Sunday, 26. June 2016
07.11.2013
 
 

Die Ermordung Jassir Arafats wurde von der israelischen Regierung angeordnet: »Wir werden die angemessene Art und Weise und den angemessenen Zeitpunkt auswählen, Arafat zu töten«

Prof. Michel Chossudovsky

Die gerichtsmedizinischen und kriminaltechnischen Untersuchungen von Proben, die dem Leichnam Jassir Arafats von einer Gruppe Schweizer Wissenschaftler entnommen worden waren, haben erhebliche Spuren an radioaktivem Polonium-210 nachgewiesen. Arafats Leiche war bereits im November 2012 exhumiert worden. Die Proben wiesen »in den Rippenknochen, im Becken und im Erdreich, in das seine Körperflüssigkeiten eingesickert waren, Mengen an Polonium auf, die um das 18-Fache über dem Normalwert liegen«. Diese Ergebnisse werfen die weitergehende Frage auf, die zu stellen die Medien bisher vermieden haben: Wer steckt hinter der Ermordung Jassir Arafats? Die Antwort auf diese Frage lieferte die israelische Regierung bereits 2003, also ein Jahr vor seinem Tod.

Im September 2003 verabschiedete die israelische Regierung ein Gesetz, in dem beschlossen wurde, Arafat loszuwerden. Das israelische Kabinett für Sicherheitsangelegenheiten »beschloss, Arafat zu beseitigen, weil er ein Hindernis für

den Friedensprozess darstellt«. Die eigentliche Ermordung des Palästinenserpräsidenten 2004 war Teil umfangreicherer militärischer und geheimdienstlicher Pläne, die Palästinensische Autonomiebehörde endgültig zu zerschlagen.

 

In den jüngsten Berichten und Artikeln wird unterschlagen, dass die außergerichtliche Tötung 2003 vom israelischen Sicherheitskabinett angeordnet worden war. Später wurde sie dann durch die USA bestätigt, die ihr Veto gegen eine UN-Sicherheitsrats-Resolution einlegten, in der diese Entscheidung des israelischen Sicherheitskabinetts, Arafat loszuwerden, verurteilt wurde.

 

Die Ermordung Jassir Arafats war seit 1996 unter »Operation Dornenfeld« Bestandteil der Planungen


In einem Dokument, das im Oktober 2000 »von den israelischen Geheimdiensten auf Anordnung des damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak vorbereitet wurde«, heißt es: »Arafat als Person stellt eine schwere Bedrohung der Sicherheit des Staates [Israel] dar, und der Schaden, der durch sein Verschwinden ausgelöst würde, fiele geringer aus als der Schaden, der durch seine Existenz bewirkt wird.« (Zitiert nach: Tanya Reinhart, »Evil Unleashed, Israel’s move to destroy the Palestinian Authority is a calculated plan, long in the making«, in: Global Research, Dezember 2001. Teile des Dokuments wurden am 6. Juli 2001 von der israelischen Zeitung Ma’ariv veröffentlicht.)

 

Im August 2003 erklärte der damalige israelische Verteidigungsminister Schaul Mofaz den »Militanten«, die er als »zum Töten freigegeben« bezeichnete, den »totalen Krieg«.

    »Mitte September verabschiedete die israelische Regierung ein Gesetz, um Arafat loszuwerden. Das israelische Kabinett für Sicherheitsangelegenheiten ›beschloss, Arafat zu beseitigen, weil er ein Hindernis für den Friedensprozess darstellt‹. Mofaz drohte: ›Wir werden die angemessene Art und Weise und den angemessenen Zeitpunkt wählen, um Arafat zu töten‹. Der palästinensische Minister Saeb Erekat erklärte gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CNN, er gehe davon aus, dass Arafat das nächste Ziel sein werde. CNN fragte dann den Sprecher Scharons, Ra’anan Gissin, ob diese Entscheidung die Ausweisung Arafats bedeute. Gissin erklärte: ›Dies ist nicht gemeint. Das Kabinett hat heute beschlossen, dieses Hindernis zu beseitigen. Über die Zeit, die Methode, die Art und Weise, wie dies geschehen soll, wird separat entschieden, und die Sicherheitsdienste werden die Situation beobachten und Vorschläge über eine angemessene Aktion ausarbeiten.‹« (Siehe dazu: Trish Shuh, »Road Map for a Decease Plan«, auf: www.mehrnews.com, 9. November 2005.)

Die Ermordung Arafats war Teil des »Dagan-Plans« aus dem Jahr 2001 und wurde aller Wahrscheinlichkeit nach vom israelischen Geheimdienst ausgeführt.

Dahinter stand die Absicht, die Palästinensische Autonomiebehörde zu zerschlagen, Spannungen und Spaltungen innerhalb der Fatah sowie zwischen Fatah und Hamas zu schüren. Mahmud Abbas ist ein palästinensischer »Quisling«. Mit Zustimmung Israels und der USA, die die paramilitärischen Einheiten und Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde finanzieren, wurde er zum Fatah-Vorsitzenden gekürt.

(Dieser Text wurde im Januar 2009 verfasst und ist Teil des Artikels »The Invasion of Gaza: ›Operation Cast Lead‹, Part of a Broader Israeli Military-Intelligence Agenda«.)

     

     

 


 

 

 

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