Tuesday, 27. September 2016
28.01.2016
 
 

Experten: Der IS trainiert in Bosnien für den Angriff auf Europa

Peter Orzechowski

Europäische Experten vermuten Trainingslager des Islamischen Staates (IS) in der EU; ihre russischen Kollegen machen auf die hohe Zahl von Radikalen in der Balkanregion aufmerksam. Eine italienische Zeitung berichtet von Grundstückskäufen des IS in Bosnien. Und die New York Times deckt auf, wie die CIA mit saudischem Geld syrische Rebellen ausgebildet hat.

 

Vorab einige Fakten: Die europäische Polizeibehörde Europol warnt in ihrem jüngsten Bericht: Neben IS-Trainingslagern in Syrien (und denen in Jordanien und in Katar – dazu gleich mehr) gebe es kleinere Lager in der EU und in Balkanländern. Die IS-Anwerber seien dabei, die Newcomer zu testen, um deren Kampfausbildung und Zielstrebigkeit zu prüfen.

 

Ähnliches sagt Alexej Malaschenko, Experte des Carnegie Moscow Center gegenüber sputniknews. Quelle der möglichen Terrorgefahr in Europa seien vor allem die Balkanländer. Wegen zahlreicher Sicherheitsprobleme sei es in diesen Ländern leichter, Trainingslager einzurichten.

 

Dazu muss man wissen, dass rund ein Fünftel aller Terroristen des IS aus Westeuropa kommt. Der Zustrom aus Belgien soll besonders aktiv sein.

 

Auf den Plätzen zwei bis fünf rangieren Dänemark, Schweden, Frankreich und Österreich. Dies ist das Ergebnis einer Studie des International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence. Der US-Sender CBS hat das Papier in dieser Woche veröffentlicht.

 

IS kauft Grundstücke an der Grenze zu Kroatien


Entfacht hat die Diskussion um die IS-Ausbildungslager in Europa ein Bericht der angesehenen italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. Radikale Islamisten hätten mit Geldern aus Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten in Bosnien mehrere Hektar Grund erworben, heißt es da. In der Gegend sollen sich etwa 2000 Salafisten und Wahhabiten aufhalten. Kroatische Medien hatten bereits vor zwei Jahren über diese Entwicklung berichtet.

 

Im Nordwesten Bosniens hätten sich im Kanton Bihać die Wahhabisten zwischen Velika Kladusa und Bu in zahlreichen Gruppen organisiert, behauptet die Mailänder Zeitung. Die Ortswahl sei nicht zufällig: Das Dorf Bosanska Bojna liegt nur wenige hundert Meter von der bosnisch-kroatischen Grenze entfernt. Der Corriere war dort und schildert den »Grenzübergang« in den Schengen-Raum als einen kleinen Feldweg mit morschen Balken und einem »Stopp«-Schild.

 

Geleitet werde die islamistische Europa-Außenstelle von dem Imam Husein Bosnić, der sich Bilal nennt. Er sei der wichtigste Anwerber von europäischen Dschihadisten. Er soll schon in Schweden, Österreich, Slowenien und in Italien aktiv gewesen sein. Im Dezember wurde er in Italien zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er Männer rekrutiert hat, die terroristische Handlungen begehen sollten.

 

Der Corriere erklärt, warum sich die Radikalen gerade in Bosnien niedergelassen haben: Im jugoslawischen Sezessionskrieg begingen sowohl die katholischen Kroaten als auch die muslimischen Bosnier zahlreiche Gräueltaten. Bis zu diesem Bruderkrieg galten die bosnischen Muslime als gemäßigt und keinesfalls radikal. Doch im Jugoslawien-Krieg seien radikale Aufhetzer aus der Golf-Region nach Bosnien gekommen. Vor dem Hintergrund des brutalen Krieges war die Radikalisierung leicht zu bewerkstelligen.

 

In der Region gibt es wegen dieses Krieges noch große Bestände an Waffen und Munition. Igor Golijanin, Generalstabschef des Ministeriums für Sicherheit in Bosnien: »Die Kugeln des Attentats auf Charlie Hebdo wurden in Mostar hergestellt, die Kalaschnikows von den November-Angriffen stammen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Paris hat uns um Überprüfung gebeten, wir arbeiten zusammen.«

 

Die Finanzierung der Zellen wird von den Golf-Staaten getragen: Golijanin sagt, dass Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate in der Region investieren.

 

Mittlerweile gebe es rund 2000 Fundamentalisten, wie Salafisten oder Wahhabiten. »Sie starten im Wald, sammeln die beste Armee zusammen und sterben dann als Märtyrer«, so die Erkenntnisse der bosnischen Ermittler. Für die Niederlassung in Bosanska Bojna hat Katar 200 000 Dollar bezahlt. Die Salafisten würden die Enklave Gornja Maoca im Nordosten kontrollieren, weitere Zentren befinden sich in Teslić, Osve, Maglaj, Gluha Bovica, Mehurići und Zenica.

 

Zlatko Popović, ein Polizist im Ruhestand, sagte der Zeitung, dass es kein Zufall sei, dass der Imam und seine Anhänger sich in der Gegend niedergelassen haben. Das Stück Land sei von außen nicht einsehbar, es gebe keine Kontrollen und man befinde sich ganz in der Nähe von EU-Staaten. Das wissen laut Popović sowohl der Imam als auch seine Sponsoren aus Katar, daher das Interesse an Bosnien.

 

Saudische Milliarden und CIA-Waffenausbildung für die syrischen Rebellen


Katar, aber vor allem Saudi-Arabien sind es auch, die den Terror in Syrien finanzieren. Wie die New York Times berichtet, arbeiten die Central Intelligence Agency (CIA) der USA und das General Intelligence Directorate (GID) der Saudis seit 2013 gemeinsam am Projekt Timber Sycamore. Der Deal: Die Saudis liefern Geld und Waffen, die CIA bildet die Rebellen am Sturmgewehr AK-47 (»Kalaschnikow«) und an Panzerabwehrraketen aus. Bisher seien mehrere Milliarden Dollar dafür aus Riad geflossen, schreibt die NY Times, die sich auf »Interviews mit sechs US-Offiziellen und Quellen aus verschiedenen Golf-Staaten« beruft.

 

Timber Sycamore sei nur die Fortsetzung ähnlicher Vereinbarungen zwischen den USA und Saudi-Arabien seit 1945, schreibt die NY Times. Auf die gleiche Weise – saudische Waffen und saudisches Geld plus amerikanische Ausbildung – habe man zahlreiche Konflikte in der Welt ausgetragen, von Angola bis Afghanistan (als es sowjetisch besetzt war).

 

Im aktuellen syrischen Bürgerkrieg hätten neben den Saudis auch Katar und die Türkei Geld und Waffen an die Aufständischen geliefert, so die Zeitung. Eingekauft wurden die Waffen in Osteuropa und – so schließt sich der Kreis – auf dem Balkan. Ausbildungsorte der CIA sind eine Basis in Jordanien und eine in Katar, so die NY Times.

 

 

 

 


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