Wednesday, 25. May 2016
01.05.2014
 
 

»Deeskalation«: Kanadische Kampfflugzeuge starten zur NATO-Unterstützung in Richtung Osteuropa

Redaktion

Sechs kanadische Kampfflugzeuge vom Typ CF-18 Hornet sowie einige Hundert kanadische Soldaten sind in Richtung Rumänien aufgebrochen, um die NATO-Streitkräfte in Osteuropa zu unterstützen. Über Umfang und Ausmaß der Mission besteht Unsicherheit. Auf jeden Fall handelt es sich aber um die größte Verlegung von Kampfflugzeugen aus einem anderen NATO-Mitgliedsland nach Rumänien seit Beginn der Krise in der Ukraine.

»Es herrscht viel Unsicherheit über unsere Aufgaben dort«, erklärte Generalleutnant Yvan Blondin auf einer Pressekonferenz zusammen mit Verteidigungsminister Rob Nicholson auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagotville in der Nähe der Stadt Saguenay in der kanadischen Provinz Québec, wo die Flugzeuge auch stationiert sind.

 

Blondin vermutete, die Soldaten nähmen möglicherweise an Routinemanövern teil, aber er wisse nicht genau, worum es bei der Mission eigentlich gehe. »Wir wissen nicht genau, wie lange wir dort bleiben werden. Aber wir werden so lange dort bleiben, bis die Regierung uns erklärt, es sei an der Zeit, zurückzukehren«, sagte er weiter.

 

Die sechs Kampfflugzeuge sind bereits unterwegs und werden von einem Transportflugzeug vom Typ C-17 begleitet, das Ersatzteile, Werkzeuge und andere Ausrüstung geladen hat. Die Flugzeuge flogen zunächst in Richtung Island. Dort wurden sie vom Zentralkommando des kanadischen Verteidigungsministeriums darüber informiert, wo sie in Rumänien, das an die Ukraine grenzt, stationiert sein werden. Alles in allem sind damit etwa 250 kanadische Soldaten an dieser NATO-Mission beteiligt.

 

Verteidigungsminister Rob Nicholson erklärte in der Nachrichtensendung CBC News: »Wir wollen damit Russland eine Botschaft senden und zugleich unseren Verbündeten versichern, dass wir entsprechende Maßnahmen unternehmen und in Übereinstimmung mit den Stellungnahmen der NATO deutlich machen, dass das bisherige Vorgehen Russlands inakzeptabel ist und wir in diesem Punkt eine eindeutige Position beziehen.«

 

Erst vor wenigen Tagen hatten Großbritannien und Frankreich acht Kampfflugzeuge nach Litauen und Polen verlegt, um die dortige NATO-Luftverteidigung zu verstärken. Polnische und britische Kontingente haben am Mittwoch damit begonnen, im Luftraum über den baltischen Staaten zu patrouillieren.

 

Diese Patrouillenflüge sollen mindestens vier Monate anhalten, berichtete die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Zu diesem Kontingent gehören etwa 100 Soldaten, darunter Techniker, Ärzte, Bodenpersonal, Kommunikationsexperten und andere Spezialisten.

 

In der vorangegangenen Woche hatte der amerikanische Außenminister John Kerry seine Kriegsrhetorik verschärft. »Wenn Russland den Weg der Deeskalation einschlägt, wird die internationale Gemeinschaft – wir alle – dies begrüßen. Tut Russland das nicht, wird die Welt sicherstellen, dass die Kosten für Russland weiter wachsen werden. Und wie Präsident Obama heute noch einmal bekräftigt hat, sind wir bereit zu handeln«, sagte Kerry.

 

Am Montag forderte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu seinen amerikanischen Amtskollegen Chuck Hagel auf, mit dafür zu sorgen, die Rhetorik im Zusammenhang mit der Ukraine herunterzufahren. »Der russische Minister bezeichnete die Verstärkung der amerikanischen und NATO-Truppen und deren Aktivitäten in Osteuropa als beispiellos. Er unterstrich darüber hinaus die Tatsache, dass diese Maßnahmen von provokativen Erklärungen des NATO-Generalsekretärs über die Notwendigkeit, Russland zurückzuhalten, begleitet werden«, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums.

 

 

 

 


 

 

 

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