanzkrise versucht Brüssel »obsessiv«, die Journalisten »zu kontrollieren«. Weil jetzt mehr und mehr Euro-Skeptiker im Parlament sitzen, wird ein medialer Schlagabtausch über die »Existenzberechtigung« der Union erwartet.

 

Europas Völker haben keine Lust mehr auf die Europäische Union. Die Menschen werden zu Skeptikern, ja sogar zu Feinden Brüssels – jetzt wollen offenbar auch mehr und mehr Journalisten nicht mehr. Die EU-phorie ist vorbei, ihre Berichte werden seltener und pessimistischer. Das sagt die Studie »Reporting the EU« (hier eine kurze Zusammenfassung davon) von John Lloyd und Cristina Marconi. Die Autoren haben dafür 32 führende, in Brüssel akkreditierte Journalisten befragt.

 

Die Zahl der Vollzeit-Korrespondenten schrumpft dort seit Jahren – wer bleibt, ist »leidenschaftlich desillusioniert«. Darunter auch einstige Pro-Europäer wie Dirk Schümer. Er schrieb für die FAZ über Brüssel und findet deutliche Worte (Seite 106 in der Originalstudie):

»Das Wichtigste ist das berühmte Demokratie-Defizit. Es gab eine Art Staatsstreich im Zentrum. […] Es gibt keine parlamentarische Kontrolle mehr – keine Stimme des Volkes – sogar die Spitzenfunktionäre sind damit einverstanden. Die Situation ist nicht hoffnungslos, aber verzweifelt.«

 

Lieber »Teil des Projektes« als kritischer Beobachter in Brüssel

 

Die erste Generation der Korrespondenten, das waren passionierte Europäer. Sie sahen sich als »Teil des Projektes«, nicht so sehr als seine kritischen Beobachter. Dabei ist Distanz oberstes Gebot für sauberen Journalismus. Nach den beiden Weltkriegen suchten die Journalisten offenbar das Gefühl, »auf der richtigen Seite« der Geschichte zu stehen. Heute teilen die Europa-Berichterstatter dieses Gefühl nicht mehr – sagt die Studie.

 

Die Korrespondenten gehen nicht immer freiwillig. Ihre Geschichten sind »langweilig und technokratisch«. Sie merken, »dass ihr Publikum zuhause selbst immer skeptischer wird – dem EU-Projekt sogar feindlich gesinnt ist«. Über Brüssel wird deshalb immer weniger aus Brüssel berichtet – aber berichtet wird noch. Jetzt aus den heimischen Redaktionen und mit einer nationalen Perspektive auf den EU-Moloch. Vom Zentrum in die Peripherie.

 

Hinter verschlossenen Türen: Brüssels »Elite«-Gedanke ist nicht sexy

 

Was lässt die Journalisten in Brüssel resignieren? Sie schreiben über Institutionen. Ein verwirrendes, unverständliches Konstrukt, das aber trotzdem 500 Millionen Menschen in 28 Ländern beeinflusst. Sie können nicht zeigen, was die EU eigentlich tut und warum sie es macht. Sie entzieht sich den üblichen Nachrichtenkriterien, bleibt intransparent. Die Arbeitsprozesse der EU-Kommission seien »langsam, komplex und […] schwer begreiflich«.


Geschichten funktionieren ohne Bilder nicht. Gibt es für Brüssel Bilder? Ja, aber nur negative: Gesichtslose Menschen, die in grauen Gebäuden kommen und gehen. Ihre Entscheidungen hinter verschlossenen Türen treffen. Ein »Bestreben der Eliten« (Seite 69), wie es in der Studie genannt wird. Weit weg von den Menschen, die es betrifft, aber keinen Einfluss darauf haben.

 

Wie die Korrespondenten während der Euro-Krise versagen

 

Auch das Fernsehen zieht sich aus Brüssel zurück. In Brüssel gibt es zu viele unbekannte Politiker. Ohne markante Gesichter kann es keine »Gladiatoren-Kämpfe« zeigen. Damit machen Medien in den nationalen Arenen Politik spannend. Ein Beispiel: Denken Sie an Pkw-Maut, sofort fällt ihnen das passende Gesicht dazu ein.

 

Dabei hatten die Brüsseler Korrespondenten einmal ihren ganz großen Auftritt – während der Euro- und Finanzkrise 2008 bis 2010. Das Interesse an Berichten aus Brüssel stieg rapide an, aber die Journalisten fielen bei dieser unerwarteten Prüfung durch. Sie sollten eine Krise erklären, die sie selber nicht verstanden. Es blieben nur Versuche: »mühsam«, »ermüdend«, »fürchterlich technisch«. Ohne Wirtschaftsstudium oder solide Finanzkompetenz.

 

Journalisten unter Druck – mit freundlicher Rücksicht auf die Finanzmärkte

 

In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 2010 wurde der 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm aufgespannt, um die Eurozone vor dem Kollaps zu bewahren. In einem einzigen Moment wurden »mehr Tabus gebrochen, als in der zehnjährigen Geschichte zuvor«. Wer darüber berichten wollte, musste eine »tollkühne Fantasie« haben (Seite 50).

 

Die Journalisten waren nicht nur mit sich und der Krise überfordert. Die EU-Kommission übte zusätzlichen Druck aus. »Obsessiv« versuchte sie, »die Kommunikation zu kontrollieren«. Mit freundlicher Rücksicht auf die Hektik der Finanzmärkte. Jede kritische Äußerung hätte dort Panik, Kapitalflucht und den Kollaps ausgelöst.

 

»Es hilft zeitweise, den Kaiser ohne Kleider zu zeigen«

 

Die Berichte der Korrespondenten fielen natürlich beim Publikum durch. Profitiert haben davon die EU-Skeptiker. Das sind für die Autoren Lloyd und Marconi zuerst britische Boulevard-Blätter wie Sun, Daily Mail und Daily Telegraph. In Deutschland aber auch die Bild, die mit 3,2 Millionen immer noch die größte Auflage in Europa hat. Sie nehmen eine »kämpferische Haltung gegenüber der EU« ein (Seite 4).

 

Die reagiert schroff: Diese Blätter strotzen nur so vor Ungenauigkeiten, Übertreibungen und Verzerrungen. Bisher hat das noch kein Forscher bewiesen. Im Gegenteil, die Autoren sehen die Kritik positiv: »Es hilft zeitweise, den Kaiser ohne Kleider zu zeigen – in einer Weise, in der es unterstützendes oder gar relativ neutrales Berichten nicht kann.«

 

Den Südeuropäern geht in der Krise der Glauben an Europa verloren

 

Der Gegenpol zu den Euro-Kritikern sind die südeuropäischen Zeitungen. Sie waren schon immer stark Europa-ideologisch. Doch auch in diesen Ländern, die von den Transferleistungen aus Brüssel profitiert haben, geht in der Krise der Glauben verloren. Die Studie zeigt das am Beispiel Griechenlands. Der Graben zwischen der Öffentlichkeit dort und den Technokraten in Brüssel wächst, je aussichtsloser die Krise im Land wird.

 

Athen sieht in der EU immer mehr einen Feind, die EU-Eliten betrachten das kleine Land immer mehr als ein Problem mit apokalyptischer Dimension. Ein griechischer Korrespondent in Brüssel blickt auf seine Heimat am Abgrund (Seite 57): »Wir sprechen hier nicht über eine normale Gesellschaft, sie ist auf dem Weg in die Zerstörung. Wir haben eine neue Klasse, ein Lumpenproletariat, aber dürfen nicht darüber sprechen.«

 

Gibt es für die EU noch »eine Existenzberechtigung«?

 

Die Autoren der Studie prognostizieren, dass die Zukunft noch turbulenter wird. Vor allem nimmt die Euro-kritische Berichterstattung weiter zu. Die Skeptiker erhalten Zulauf. Auf den Straßen: Die Unruhen zur Eröffnung der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt könnten nur ein Vorgeschmack sein auf das, was kommt. Im EU-Parlament: Dort sitzen immer mehr anti-europäische Parteien. In den Ländern: Diese zentrifugalen Kräfte feiern zu Hause einen Wahlerfolg nach dem anderen.

 

Das gelingt ihnen, weil Brüssel immer mehr zum Schreckensbild für kalte Technokraten wird. Denen angesichts einer ungelösten Finanzkrise nichts weiter einfällt als Spardiktate. Zum ersten Mal gibt es das »Potenzial für wirkliche Dramen und Debatten über die fundamentalsten Fragen«, z.B. ob es für die EU noch »eine Existenzberechtigung« gibt. Leider gibt es nicht mehr sehr viele Journalisten, die diese Fragen noch zu stellen bereit sind und ausgewogen darüber berichten.

 

 

 

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Leser-Kommentare (10) zu diesem Artikel

30.05.2015 | 15:00

Hans H

Die EU hat Zukunft auch wenn es uns mit Sicherheit nicht behagt. Denn die EU ist die Diktatur der Internationalen Finanzmafia allen voran der Rothschildbanken. Fast alle wichtigen Leute hat die Rothschildbank Goldmann Sachs dort eingeschleust. Unsere Regierung die von der CIA erpresst wird (Rosenholz CD) ist äusserst korrupt gegenüber dem eigenen Volk. Deshalb werden Wahlen gefälscht. Außerdem handeln fast alle Parteien Verfassungswidrig. So wie der Amtseid eine Farce ist ist...

Die EU hat Zukunft auch wenn es uns mit Sicherheit nicht behagt. Denn die EU ist die Diktatur der Internationalen Finanzmafia allen voran der Rothschildbanken. Fast alle wichtigen Leute hat die Rothschildbank Goldmann Sachs dort eingeschleust. Unsere Regierung die von der CIA erpresst wird (Rosenholz CD) ist äusserst korrupt gegenüber dem eigenen Volk. Deshalb werden Wahlen gefälscht. Außerdem handeln fast alle Parteien Verfassungswidrig. So wie der Amtseid eine Farce ist ist das gleiche Verhalten der Politiker auch bei der Verfassung zu finden. Leider hat unser Volk schon immer den mächtigen geglaubt. Und den Fremden die sie verachten, am meisten in den Allerwertesten kriechen. Was schon der Hochgradfreimauerer und Kriegsverbrecher Churchill bei der Verleihung des Karlspreises ironisch feststellte. Oder um Napoleon zu zitieren: Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit grösserer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde.


04.04.2015 | 21:16

Maria Magdalena

JA, diese EU hat keine Zukunft und wird sie so auch niemals haben. Es ist ein politisch wirtschaftliches Konstrukt, das völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Nicht die MENSCHEN zählen, sondern nur die ewig steigenden Gewinne einiger Unternehmen und die Machtgier einiger Politiker. Die von allen hart erarbeitete DEMOKRATIE, die bestenfalls eine Gemeinwöhl-Ökonomie und -ökologie als Basis(demokratisch) hat wurde verraten, vergewaltigt und gewürgt. Der MENSCH zum Personal...

JA, diese EU hat keine Zukunft und wird sie so auch niemals haben. Es ist ein politisch wirtschaftliches Konstrukt, das völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Nicht die MENSCHEN zählen, sondern nur die ewig steigenden Gewinne einiger Unternehmen und die Machtgier einiger Politiker. Die von allen hart erarbeitete DEMOKRATIE, die bestenfalls eine Gemeinwöhl-Ökonomie und -ökologie als Basis(demokratisch) hat wurde verraten, vergewaltigt und gewürgt. Der MENSCH zum Personal degradiert, als Maschine abgeschrieben und verschrottet, seine Heimat, Traditionen, Kultur und Lebensfreude geraubt. GEHEIM/GIER/GRÖSSENWAHN sind Schlachtrufe und unter diesem Deckmantel wurde unsere Verfassung genetisch verändert und ungültig. Das VOLKS-WOHL und die VOLKswirtschaft verraten und mit Pestiziden vergiftet, alle Schätze aus den Kassen und Böden geraubt, Invasoren und Raubrittern Tor und Tür geöffnet und das Land samt Bewohner den Hunden zum Fraß vorgeworfen. JA, es ist wirklich Zeit, dass diese EU-Diktatur sich auflöst und ALLE Länder sich erstmal auf sich selbst besinnen und zu Sinnen kommen (Schengen machts möglich!!! und Deutschland sollte hier für Gerechtigkeit vorausgehen). DANN, wenn JEDES Land seine Einzigartigkeit, Schönheit und Souveränität erkannt und integriert hat, DANN ist Zeit für das Auferstehen, den Sonnenaufgang-AURORA. Dann können sich all DIE Länder FREI-WILLIG!!! als Wirtschaftsgemeinschaften zusammenschließen, die MUTTER Erde samt all ihrer Bewohner und Schätze an die NR. 1 stellen. LEBEN, FREIHEIT, FRIEDEN und WOHL-SEIN für Europa - die Menschen, die Tiere, die Pflanzen, die Luft, das Wasser, den Boden, ... - UNSER ALLER LEBENsgrundlagen! Buchtipps: Michael Tellinger - UBUNTU, Jared Diamond - Kollaps


03.04.2015 | 09:20

Tomentella

Die EU wird als Einheit scheitern. Das war von Anfang an geplant. Wenn die Völker dann total am Boden und verzweifelt sind, wird ein neuer Herrscher und Diktator kommen. Er wird Europa aus der Kloake zu retten, was ihm am Beginn auch gelingt. Es gelingt ihm sogar einen Friedensvertrag zwischen Israel und Palästina zu errichten. Aber dann kommt das dicke Ende. Er wird die ganze Menschheit in den Abgrund reissen. Der Machbarkeitswahn des Menschen wird leider nie enden.


02.04.2015 | 23:44

WachtamRheinbeiRhöndorf

"€-Die Niederlage der Vernunft". Dirk Löhr. Wobei, der Eurokaiser war schon immer nackt, seine Kleider hießen ehedem Plünderung Deutschlands, Entfesselung der Kapitalverkehrsfreiheit, Vergewaltigung des ehernen EG-Prrinzips "Wettbewerb zu Standortkosten". "Die Euroklage. Warum die Währungsunion scheitern muß." Schachtschneider, Starbatty, Hankel, Nölling rororo, 1998


02.04.2015 | 20:35

Joggl

Nun! andersrum wird auch ein Schuh draus! Ich glaube eher das es gewollt ist daß gar nicht soviel Berichtet wird! Frei nach dem Motto: Was der Michel nicht weiß, macht ihn nicht heiß! Früher gab es eine Zeit der offiziellen Nachrichtensperre! Heute macht man das etwas diffiziler. So kann man Tatsachen schaffen, und der Bürger merkt es gar nicht! Diesen Verbrechern ist einfach alles zuzutrauen! Selbst zwischen 1935-1943 war mehr Ehrlichkeit am Start. Aber damals gab es auch noch...

Nun! andersrum wird auch ein Schuh draus! Ich glaube eher das es gewollt ist daß gar nicht soviel Berichtet wird! Frei nach dem Motto: Was der Michel nicht weiß, macht ihn nicht heiß! Früher gab es eine Zeit der offiziellen Nachrichtensperre! Heute macht man das etwas diffiziler. So kann man Tatsachen schaffen, und der Bürger merkt es gar nicht! Diesen Verbrechern ist einfach alles zuzutrauen! Selbst zwischen 1935-1943 war mehr Ehrlichkeit am Start. Aber damals gab es auch noch so etwas wie Ehre, doch dieses Politpack kann Ehre nicht mal von Filzläusen unterscheiden.


02.04.2015 | 20:08

Stephan Achner

Das Zusammenrücken der Völker in Europa nach Ende des 2. Weltkrieges, zuerst in Form der 1951 gegründeten Montanunion und der Unterzeichnung der Römischen Verträge in 1957, die dann 1958 zur EWG führte, war eine Verheißung nach der Zerstörung und Verwüstung ganz Europas. Frieden, Freiheit, Demokratie, Wohlstand, kooperatives Miteinander der Völker und Staaten - das war der Klang, der diese Vision so anziehend machte. Es war eine gute Vision. Die Verheißung erfüllte sich ja auch...

Das Zusammenrücken der Völker in Europa nach Ende des 2. Weltkrieges, zuerst in Form der 1951 gegründeten Montanunion und der Unterzeichnung der Römischen Verträge in 1957, die dann 1958 zur EWG führte, war eine Verheißung nach der Zerstörung und Verwüstung ganz Europas. Frieden, Freiheit, Demokratie, Wohlstand, kooperatives Miteinander der Völker und Staaten - das war der Klang, der diese Vision so anziehend machte. Es war eine gute Vision. Die Verheißung erfüllte sich ja auch teilweise - bis zu den 90er Jahren, als 1993 der Maastricht-Vertrag geschlossen und begonnen wurde, ohne Zustimmung der Bevölkerung und ohne verfassungsrechtliche Grundlagen einen Überbau in Brüssel und Straßburg zu schaffen, der die nationalen Parlamente entmachtete und die einzelnen Bürger entmündigte. Man nannte dies dann EU. Dies war und ist jedoch ein reines Elitenprojekt. Die Menschen in der gesamten EU wurden niemals befragt, ob sie das auch wollen. Man stülpte ihnen die EU einfach über. Der Turboeffekt startete dann mit der Einführung des Einheits-Euro, der einer der größten Fehler in der europäischen Geschichte ist. Heute ist die EU nur noch ein Vehikel zur Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Macht interessierter kleiner Kreise zu Lasten der 500 Millionen Bürger in der EU. Der Frieden zwischen den Völkern in Europa ist dahin. Die Freiheit der Menschen wird täglich mit Füßen getreten. Die Demokratie gibt es nur noch auf dem Papier. Der Wohlstand sinkt überall (mit Ausnahme der Banken und Spekulanten) - Massenarbeitslosigkeit macht sich breit. Das kooperative Miteinander und die Neugierde aufeinander ist einem tiefsitzenden gegenseitigen Mißtrauen gewichen. Und die Brüsseler und Straßburger EU-Funktionäre, hochbezahlt und mit üppigsten Pensionen ausgestattet, predigen das "Weiter so", verbarrikadieren sich in ihren Bunkern und fangen wie in einer Diktatur an, kritische Geister zu kontrollieren und zu sanktionieren. In den Herzen der meisten Menschen gibt es das Europa, wie man sich es nach 1945 vorgestellt hat, nicht mehr. Wenn vor diesem Hintergrund ein Journalist jetzt noch das Projekt "EU" hoch hält, der soll bitteschön nach Nordkorea gehen. Dort glaubt man ihm vielleicht noch.

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