Thursday, 29. September 2016
14.01.2016
 
 

»Soldaten Odins«: Finnische Einwanderungsgegner wollen auf den Straßen patrouillieren

Redaktion

Rechtsextreme Bürgerwehren versuchen, durch Patrouillen in den Straßen finnischer Städte mit Flüchtlingsunterkünften polizeiliche Funktionen zu übernehmen. Die Gruppe Soldaten Odins, deren Mitglieder immer schwarze Jacken tragen, behauptet, sie wolle die einheimischen Finnen vor den Flüchtlingen schützen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

 

Die finnischen Behörden zeigen sich angesichts der Aktivitäten der Gruppe, deren Mitgliederzahl inzwischen in die Hunderte geht, zunehmend besorgt. Es wird zwar behauptet, die Ansichten der Gruppe würden von der Mehrheit der Finnen abgelehnt, aber die einwanderungskritische und islamfeindliche Gruppe spiegelt die Unzufriedenheit vieler Europäer mit dem Umgang mit der Flüchtlingskrise wider, die gegenwärtig ein beispielloses Ausmaß erreicht hat. Nach Angaben der finnischen Zeitung Karjalan Heili besitzt die Gruppe über das ganze Land verstreut etwa 500 Mitglieder.

»Wir reagieren auf die Tatsache, dass hier viele unterschiedliche Kulturen zusammentreffen. Dies löst Ängste und Besorgnis in der Bevölkerung aus. Wir haben damit begonnen, eine Gruppe von Leuten zusammenzubringen« erklärte Mika Ranta, einer der Aktivisten gegenüber der finnischen Tageszeitung Aamulehti »Das drängendste Problem entstand, als wir über Facebook erfuhren, dass neue Asylbewerber auf das Gelände von Grundschulen eindrangen und nach jungen Mädchen Ausschau hielten.«

 

Die »Soldaten Odins« nennen sich nach dem Göttervater Odin in der nordischen Mythologie, der auch als Kriegs- und Totengott gilt. Die Gruppe wurde Ende 2015 in der nordfinnischen Stadt Kemi gegründet, die sich in Lappland in der Nähe der Grenzstadt Tornio befindet. Aus dem benachbarten Schweden versuchen zahlreiche Flüchtlinge und Einwanderer nach Finnland einzureisen.

 

Die Mitglieder der Gruppe nehmen für sich in Anspruch, für die Sicherheit der einheimischen Bevölkerung zu sorgen, da die Polizei in dieser Frage versage. Die Gruppe macht die »islamistischen Eindringlinge« für die Zunahme der Kriminalität verantwortlich und verbreitet Plakate, auf denen »Einwanderer sind nicht willkommen« zu lesen ist.

 

Auch wenn genaue Zahlen über den behaupteten Anstieg der Verbrechenszahlen noch nicht vorliegen, berichtete die finnische Polizei über Fälle, bei denen »Männer ausländischer Herkunft« in der finnischen Hauptstadt Helsinki in der Silvesternacht Frauen belästigt hätten. Auch bei anderen öffentlichen Veranstaltungen sei es in letzter Zeit zu Übergriffen gekommen.

 

Aus Polizeiakten geht hervor, dass sich in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres die Zahl der gemeldeten Fälle sexueller Belästigung im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum von 75 Fällen auf 147 Fälle fast verdoppelt hat. In den Unterlagen sind allerdings keine Informationen über die ethnische Zugehörigkeit der Straftäter enthalten.

 

Die finnische Regierung und die Sicherheitsbehörden haben sich besorgt über die »Soldaten Odins« geäußert, die rechtsextreme Tendenzen aufweisen und als Unterstützer neonazistischer Umtriebe eingestuft werden. Die Behörden befürchten, die Bürger könnten dazu ermuntert werden, polizeiliche Funktionen zu übernehmen.

 

»Extremistische Kräfte führen in den Straßen Patrouillen durch. Das erhöht die Sicherheit in keiner Weise«, erklärte der finnische Innenminister Petteri Orpo im finnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Yleisradio »Freiwillige Kräfte sind nicht berechtigt, Gewalt einzusetzen.« Bisher wurden keine Zusammenstöße zwischen Einwanderern und den Soldaten Odins berichtet.

 

»Anzugreifen gehört nicht zu unseren Prinzipien, sondern nur Verteidigung«, sagten drei Mitglieder der Gruppe aus der ostfinnischen Stadt Joensuu gegenüber Aamulehti, »Wir alle haben das Recht, uns zu verteidigen, wenn wir angegriffen werden. Wir verteidigen uns und dann rufen wir die Polizei.«

 

2015 nahm Finnland mehr als 30 000 Asylanträge an. Die meisten Asylbewerber stammen nach Angaben der Einwanderungsbehörde aus dem Irak. Gegenwärtig versucht Finnland, die Zahl der Flüchtlinge, die über die Fähren täglich aus Deutschland über die Ostsee ins Land drängen, zu begrenzen. Zunehmend werden Personenkontrollen durchgeführt.

 

Finnland ist nicht das einzige nordeuropäische Land, das versucht, die Zahl der Asylbewerber zu deckeln. Dänemark will in dieser Woche wieder Grenzkontrollen an seiner Südgrenze zu Deutschland einführen, während das Nachbarland Schweden erklärte, es werde die Personenkontrollen zum ersten Mal seit den 1950er Jahren verstärken.

 

Dänische Parlamentsabgeordnete unterstützen mit überwältigender Mehrheit ein Gesetz, das es den Behörden vor Ort ermöglichen würde, Bargeld und Wertgegenstände, deren Wert 10 000 Kronen (etwa 1 340 Euro) übersteigt, von Asylbewerbern zu beschlagnahmen. Nach Ansicht der Regierung ist ein solches »Vermögen« für Flüchtlinge und Arbeitslose übermäßig hoch.

 

Schweden beschloss im Dezember ebenfalls weitere Maßnahmen, um mit dem Flüchtlingsstrom fertig zu werden. Der schwedische Einwanderungsminister erklärte, sein Land sei aufgrund fehlender Kapazitäten nicht mehr in der Lage, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

 

Die regierende schwedische Mitte-Links-Koalition bestätigte, dass mit Beginn des Jahres 2016 regelmäßig Personenkontrollen auf allen Verkehrswegen, die in das Land führen, durchgeführt würden, da das Land kaum noch in der Lage sei, mit dem schier endlosen Zustrom von Flüchtlingen nach Schweden fertigzuwerden. Darüber hinaus will die schwedische Regierung ein Gesetz einbringen, das im Notfall die Sperrung der Öresundbrücke, die Schweden mit Dänemark verbindet, ermöglicht.

 

Dänemark hat im vergangenen Jahr etwa 18 000 Flüchtlinge aufgenommen, während Schweden insgesamt etwa 190 000 Asylbewerbern Zuflucht gewährte.

 

Angesichts der Versuche, die Flüchtlingsströme zu begrenzen haben rechtsextreme, einwanderungsfeindliche Gruppen deutlich an Popularität zugelegt. In einer neuen Umfrage erklärten drei von fünf EU-Bürgern, sie lehnten den Zustrom von Flüchtlingen aus nichteuropäischen Ländern ab. In Deutschland hat sich die islamkritische Bewegung PEGIDA, deren Einfluss als marginal bezeichnet wird, vor allem in Dresden zu einem Sprachrohr derjenigen entwickelt, die mit der Flüchtlingssituation unzufrieden sind.

 

In Schweden legte die einwanderungskritische Partei Die Schwedendemokraten in den Umfragen deutlich zu, obwohl sie in den Medien als »fremdenfeindlich« und »rassistisch« bezeichnet wurde.

 

 

 

 

 

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