Samstag, 10. Dezember 2016
08.08.2014
 
 

NATO plant gemeinsame Manöver mit Ukraine und lädt Poroschenko zu Gipfel ein

Redaktion

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat gemeinsame Truppenübungen des nordatlantischen Bündnisses mit der Ukraine angekündigt. Außerdem gehe er davon aus, dass der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am NATO-Gipfel in Wales teilnehmen wird, so Rasmussen auf einer Pressekonferenz in Kiew.

 

Bei der Veranstaltung erläuterte der NATO-Generalsekretär, dass das Bündnis mit der Ukraine bei der Planung von Verteidigungsmaßnahmen genauso kooperieren werde wie bei Reformen von Militär und staatlichen Institutionen. Wiederholt erklärte Rasmussen, dass man bereit sei, die Ukraine zu beraten und ihr zu assistieren.

»Als Zeichen unserer starken Unterstützung und Solidarität haben wir beschlossen, gemeinsam mit der Ukraine ein Sondertreffen in Wales durchzuführen. Ich freue mich darauf, Poroschenko dort begrüßen zu können«, sagte der NATO-Generalsekretär.

 

Erst im Juli hatte die NATO im Schwarzen Meer Manöver abgehalten, da allerdings wegen der Unruhen im eigenen Land noch ohne die Ukraine. Hauptzweck der Truppenübung war es, die Zusammenarbeit zwischen den Marineeinheiten unterschiedlicher NATO-Staaten zu verbessern. Die »Sea Breeze« getauften Manöver werden seit 1997 jedes Jahr durchgeführt.

 

Rasmussen betonte, dass die Zusammenarbeit mit Russland zunächst weiter ausgesetzt bleibt. Er gab Moskau die Schuld an den Unruhen im Osten der Ukraine:

»Wir erkennen keine Veränderungen im russischen Verhalten. Wir haben keine andere Wahl, als unsere Zusammenarbeit mit Russland in sämtlichen Bereichen auszusetzen. Betroffen davon sind Projekte wie Afghanistan, Terrorismus, Drogen und Piraterie«, so Rasmussen. »Die Zusammenarbeit bleibt ausgesetzt, bis Russland beginnt, sich an die Gründungsdokumente zu halten, die die Kooperation zwischen der NATO und Russland regeln.«

Rasmussen sagte, dass Russland 20.000 Soldaten in die Nähe der ukrainischen Grenze verlegt habe und möglicherweise eine Invasion seines Nachbarn plane. Russland solle nicht »die Bewahrung des Friedens als Entschuldigung dafür nutzen, Krieg zu führen«, so Rasmussen.

 

Im April hatte die NATO angekündigt, wegen der Ukraine-Krise die komplette militärische und zivile Zusammenarbeit mit Russland auszusetzen. Man werde allerdings den politischen Dialog fortführen, so das Bündnis. Gleichzeitig intensivierte die NATO die Zusammenarbeit mit der Ukraine in Sicherheitsfragen und beschloss ein Paket an Maßnahmen, die die Kooperation mit anderen NATO-Partnern in Osteuropa stärken sollen.

 

Er gehe davon aus, so Rasmussen damals, dass die Kooperation zwischen Russland und der NATO in Afghanistan fortgesetzt werde. Dabei geht es unter anderem um die Ausbildung von Drogenbeamten, die Wartung der Hubschrauber der afghanischen Luftwaffe und um eine Transitstrecke aus dem Land. Später allerdings verkündete ein ranghoher Bündnisvertreter, dass die Entscheidung auch die Drogen- und Hubschrauberprojekte betreffe.

 

»Wir suchen nach anderen Möglichkeiten, die Drogenbeamten auszubilden, sei es durch andere Behörden oder in Zusammenarbeit mit anderen Partnern«, so der NATO-Vertreter. Auch die Kooperation zwischen NATO und Russland bei der Hubschrauberwartung werde unterbrochen.

 

 

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Leser-Kommentare (23) zu diesem Artikel

11.08.2014 | 17:47

klaus

Wann treten wir endlich aus der NATO aus? Soll mir doch niemand erklären, dass ein psychisch-gestörter Sekretär nicht mehr zu bremsen ist. Unsere Bundesbehörde ist zu einer Abnick-Behörde mutiert.


10.08.2014 | 13:01

HJM

Kopp exclusiv 32/14 _Notizbuch_ Krieg in Europa? Kurz und knapp die Absichten der USA dargestellt! Für mich leider mehr als plausibel. Können wir Europäer nur zuschauen? Haben Frau Merkel und Ihr schwaches Gefolge keinen Amtseid geleistet? Alles nur Affentheater mit tötlichem Ausgang?


09.08.2014 | 19:57

EVH

Wie oft stand der Satz: "Ich/ Wir hatte(n) keine andere Wahl"?! Eine Wahl gibt es IMMER, wenn man will ! Daß eine Putschregierung derartig hofiert wird, ist schon beleidigend, politisch blind ist es ohnehin.


09.08.2014 | 14:45

geka

Der Amtseid der Politiker hat lediglich deklaratorischen Charakter, also völlig unverbindlich. Also mal wieder Volksverdummung. Unsere Pappenheimer wissen schon warum dieser Eid unverbindlich ist.


09.08.2014 | 10:53

Ulrich

Donner@, es könnte sein, dass die die Mehrzahl der Menschheit vernichten wollen. Wir "Verschwörungstheoretiker" haben da schon seit vielen Jahren Informationen zu dem Thema. Auf die Gefahr hin, von anderen Kommentatoren "niedergemacht" zu werden, weise ich hier nur einmal auf die von riesigen "blackbudgets" finanzierten unterirdischen Basen und Städte hin, die es auf der ganzen Welt, besonders aber in den USA gibt. Die sind durch unterirdische...

Donner@, es könnte sein, dass die die Mehrzahl der Menschheit vernichten wollen. Wir "Verschwörungstheoretiker" haben da schon seit vielen Jahren Informationen zu dem Thema. Auf die Gefahr hin, von anderen Kommentatoren "niedergemacht" zu werden, weise ich hier nur einmal auf die von riesigen "blackbudgets" finanzierten unterirdischen Basen und Städte hin, die es auf der ganzen Welt, besonders aber in den USA gibt. Die sind durch unterirdische Hochgeschwindigkeitszüge miteinander verbunden. Die Betreiber und Bewohner haben dort alles, was man zum Leben braucht: Trinkwasser, Strom, Landwirtschaft, Industrie, Forschungszentren, und so weiter...Dort können sie also einen globalen Atomkrieg überstehen. Sie sind die heimlichen Herrscher nicht nur der USA. Schon die Präsidenten Eisenhower und Kennedy haben in bemerkenswerten Reden 1961 darüber berichtet. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, was die da dann nach einem Atomkrieg ewig lange machen wollen...Diese Unmenschen würden sich doch wahrscheinlich nach und nach gegenseitig umbringen...hier kommt meine Vorstellungskraft jetzt auch an Grenzen...


09.08.2014 | 10:09

dowi

Rassmussen,als Lügner von Putin überführt,für diesen Menschen wird es Zeit ihn in eine Zwangsjacke zu stecken.Er ist wie sein Herrchen Obama ein Kriegstreiber der angeklagt werden müsste.

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