Thursday, 26. May 2016
12.10.2013
 
 

Chemiewaffen in Syrien: Westliches Militärbündnis und Israel unterstützen weiterhin mit al-Qaida verbundene Rebellen

Prof. Michel Chossudovsky

Wie umfassend dokumentiert ist, verfügen die Rebellen der Al-Nusra-Front über Chemiewaffen. In einer ungewöhnlichen Verdrehung lässt ein Bericht der Nachrichtenagentur United Press International (UPI) am 9. August durchblicken, dass eher als die syrische Regierung die mit al-Qaida verflochtenen Rebellen der Schabhat an-Nusra li Ahl asch-Scham (»Verteidigungsfront für das syrische Volk«, kurz: Al-Nusra-Front) eine Bedrohung der Sicherheit Israels darstellten, eine absurde Vorstellung.

Israel befürchte, Chemiewaffen könnten sozusagen »in die falschen Hände« fallen:

»Loyal zum syrischen Präsidenten Baschar al-Assad stehende Einheiten haben den Verteidigungsring der Rebellen um die im Norden Syriens gelegene Stadt Aleppo durchbrochen, um einen größeren Chemiewaffenstützpunkt zu sichern. Sollten sie die Stellung dort halten

können, wäre das eine große Hilfe für die Experten der Vereinten Nationen (UN), die damit beauftragt sind, Assads Chemiewaffenarsenal zu zerstören.

 

Die ausgedehnte Einrichtung bei al-Safirah gehört zu den wichtigsten Zentren für Kriegführung mit chemischen Kampfstoffen in Syrien und wurde massiv von den Rebellen, zu denen auch kompromisslose Dschihadistengruppen wie die Al-Nusra-Front gehören, bedroht.

Ein Albtraumszenario für Israel und führende Vertreter des Westens sieht so aus, dass die Dschihadisten sich aus den großen Chemiewaffenvorräten Assads bedienen und das tödliche Nervengas Sarin und VX an sich nehmen.« (UPI, 9. Oktober 2013)


Wie vom amerikanischen Nachrichtensender CNN bestätigt wurde, wurden die Rebellen von westlichen Spezialeinheiten im Gebrauch von Chemiewaffen unterwiesen. Darüber hinaus unterstützte Israel die Al-Nusra-Front von den Golanhöhen aus, warum also um alles in der Welt sollten die Al-Nusra-Rebellen eine Gefahr für die Sicherheit Israels darstellen?

 

Der Bericht verweist auf die Tatsache, dass UN-Inspektoren vor Ort bestätigt haben, dass die eigentliche Gefahr von den Al-Nusra-Rebellen ausgehe:

»Die Einnahme al-Safirahs durch Regierungstruppen, wo sich auch eine schwer bewachte Einrichtung befindet, in der Nervengase für den Waffeneinsatz hergestellt werden, könnte es den UN-Spezialisten erleichtern, einen erheblichen Teil der Massenvernichtungswaffen Assads zu vernichten.

Die Truppen Assads, die von mobiler Artillerie und Luftangriffen unterstützt wurden, durchbrachen am Montag den Belagerungsring der Rebellen, um die Chemiewaffenfabrik bei al-Safirah, wo sich wichtige militärische Anlagen befinden, zu schützen. Al-Safirah liegt außerhalb der strategisch wichtigen Stadt Aleppo.

…Am 3. Oktober eroberten Regierungstruppen die Stadt Khanasser in der Nähe Aleppos zurück. Damit kontrollieren sie die wichtige Autostraße nach al-Safirah, was den Assad-Truppen vier Tage später den Durchbruch nach al-Safirah ermöglichte.

›Diese Entwicklung wird selbst von den USA begrüßt werden, deren Ablehnung des Assad-Regimes gegenwärtig von der Sorge um die Sicherung der Chemiewaffen in Syrien überlagert wird‹, sagte ein Vertreter des amerikanischen Unternehmens Stratfor [einer Denkfabrik, die sicherheitspolitische Analysen erstellt].« (UPI, 9. Oktober 2013)

Diese Entwicklung würde von den USA begrüßt?

 

Washington hat die mit al-Qaida eng verbundenen Rebellen seit Beginn des Bürgerkriegs unterstützt, und das schließt auch den Angriff der Rebellen auf al-Safirah ein. Darüber hinaus waren, wie aus Israel berichtet wird, die NATO und das türkische Oberkommando bereits seit Mitte 2011 an der Anwerbung von Mudschahedin beteiligt, die dann zum Kämpfen nach Syrien geschickt wurden:

»… eine Kampagne zur Anwerbung von Tausenden moslemischer Freiwilliger aus Ländern des Nahmittelostens und der moslemischen Welt, die an der Seite der syrischen Rebellen kämpfen sollten. Die türkische Armee würde für die Unterbringung dieser Freiwilligen sorgen, sie ausbilden und sie auf sicheren Wegen nach Syrien schleusen…

Die NATO-Strategen denken eher daran, große Mengen an Raketen zur Panzer- und Luftabwehr sowie schwere Maschinengewehre in die Zentren des Protestes zu schicken, um so die bewaffneten Regierungskräfte zurückschlagen zu können.« (DEBKAfile, »NATO to give rebels anti-tank weapons«, 14. August 2011)

Die etablierten Medien verschweigen allerdings, dass die Rebellenhochburg in der Provinz Aleppo im Wesentlichen mit Unterstützung der USA und ihrer Verbündeter wie der Türkei, Saudi-Arabien und Katar, die für die Lieferung von Waffen und die Entsendung von Spezialeinheiten über die türkische Grenze nach Syrien sorgten, aufgebaut wurde.

 

Aus Militärkreisen wird bestätigt, dass die syrischen Rebellen seit Mitte 2011 »von türkischen Offizieren in provisorischen Einrichtungen in türkischen Militärstützpunkten in der Nähe der syrischen Grenze im Gebrauch der neuen Waffen unterwiesen wurden« (DEBKAfile, ebenda).

 

 

 

 


 

 

 

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