Sunday, 26. June 2016
06.11.2015
 
 

Auch sie schaffen das nicht – Flüchtlings-Paradies Schweden kapituliert

Peter Orzechowski

Der schwedische Premier Stefan Löfven hat jetzt von Brüssel eine Umverteilung der Flüchtlinge, die in Schweden angekommen sind, verlangt. Die Zeit sei vorbei, in der Schweden die Hauptlast in der Krise tragen könne. »Wir befinden uns nun in einer extrem angespannten Situation«, erklärte der Ministerpräsident am Mittwoch in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP weiter. Warum kapituliert auf einmal das Land, das als Flüchtlings-Mekka gilt?

 

Schweden erwartet dieses Jahr bis zu 190 000 Flüchtlinge. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl entspräche dies 1,6 Millionen Migranten für Deutschland. Und damit hat Schweden die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit erreicht. 58 Prozent der schwedischen Sozialleistungen gehen an Migranten. Im nächsten Jahr muss das skandinavische Land 6,3 Milliarden Euro für die Bewältigung des Migrantenstroms aufbringen. Das meldet jetzt die schwedische Einwanderungsbehörde.

 

Von 2017 bis 2019 rechnet die Behörde sogar mit jährlichen Kosten von 7,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Auf deutsche Verhältnisse und eine 6,4 Mal größere deutsche Wirtschaftsleistung übertragen entspräche das hierzulande einer Summe von fast 48 Milliarden Euro – im Jahr.

 

Den Haushalt für das Jahr 2015 haben die Migranten schon gesprengt. Jetzt müssen alle Ministerien Sparvorschläge vorlegen, berichtet die Stockholmer Tageszeitung Svenska Dagbladet.

 

Wie in Deutschland hat die Dynamik der immer mehr anschwellenden Zuwanderung jede Planung und Vorbereitung über den Haufen geworfen. In ihrer Not hat die rot-grüne Minderheitsregierung von Ministerpräsident Löfven zusammen mit Teilen der Opposition jetzt einen 21-Punkte-Plan beschlossen: Unter anderem sollen die Kommunen mehr Geld bekommen.

 

Auch das Asylrecht wird geändert: Asylbewerber sollen nur noch Aufenthaltsgenehmigungen für drei Jahre erhalten, der Familiennachzug soll beschränkt werden. Tatsächlich ist die bislang besonders großzügige Regelung des Familiennachzugs für viele Migranten der entscheidende Grund, nach Schweden zu kommen.

 

An der gegenwärtigen Notlage ändern diese Maßnahmen nichts: Zum Jahresende fehlen in Schweden 45 000 Schlafplätze für Migranten. Zehntausende werden den schwedischen Winter wohl in beheizten Zelten verbringen müssen.

 

Die Stimmung ist gekippt

 

Zur Verzweiflung über den aktuellen Migranten-Tsunami kommen in Schweden grundsätzliche Zweifel über die Richtigkeit der bisherigen Einwanderungspolitik. So wünschen sich 59 Prozent der Schweden nach neuesten Meinungsumfragen eine striktere Asylpolitik.

 

Seit vielen Jahren nimmt kaum ein Land relativ zur Bevölkerung so viele Flüchtlinge und Asylbewerber auf wie Schweden: Im vergangenen Jahr kamen 110 000 Migranten, vor drei Jahren waren es 103 000. 1980 machten Einwanderer aus der nicht-westlichen Welt nur ein Prozent der Bevölkerung aus. Heute sind 16 Prozent der Bevölkerung Einwanderer, vor allem aus dem Mittleren Osten und aus Afrika.

 

Das Problem und vermutlich der Grund für die Missstimmung in der Bevölkerung: Die Integration der nicht-europäischen Zuwanderer ist weitgehend gescheitert. Nur 52 Prozent von ihnen arbeiten – gegenüber 84 Prozent der gebürtigen Schweden. Aber auch jene Zuwanderer, die den Sprung ins Erwerbsleben schaffen, bleiben zurück: Im Schnitt verdienen sie 40 Prozent weniger als gebürtige Schweden. 40 Prozent der Nichteuropäer in Schweden gelten als arm, gegenüber zehn Prozent der gebürtigen Schweden.

 

Dem Frieden im Lande ist das nicht dienlich. Das zeigt ein Blick in Schwedens Gefängnisse: 26 Prozent aller Gefängnisinsassen sind Ausländer und Migranten – und 50 Prozent all jener Häftlinge, die wegen schwerer Straftaten zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt wurden, so das britische Magazin The Economist.

 

Die Mehrheit der Personen, denen Mord, Vergewaltigung und Raub vorgeworfen wird, sind Einwanderer entweder der ersten oder der zweiten Generation, berichtet die kanadische Zeitung The Globe and Mail.


Dass der Frieden im Land gestört ist, zeigte sich auch Ende Juli in der südschwedischen Stadt Malmö. Damals kam es bereits zu Bombenanschlägen und Unruhen im vorwiegend von Ausländern bewohnten Stadtteil Rosengård. Der Economist berichtete, dass die Lage der Migranten dort äußerst angespannt sei: 80 Prozent der Einwohner seien Einwanderer, die aus Afrika, dem Nahen Osten und Osteuropa kommen. Die Arbeitslosigkeit liege bei 62 Prozent. Brennende Autos, Straßenschlachten mit der Polizei: In anderen schwedischen Städten brodelt es seit der Verschärfung der Flüchtlingskrise ebenfalls.

 

Bleibt als Fazit: An Geld und Willkommenskultur haben es die Schweden gewiss nicht fehlen lassen. Im Gegenteil, sie haben ihren Sozialstaat für alle Flüchtlinge, Asylbewerber und Migranten weit geöffnet. Und trotzdem stehen sie jetzt vor hunderttausendfach gescheiterter Integration. Was die kanadische The Globe and Mail zu einer nachdenklichen Frage führt: »Seit Jahrzehnten hat Schweden Flüchtlinge auf besonders großzügige Weise willkommen geheißen. Wenn es dort nicht funktioniert, wo dann?«

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (33) zu diesem Artikel

06.11.2015 | 14:22

erik

Das Problem ist nicht das Geld(kann man drucken),sondern die "geistige Verwässerung" der Schwedische Cultur.


06.11.2015 | 14:00

Frank

Was Lövfen im Kopf hat, wie die anderen seiner Art - von Soros und Rothschild und CIA, NATO etc organisiert- ist, den Nachbarländern (Norwegen, Baltikum, Island, Finland, ja sogar das immer noch von Polen Russland und Litauen okkupierte Ost-Deutschland) den Asylantismus aufzuzwingen; Um das zu erreichen täuschen sie ihr Volk; Sie werden weiteren ethnischen Schund aus der Dritten Welt importieren freilich und weiter in die genannten Länder befördern. Schon 1905 hatte Rudolf...

Was Lövfen im Kopf hat, wie die anderen seiner Art - von Soros und Rothschild und CIA, NATO etc organisiert- ist, den Nachbarländern (Norwegen, Baltikum, Island, Finland, ja sogar das immer noch von Polen Russland und Litauen okkupierte Ost-Deutschland) den Asylantismus aufzuzwingen; Um das zu erreichen täuschen sie ihr Volk; Sie werden weiteren ethnischen Schund aus der Dritten Welt importieren freilich und weiter in die genannten Länder befördern. Schon 1905 hatte Rudolf Steiner davor gewarnt, dass der Asylantismus bewusst im Westen zur Zerstörung Europens MItte (Deutschen Raum also) gewollt war. Anthroposophen hatten die Hitlerregierung aufgeklärt. Die Nürnberger sog. Rassengesetze waren zum Schuze des Deutscehn Volkes da, als Antwort auf diese unheimlichen Provokatienen. Bezeichenderweise ist deren Abschaffung das aller erste was die Alliierten (als satanische jüdische Wallstreet- und Gulagagenten gegen den Impuls Sankt Michaels als Schutzgeist der Deutschen in unserer Zeit) sich vornahmen. Für die kulturelle, wirtschaftliche, politischen und ethnische Zerstörung Europas haben sie ja zwei Weltkriege organisiert und entfesselt, und werden in diesem Sinne weiter tun, da die Satanische Konspiration langfristig arbeitet und GENAU weiss, was sie will, im Gegensatz zum Hauptteil des Kopf- und Herzlos PK-konform-verworren gewordenen Deutschen, das sich selbst aus Feigheit und Opportunismus mental aussichtslos mit all den Auschwitzlügen eingesperren lassen hat.


06.11.2015 | 13:17

frieda

wie hält das der (UN)Rechtsstaat Israel: Gefängnis oder one-way ticket home, bezahlt durch das privat gedruckte FIAT-Money der Fed. Ende.


06.11.2015 | 12:36

Kutte

Immer heißt es Merkel muss weg! Was kommt danach? Wird es besser mit Schäuble? Wird es besser mit Gabriel? Wird es besser mit von der Leyen? oder wer sonst? Es gehören alle weg! aber was dann?


06.11.2015 | 11:51

Gast

@wili_winzig:"Deren politischen Entscheidungen stützen sich nicht auf Analyse und Fakten, sondern auf Überzeugung, Annahme und Ideologie. Und das kann nur schief gehen, wie wir gerade sehen!" So ist es: Unser ganzes System ist so aufgebaut: Eva kommt aus Adams Rippe - Milliarden Menschen glauben dieser Ideologie und rechtfertigen damit die Unterdrückung der Frauen. Eine Ideologie dient nur zum Vorwand einer dahinterstehenden Taktik wie Unterdrückung und im extremsten...

@wili_winzig:"Deren politischen Entscheidungen stützen sich nicht auf Analyse und Fakten, sondern auf Überzeugung, Annahme und Ideologie. Und das kann nur schief gehen, wie wir gerade sehen!" So ist es: Unser ganzes System ist so aufgebaut: Eva kommt aus Adams Rippe - Milliarden Menschen glauben dieser Ideologie und rechtfertigen damit die Unterdrückung der Frauen. Eine Ideologie dient nur zum Vorwand einer dahinterstehenden Taktik wie Unterdrückung und im extremsten Fall der Genozid, der ja auch immer so wunderbar erlösend und heilend in den Versprechungen kommt. Analysiert man zum Beispiel die Gleichberechtigung der Frauen so bleibt nur die Versklavung der Frauen übrig - und das ist mit Fakten zu beweisen! Gepredigt wird hingegen die Ideologie (für mich die Idiotie) der Gleichberechtigung der Frauen. Die Intellektuellen, die fähig zur Analyse waren, wurden immer von den roten und braunen Faschisten getötet. Selbst ein Studium entspricht heute nur noch einer Ideologie, die es auswendig zu lernen gilt! Mit Intelligenz hat das schon lange nichts mehr zu tun, deshalb sind so viele Menschen in der Oberschicht irre und sie sehen genauso aus!


06.11.2015 | 11:35

Gabi

Ich01 10.58,hab das auch schon vor einiger Zeit gelesen. Wenn man das aber nicht aus berufenem Mund hört, glaubt man so eine Schweinerei nicht.Oder besser gesagt, man möchte sie nicht glauben.

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