Thursday, 25. August 2016
12.09.2013
 
 

Zynische Doppelmoral bei Massenvernichtungswaffen: CIA-Dokumente enthüllen israelische Chemiewaffenlager

Saed Bannoura

Am vergangenen Montag legte das Magazin Foreign Policy in einem Artikel ein neu entdecktes Dokument des amerikanischen Geheimdienstes CIA vor, aus dem hervorgeht, dass der Dienst schon mindestens seit den 1980er Jahren stichhaltige Beweise dafür besaß, dass Israel chemische und biologische Waffen besitzt und lagert. Diese Enthüllung erfolgt zu einer Zeit, in der allenthalben über den mutmaßlichen Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung am 21. August berichtet wird.

Das von Foreign Policy (FP) vorgelegte Dokument belegt, dass das israelische Militär in den 1960er und 1970er Jahren zusätzlich zu dem Aufbau eines Atomwaffenarsenals mit schätzungsweise 300 Gefechtsköpfen auch ein umfassendes Chemie- und Biowaffenlager

einrichtete.

 

In dem Dokument aus dem Jahr 1983 heißt es, amerikanische Spionagesatelliten hätten eine »wahrscheinliche Herstellungsanlage für CW Chemiewaffen – Nervenkampfstoffe und eine Lagereinrichtung … in dem Lagerbereich für sensitive Stoffe in Dimona in der Wüste Negev entdeckt. Weitere Produktionsanlagen für Chemiewaffen werden in der modernen chemischen Industrie Israels vermutet. Wir können zwar nicht mit Sicherheit sagen, ob die Israelis tödliche chemische Kampfstoffe besitzen, aber verschiedene Hinweise haben uns zu der Überzeugung geführt, dass sie mindestens über langlebige und nichtlanglebige Nervenkampfstoffe, einen Senfgas-Kampfstoff und verschiedene Kampfstoffe zur Aufstandsbekämpfung sowie geeignete Trägersysteme verfügen«.

 

Dieses nur aus einem Blatt bestehende CIA-Dokument wurde in der Ronald-Reagan-Bibliothek in unbearbeiteter Form entdeckt. Der Bericht war, allerdings mit strenger Zensur, vor einigen Jahren an das National Archive übergeben worden.

 

Nach Angaben des Foreign Policy-Artikels »schrieb der israelische Historiker Avner Cohen in seinem 1988 erschienenen Buch Israel und die Bombe, der israelische Ministerpräsident David Ben Gurion habe in einem Geheimbefehl etwa zur Zeit des israelisch-ägyptischen Krieges 1956 angeordnet, ein Lager mit Chemiewaffen zu errichten. Die CIA ihrerseits geht davon aus, Israel habe erst Ende der 1960er oder Anfang der 1970er Jahre mit der Herstellung und Lagerung chemischer Waffen begonnen«.

 

In dem FP-Artikel wird auch auf folgende Einschätzung in dem CIA-Bericht aus dem Jahr 1983 verwiesen: »Israel, das sich selbst von arabischen Frontstaaten umzingelt fühlt, die über noch in den Anfängen stehende Chemiewaffen-Fähigkeiten verfügen, wurde sich zunehmend seiner eigenen Verwundbarkeit gegenüber Chemiewaffenangriffen bewusst. Die Befürchtungen wurden noch verstärkt, als während des arabisch-israelischen Krieges von 1956 und des Jom-Kippur-Krieges 1973 große Mengen an sowjetischer militärischer CW-Ausrüstung erobert wurden. Als Folge begann Israel ein Programm zur Vorbereitung chemischer Kriegführung sowohl im offensiven wie im defensiven Bereich.«

Die israelische Regierung hat Damaskus wegen seines mutmaßlichen Einsatzes von Chemiewaffen vor drei Wochen scharf angegriffen und die militärischen Angriffspläne Präsident Obamas unterstützt.

 

Israel hat zwar die Internationale Konvention zum Verbot chemischer Waffen unterzeichnet, aber das israelische Parlament, die Knesset, hat diesen Vertrag niemals ratifiziert so dass er auch nicht in Kraft trat.

 

Israel hat internationale Inspektionen seiner Nuklearanlagen und seiner Chemiewaffenlager bisher immer verweigert.

 

 

 


 

 

 

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