Thursday, 28. July 2016
24.10.2012
 
 

Schwedische Politikerin stößt kontroverse Diskussion über »Chemtrails« an

R. Teichmann

Die Vorsitzende der schwedischen Umweltschutzpartei Miljöpartiet in der Stadt Vingåker, Pernilla Hagberg, löste in den etablierten Medien Schwedens eine hitzige Diskussion über die so genannten »Chemtrails« aus. Eine breite öffentliche Debatte über diese rätselhaften Flugzeug»abgase«, die über unseren Köpfen künstliche Wolken bilden, ist seit Langem überfällig – nicht nur in Schweden, sondern überall.

Die Diskussion entbrannte, als sich diese mutige Politikerin zu einem Foto äußerte, auf dem Chemtrails zu sehen waren, die aber als »Kondensstreifen« bezeichnet wurden. Im Folgenden finden Sie die Übersetzung des Zeitungsartikels, der die Debatte auslöste.[1]

»Abgeordnete von seltsamen Phänomenen überzeugt

Die Vorsitzende der Umweltschutzpartei in Katrineholm, Pernilla Hagberg, protestierte gegen die Bildunterschrift eines Fotos, das in der Zeitung Katrineholm-Kuriren abgedruckt worden  war und auf dem – so hieß es zumindest in der Bildunterschrift – [Flugzeug-] Abgase oder Kondensstreifen zu sehen waren. Nach ihrer Überzeugung werden [durch Flugzeuge] Viren und Schwermetalle [in der Atmosphäre] versprüht, um das Wetter zu beeinflussen.

›So genannte Chemtrails enthalten verschiedene Zusammensetzungen chemischer Substanzen und manchmal sogar von Viren. Es ist schon beunruhigend, sie an einem blauen Himmel zu sehen und mitzuerleben, dass sie sich dort den ganzen Tag hartnäckig halten. Manchmal kommt es vor, dass die Sonne den ganzen Tag verdeckt ist.‹ Pernilla Hagberg erklärte weiter, mithilfe von Chemtrails wolle man das Wetter kontrollieren und die Sonneneinstrahlung und die Natur beeinflussen. Sie wisse nicht genau, wer für diese Chemtrails verantwortlich sei, nehme aber an, dass damit die Absicht verbunden sei, die Kontrolle über die globalen Märkte sowie über die Preisentwicklung bei Rohstoffen und Nahrungsmitteln zu verstärken. ›Dinge dieser Art werden von den USA und Russland gesteuert und stehen in Verbindung zum Militär‹, fuhr Pernilla Hagberg fort.« (Katrineholms-Kuriren, 20. September 2012)

Zeitgleich zum Erscheinen dieses Artikels griffen auch andere Zeitungen die Meldung auf[2], aber man vermag leicht zu erkennen, wie die eigentliche Aussage verdreht und ins Lächerliche verkehrt

wurde, um Pernilla Hagberg zu diskreditieren:

 

»Politikerin: CIA versprüht Gift über Schweden

Über Schweden werden chemische Substanzen, Viren und Schwermetalle versprüht –  durch die CIA und die Regierung.

So etwa könnte man die Auffassung der Vorsitzenden der Parlamentsfraktion der Umweltschutzpartei zusammenfassen. ›Wir müssen das technische Personal an den Flugzeugen davon überzeugen, derartige Container nicht mehr in die Flugzeuge zu laden‹, erklärte Pernilla Hagberg.« (Aftonbladet 20. September 2012)

Die Zeitung Katrineholms-Kuriren veröffentlichte die Thesen Hagbergs, die von praktisch allen einschlägigen Wissenschaftlern als Verschwörungstheorien zurückgewiesen wurden, in der Donnerstag-Ausgabe:

»Freisetzung von Gift

Pernilla Hagberg sah ein Foto in der Zeitung, in dessen Bildunterschrift es hieß: ›Flugzeug erzeugt Abgasschwaden oder Kondensstreifen‹. Aber nach ihrer Überzeugung handelt es sich bei diesen Streifen um so genannte Chemtrails, d.h. Gifte, die von Flugzeugen [in der Atmosphäre] ausgebracht werden, um das Wetter gezielt zu beeinflussen. ›Dies ist heute in Schweden ein sehr ernst zu nehmendes Phänomen. Diese Streifen enthalten eine Vielzahl chemischer Substanzen, Viren und Schwermetalle wie Aluminium, die das Wettergeschehen beeinflussen sollen.‹

Es geht um Macht

Nach Pernilla Hagbergs Auffassung stehen die CIA und der amerikanische Geheimdienst NSA (National Security Agency) hinter diesen Vorgängen. ›Die gezielte Beeinflussung des Wettergeschehens und die Möglichkeit, dies zur Verfolgung eigener Zwecke tun zu können, ist für Machtstrukturen sehr verlockend und vielversprechend. Auch die schwedische Regierung könnte daran beteiligt sein‹, sagte sie.

Forderung nach Untersuchung der Angelegenheit

Sie betonte, sie äußere sich als Privatperson und nicht als Vertreterin der Umweltschutzpartei. Aber sie versprach, sich im Falle ihrer Wiederwahl dafür einzusetzen, die Chemtrails zu stoppen. ›Wir haben es hier mit einer sehr kontroversen und sensitiven Problematik zu tun. Licht in diese Angelegenheit zu bringen, ist von großem Interesse. Ich kenne verschiedene Politiker, die dieses Problem gerne zur Sprache bringen würden, sich aber nicht trauen.‹

Wie würden Sie jetzt weiter vorgehen, um die Chemtrails zu stoppen?

›Zunächst müssen wir die Flugzeugtechniker davon überzeugen, die Flugzeuge nicht mehr mit diesen Tankcontainern [mit den gefährlichen Inhalten] zu beladen. Im Kern geht es darum, seine eigenen Ängste zu überwinden.‹ Aber Pernilla Hagberg erhält von Meteorologen nicht viel Unterstützung. Anette Levin vom schwedischen Meteorologischen und Hydrologischen Institut SMHI erklärte: ›Ich glaube dies definitiv nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand das Wetter auf diese Weise beeinflussen will.‹

Einfache Erklärungsversuche

›Die Streifen, die man hinter einem Flugzeug am Himmel erkennen kann, können auf einfache Weise erklärt werden‹, sagte sie weiter. ›Wenn der Flugzeugtreibstoff verbrennt, entstehen kleine Partikel. Und wenn die Luftfeuchtigkeit hoch genug ist, bilden sich auf diesen Partikeln kleinste Wassertröpfchen, die dann als Kondensstreifen zu erkennen sind. Manchmal halten sie sich lange Zeit, ein anderes Mal lösen sie sich schnell wieder auf. Das hängt alles von der Luftfeuchtigkeit ab, in der sich das Flugzeug gerade bewegt‹, erklärte Anette Levin.

Einige Mitglieder der Umweltschutzpartei haben sich von den Theorien Pernilla Hagbergs distanziert. ›In Sachen Umweltschutz gibt es viele andere Probleme, um die man sich kümmern muss. Es hat keinen Sinn, solche abwegigen Dinge zur Sprache zu bringen‹, kommentierte Gudrun Lindvall, die örtliche Leiterin der Umweltschutzpartei in Katrineholm gegenüber dem Katrineholms-Kuriren.«

 

Tatsachen

Im Internet gedeihen Verschwörungstheorien

»Chemtrails« gehören zu einer im Internet weit verbreiteten Verschwörungstheorie, nach der chemische und biologische Gifte von Flugzeugen in großer Höhe in der Atmosphäre versprüht werden. Viele Anhänger dieser Theorie sind überzeugt, eine Verschwörung aus Beamten, Regierungen und Sicherheitsbehörden sei für die Freisetzung dieser Gifte verantwortlich. Die von den Flugzeugen hinterlassenen Streifen werden oft als »Beweise« angeführt. Aber nach Angaben von Meteorologen entstehen diese Streifen ganz normal bei der Kondensation von Wasser, wobei die Abgasteilchen als Kondensationskern dienen. Für die Theorie von »Chemtrails« gebe es keine wissenschaftlichen Beweise.

 

Jeder, der im Internet recherchiert, findet schnell heraus, dass Wetterbeeinflussung durch die Freisetzung von Substanzen aus Flugzeugen seit mehr als 40 Jahren gang und gäbe ist.

 

Maßnahmen dieser Art sind z.B. unter der Bezeichnung »Wolkenimpfung« bekannt und wurden in der Anfangszeit von kleinen Flugzeugen in geringer Höhe durchgeführt. Heute werden Großflugzeuge in großen Höhen eingesetzt und man bezeichnet das Ganze als »stratosphärisches Geo-Engineering« [d.h. als bewusste und großflächige Eingriffe in geochemische oder biogeochemische Großsysteme]. Aus unabhängigen Forschungen geht hervor, dass Chemtrails Aluminium und Barium enthalten.

 

Selbst die amerikanische Kriegsmarine räumt ein, dass kleine Aluminiumpartikel (so genannte »Chaffs«) versprüht werden[3]. Ohne Zweifel bestehen im Zusammenhang mit Chemtrails Verbindungen zum Militär, man muss lediglich [im Internetbrowser] den Suchbegriff »Weather Warfare« (»Wetterkriegführung«) eingeben und erhält beispielsweise das folgende Ergebnis (Hervorhebungen vom Verfasser):

»In einem Forschungsbeitrag, der 1996 für die US-Luftwaffe verfasst wurde, wird über den zukünftigen Einsatz von Nanotechnologie bei der Erzeugung ›künstlichen Wetters‹ spekuliert. So sollen Wolken mikroskopisch kleiner Computerteilchen, die alle miteinander kommunizieren, einen intelligenten Nebel bilden, der dann zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden könnte. ›Derzeit existieren noch keine Technologien zur Erzeugung künstlichen Wetters. Aber sollten sie einmal entwickelt werden, stiege die Bedeutung ihrer potenziellen Anwendungen rasch an. Techniken der Wetterbeeinflussung werden als ›Wirkungsverstärker mit einer enormen Kraft‹ bezeichnet, die ›im ganzen Spektrum der Kriegsschauplätze eingesetzt werden könnten‹[4]

Jeder, der immer noch an der Existenz von Chemtrails zweifelt, wie etwa die schwedische Meteorologin, die die Aussage Pernilla Hagbergs bezweifelte, ist entweder schlecht informiert oder versucht, eine mutige Politikerin lächerlich zu machen, die eine unbequeme Wahrheit ausspricht. In diesem Zusammenhang ist auch erhellend, dass Mitglieder der Miljöpartiet glauben, sich von den Erklärungen Hagbergs distanzieren zu müssen. Die Wahrheit auszusprechen kann heutzutage für eine politische oder wissenschaftliche Karriere gefährlich werden. Pernilla Hagberg verdient unsere volle Unterstützung. Sie erreichen sie unter pernilla.hagberg@yahoo.com.

 

Verschwörung oder Verschwörungstheorie?

Chemtrails sind eine Tatsache und keine Verschwörungstheorie – die Unterdrückung von Informationen zu diesem Sachverhalt seitens der etablierten Medien und die Versuche, alle diejenigen lächerlich zu machen und persönlich zu verunglimpfen, die es wagen, ihre Stimme zu erheben, erfüllen allerdings den Tatbestand einer Verschwörung.

 

 


[1] Katrineholms-Kuriren, 20. September 2012

[2] Aftonbladet, 20. September 2012

[3] »Effects of Navy chaff release on aluminum levels in an area of the Chesapeake Bay«, PubMed. US National Library of Medicine, Juni 2002;

[4] »Weather as a Force Multiplier: Owning the Weather in 2025«, US Air
Force
; abgefragt am 17. April 2012.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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