Wednesday, 19. June 2013
12.07.2012
 

Die NATO und Russland verstärken ihre militärische Präsenz im östlichen Mittelmeer, Frankreich verlegt weitere Einheiten in die Golfregion

Redaktion

Sowohl die NATO, die vorgibt, sich in den Konflikt in Syrien nicht einzumischen, als auch Russland, das bekräftigt, ein ausländisches militärisches Vorgehen gegen das Assad-Regime zu verhindern, verlegen starke Marineeinheiten in das östliche Mittelmeer in die Gewässer vor der syrischen Küste.

Ein russischer Flottenverband aus mindestens elf russischen Kriegsschiffen wurde aus Stützpunkten der russischen Flotte im Kaspischen Meer, dem Schwarzen Meer und in der Nordsee kreuzenden Einheiten abgezogen und befindet sich derzeit zu Manöverzwecken auf dem Weg zur syrischen Küste. Die NATO ihrerseits verlegte ihren Schnellen Maritimen Eingreifverband 2 (Rapid Response Maritime Group 2) in die gleichen Gewässer. Zu diesem Verband werden noch fünf israelische Kriegsschiffe

hinzustoßen. Zugleich verstärkte das westliche Bündnis seine Aufklärungsflüge über dem Mittelmeer, die vom deutschen Luftwaffenstützpunkt in Geilenkirchen aus gestartet werden.

 

 

Dieser massive militärische Aufmarsch wird offiziell mit den umfangreichen Luft- und Seemanövern begründet, die Syrien am 8. Juli begonnen hat. Mit diesem Manöver, in deren Zentrum die Abwehr eines ausländischen Angriffs stand, greift Syrien die iranische Praxis ständiger Manöver auf, mit denen die Verteidigung gegen simulierte westliche oder israelische Angriffe geübt werden soll. Das Manöver begann mit dem Abschuss zahlreicher Boden-See-Raketen, die die Abwehr von See und von der Küste her gegen angreifende feindliche Schiffe und Landungseinheiten simulierten.

 

Etwa zur gleichen Zeit begann der Iran ein Großmanöver im Süden des Landes, bei dem es darum ging, potenzielle Angriffe aus der Richtung des Golfs von Oman und des Golfs von Aden zurückzuschlagen. In beiden Regionen befinden sich zahlreiche amerikanische Luftwaffenstützpunkte.

 

Militärkreise berichten, hierbei handele es sich um die ersten gleichzeitigen und aufeinander abgestimmten syrisch-iranischen Militärmanöver gegen einen Angreifer, die von einem gemeinsamen Hauptquartier aus, das zu diesem Zweck in Damaskus eingerichtet wurde, kommandiert wurden.

 

Der Öffentlichkeit gegenüber wurden diese koordinierten Manöver zwar so dargestellt, als ginge es darum, ein ausländisches Eingreifen in den Syrien-Konflikt zu verhindern, tatsächlich bereiten sich beide Länder wohl auf einen möglichen amerikanischen Angriff auf iranische Nukleareinrichtungen vor. In Militärkreisen der Golfstaaten und Europas geht man davon aus, ein solcher Angriff sei für Oktober, also in drei Monaten, geplant.

 

Hochrangige saudische Prinzen, die über enge Verbindungen zu ihren jeweiligen Streitkräften und Geheimdiensten verfügen, erklärten in aller Offenheit gegenüber arabischen und westlichen Regierungsvertretern, die sich kürzlich zu Besuchen in Riad aufhielten, die USA und möglicherweise auch Israel stünden vor einem Krieg gegen den Iran. »Die Entscheidung ist bereits getroffen«, erklärten sie. Lediglich das genaue Datum stehe noch nicht fest. Ein Angriff wäre sowohl vor wie auch nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen am 6. November denkbar.

 

Diese Einschätzung wird durch Berichte bekräftigt, nach denen Frankreich in den arabischen Emiraten erhebliche Marinekräfte konzentriert. Der französische atomgetriebene Flugzeugträger Charles de Gaulle soll in Kürze im französischen Marinestützpunkt in Port Zayed einlaufen, der sich an der Nordostküste Abu Dhabis genau gegenüber der strategisch wichtigen Straße von Hormus befindet. Zugleich verstärkt Frankreich seine Luftwaffeneinheiten auf dem Stützpunkt Al Dhafra, wo sie in der Nachbarschaft zu starken amerikanischen Luftwaffeneinheiten stationiert werden sollen.

 

Quelle: DEBKA

 

 

 

 


 

 

 

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