Wednesday, 28. September 2016
10.09.2013
 
 

Internationalen Experten liegen Beweise dafür vor, dass Bilder der Opfer des Chemiewaffenangriffs in Syrien am 21. August manipuliert wurden

Redaktion

Auf einer UN-Menschenrechtskonferenz in Genf erklärten verschiedene Redner, Teile des Film- und Bildmaterials des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs auf Außenbezirke der syrischen Hauptstadt Damaskus am 21. August seien bereits vor dem Angriff erstellt worden. Den Konferenzteilnehmern wurden Material und Stellungnahmen internationaler Experten, Persönlichkeiten der syrischen Öffentlichkeit und russischen Journalisten, die über den Syrienkonflikt berichten, vorgelegt, die in ihrer Gesamtheit die Ablehnung Russlands gegenüber einem amerikanischen Militärschlag untermauern, hieß es in einer Verlautbarung des russischen Außenministeriums.

Nach Auffassung der Redner handelte es sich bei dem vermuteten Sarin-Giftgasangriff aller Wahrscheinlichkeit nach um eine gezielte Provokation der Rebellengruppen. Ein militärisches Vorgehen gegen die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad würde wahrscheinlich

zahlreiche zivile Opfer fordern und zu einer humanitären Katastrophe führen, die die gesamte Region in Mitleidenschaft zöge. Ein amerikanischer Angriff ohne ein Mandat des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (UN) verletze das Völkerrecht und müsse von den UN verhindert werden, wie einige der Redner ausführten.

 

Wie das Ministerium weiter berichtete, wurden die Beweise für die russische Einschätzung, darunter zahlreiche Augenzeugenberichte und die Ergebnisse von Untersuchungen des Chemiewaffenzwischenfalls durch Aktivisten, einer UN-Expertenkommission übergeben, die mit Untersuchungen der syrischen Krise befasst ist.

 

Die Regierung Obama bekundete nach den Berichten über zahlreiche Todesopfer in Ost-Ghuta, einem Außenbezirk von Damaskus, ihre feste Absicht, militärisch in Syrien einzugreifen. Bei dem Angriff sollen nach amerikanischen Schätzungen bis zu 1400 Menschen getötet worden sein. Washington macht für den Tod dieser Menschen einen Angriff der syrischen Armee mit chemischen Waffen auf Rebelleneinheiten verantwortlich und erklärte, man plane eine Strafaktion, um den Einsatz von Chemiewaffen in Zukunft zu verhindern.

 

Russland ist demgegenüber überzeugt, dass der Chemiewaffenzwischenfall eine gezielte Provokation der syrischen Rebellen war, die eine »Operation unter falscher Flagge« durchführten, um die USA zu einem direkten militärischen Eingreifen zu bewegen und von der Schwächung der syrischen Armee infolge der erhofften amerikanischen Intervention zu profitieren.

 

Immer mehr Einschätzungen und Artikel untermauern die russische Auffassung. Sowohl Augenzeugen als auch ehemalige amerikanische und britische Geheimdienstmitarbeiter und auch verschiedene Europäer, die erst kürzlich aus der Rebellen-Gefangenschaft freikamen, halten den Angriff für einen provokativen Akt der Rebellen.

 

In den letzten Tagen wurde ein Vorschlag vorgelegt, der die Spannungen vielleicht verringern kann. Dabei geht es um die russische Initiative, die syrische Regierung solle ihr Chemiewaffenarsenal internationaler Kontrolle unterstellen und auch einer späteren Zerstörung der Waffen zustimmen. Zudem solle Syrien der internationalen Chemiewaffenkonvention beitreten, die die Entwicklung, die Herstellung sowie den Besitz und die Weitergabe von Chemiewaffen verbietet. Auch China unterstützt diesen Vorschlag, während Syrien nach positiven Signalen des Außenministers noch keine Entscheidung getroffen hat.

 

Die USA reagierten gemischt auf diesen diplomatischen Vorstoß. Das amerikanische Außenministerium erklärte, Außenminister John Kerry, der anfänglich selbst eine Übergabe der Chemiewaffen durch Assad gefordert hatte, halte den Vorschlag für »einen rein rhetorischen Schritt«, der nicht ernst gemeint sei. Er gehe nicht davon aus, dass Assad tatsächlich abrüsten würde. Später erklärte Präsident Barack Obama, ein solcher Schritt von Damaskus würde ihn dazu veranlassen, ein militärisches Vorgehen erst einmal auszusetzen.

 

Wie RussiaToday inzwischen erfuhr, planen syrische Rebellen möglicherweise einen Angriff mit chemischen Waffen auf Israel, wobei sie aus einer Region heraus zuschlagen wollen, die offiziell von der Regierung kontrolliert wird. Dies würde eine weitere massive Eskalation in Gang setzen und fast alle Hoffnungen auf eine Milderung der Spannungen zerstören.

 

 

 

 


 

 

 

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