Sunday, 31. July 2016
24.02.2012
 
 

Syrien-Aktion unter falscher Flagge: Wie westliche Kräfte Präsident Assad siebzehn tote Kinder unterjubeln wollen

Redaktion

Es ist besorgniserregend: Ein Krieg in Syrien wird immer wahrscheinlicher. Dafür scheinen den westlichen Mächten alle Mittel recht zu sein. Die neuesten beunruhigenden Informationen stammen von unabhängigen Journalisten aus Russland und den USA. Diese berichten aktuell über eine bevorstehende Medienaktion unter falscher Flagge, nach der die westliche Presse heute umfangreich darüber berichten wird, dass die Streitkräfte des syrischen Präsidenten Assad angeblich mehr als ein Dutzend Kinder, es wird die Zahl siebzehn genannt, habe ermorden lassen. Das sei jedoch definitiv unwahr, so unser USA-Korrespondent Webster Tarpley, der sich auf russische Quellen vor Ort beruft.

Nach Tarpleys Bericht wurde diese Falschmeldung von dem arabischen Sender Al Jazeera in die Welt gesetzt, um die heutige Konferenz der »syrischen Freunde« in Tunesien zu steuern. Die toten Kinder, deren Fotos heute wahrscheinlich weltweit kursieren werden, seien jedoch schon vorher umgebracht worden, und zwar von den Todesschwadronen der NATO. Ziel dieser abscheulichen Unternehmung sei die Erzeugung einer Atmosphäre der Hysterie, um auf der heutigen Konferenz der »Freunde Syriens« in Tunesien, die unter der Schirmherrschaft der NATO tagen soll, und an der auch Bundesaußenminister Westerwelle und US-Außenministerin Clinton teilnehmen, die

Stimmung gegen die syrische Regierung weiter aufzustacheln. Hier soll zwar »der Druck auf das Unrechtsregime Assads erhöht werden«. Doch es stehe zu befürchten, dass die westliche Kriegslobby an Boden zunehmend verliert.

 

Die Informationen stammen laut den unabhängigen Journalisten aus zuverlässigen russischen Quellen in Damaskus. Demnach sei davon auszugehen, dass innerhalb weniger Stunden der Sender Al Jazeera heute eine großangelegte Provokation lancieren werde, so Tarpley. Diese Konferenz der so genannten Gutmenschen in Tunesien, die heute beginnt und in Wahrheit andere Ziele als Frieden in Syrien im Auge habe, drohe sonst als Fiasko auszugehen: Der Boykott durch  Russland, China, Libanon und weitere Länder von weiteren Sanktionen beziehungsweise Eingriffen dürfte nämlich so gut wie sicher sein. Ebenso  schwächt die zunehmende Zersplitterung der syrischen Opposition die NATO-Bemühungen eines baldigen Krieges.

 

Wie aktuell in der Mainstreampresse berichtet wird, haben die Vereinten Nationen und die Arabische Liga den ehemaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan zum Sondergesandten für die Syrienkrise berufen. Dieser werde heute auf eine friedliche Lösung der Krise drängen – gemeinsam mit einem arabischen Stellvertreter, heißt es dazu.

 

Weiter heißt es in anderen Meldungen: »Unterdessen bereitet die Europäische Union neue Sanktionen gegen Syrien vor. Bei einem Außenministertreffen in der kommenden Woche in Brüssel sollen weitere syrische Regierungsmitglieder auf die Liste der bereits Sanktionierten gesetzt werden, sagte ein ranghoher EU-Vertreter. Die Sanktionen umfassen das Einfrieren von Vermögen sowie Einreiseverbote für Regierungsvertreter, Kommandeure der Sicherheitskräfte und andere als verantwortlich für Menschenrechtsverletzungen erachtete Personen. Weitere Beschränkungen könnten auch gegen die syrische Notenbank, den Import von Edelmetallen aus dem Land sowie gegen Frachtflüge verhängt werden, sagte der EU-Vertreter«.

 

Das Portal wsws.org berichtet zur heute bevorstehenden Konferenz in Tunesien unter der Überschrift: »USA und ägyptische Junta wollen syrische Opposition bewaffnen« folgendes:

 

»Es ist jetzt schon klar, dass das Treffen die Grundlage für Regimewechsel und eine militärische Intervention in Syrien legen wird. Der Gastgeber der Konferenz, der tunesische Außenminister Rafik Abdessalem von der islamistischen Ennahda-Partei, sagte am Montag: ›Es muss einen radikalen politischen Wandel in Syrien geben.‹ Er fügte hinzu: ›Ich glaube, dass wir am 24. dieses Monats eine starke Botschaft an die syrische Regierung senden werden.‹«

 

Der Iran und Russland, die beiden am engsten mit Syrien verbündeten Länder, sowie China sind von der Konferenz der »Freunde Syriens« heute in Tunis übrigens ausgeschlossen, so das Portal.  China und Russland legten kürzlich ihr Veto gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats gegen Syrien ein, die einen pseudolegalen Vorwand für eine militärische Intervention in Syrien nach dem Muster Libyens liefern sollte.

 

Wer heute also die Berichte in der Mainstreampresse über die angeblich von Assad getöteten Kinder liest, der sollte Vorsicht walten lassen bei etwaigen aufkommenden Emotionen. Wie schon im Libyenkrieg, wie auch im Irakkrieg, der durch angebliche Massenvernichtungswaffen ausgelöst wurde, die es dort jedoch nie gegeben hat, so wird derzeit auch in Syrien und im Iran vorsätzlich und willentlich Krieg angezettelt.

 

Wichtig ist es vor allem immer wieder, die Nachrichtenquellen für die angeblich grausamen Kriegshandlungen Assads zu überprüfen. Neben dem von den westlichen Kräften und der NATO instrumentalisierten Sender Al Jazeera gibt es für nahezu alle angeblichen Gräueltaten des Assad-Regimes seit vielen Monaten, nach denen bislang über 7.000 Menschen von den Streitkräften der syrischen Regierung getötet worden sein sollen, nur eine einzige dubiose »Nachrichten«-Quelle: ein einziges kleines Büro in London, die »Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte«Syrian Observatory for Human Rights«).

 

Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Nahezu alle internationalen westlichen Mainstreammedien, an erster Stelle jedoch der arabische Sender Al Jazeera, berufen sich nach wie vor auf diese Quelle als einzigem Informanten, ebenso wird diese in der internationalen Berichterstattung  lapidar als Gruppe von  »Menschenrechtsaktivisten« bezeichnet. Doch ist diese Quelle mehr als umstritten.

 

Dass die Berichte, die aus dem Londoner Büro kommen, fragwürdig sind, fanden  unabhängige internationale Journalisten bereits vor mehreren Monaten heraus, darunter der USA-Journalist und Historiker Webster Tarpley oder der französische Journalist Thierry Meyssan, ebenso wie das kanadische Portal Global Research.

 

Die Recherchen ergaben folgendes: Die Organisation »Syrian Observatory for Human Rights« ist ein dubioses Londoner Auskunftsbüro, das lediglich von einem Mann mit Namen Rami Abdul-Rahman vertreten zu sein scheint, der sich selbst kurzerhand als »Präsident« bezeichnet. Dieser Präsident scheint allerdings sehr viel Macht über die internationalen Medien zu besitzen. Weitere Informationen dazu hier.

 

Es ist unfassbar und gleichzeitig bezeichnend für unsere heutige Desinformations-Presse, dass so gut wie keiner unserer so genannten »Qualitätsjournalisten« den Ehrgeiz zu haben scheint, diese ominösen Zusammenhänge einmal aufzudecken. Wir werden heute ein weiteres Mal Zeuge werden, wie die Welt durch Falschmeldungen unserer Mainstreampresse gelenkt und in die gewünschte Richtung manipuliert wird.

 

 


 

 

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