Friday, 26. August 2016
18.11.2015
 
 

Islamistischer Terror: Leben im Kriegszustand

Stefan Schubert

Die Phrasen der Politiker und der selbsternannten Leitmedien gleichen sich nach jedem Anschlag aufs Neue. »Wir lassen uns nicht einschüchtern (...) unser Land bekennt sich zur religiösen Vielfalt, zur weltoffenen Gesellschaft«, und so weiter und so fort. Die zitierten Worte entstammen einer Erklärung des Deutschen Bundestages. Diese Verlautbarung ist jedoch nicht aktuell, sie stammt vom 15. Januar 2015, den Tagen nach Charlie Hebdo. Westeuropa, und damit auch Deutschland, wird sich darauf einstellen müssen, nicht mehr die Zeit zwischen den Terroranschlägen zu zählen, sondern in einem permanenten Kriegszustand zu leben. Die Schuld dafür trägt eine verantwortungslose Politik.

 

Weder beruhigt sich die Lage, noch reißen Schießereien und Selbstmordattentate ab. Heute Nacht startete die Eliteeinheit RAID, mit Unterstützung von Militäreinheiten, eine Operation im Norden von Paris. Die versuchte Verhaftung galt dem Hintermann der Pariser Anschläge Abdelhamid Abaaoud, der sich in einer Wohnung in Saint-Denis verschanzt haben soll.

 

Unmittelbar beim Zugriff zündete eine Frau eine Bombe und sprengte sich selbst in die Luft. Es folgte eine stundenlange Schießerei inmitten des Wohngebiets, auch mehrere Explosionen waren zu hören. Geschäftsinhaber und Bewohner verbarrikadierten ihre Fenster und Türen, so gut wie es eben ging, Schulen wurden geschlossen. Erst gegen Mittag endete der Anti-Terror-Einsatz. Ein weiterer Terrorist wurde von einem Scharfschützen erschossen, dazu sind fünf Polizisten verletzt, ein Polizeihund getötet und insgesamt sieben Verdächtige festgenommen.

 

Immer tiefer gerät das grenzenlose Deutschland in das Visier des internationalen oder einfach nur noch in das Visier des Terrorismus.

 

Ist Ihnen aufgefallen, wie sich die ausgegebene Sprachregelung durchgesetzt hat? Islamistischer Terrorismus wird immer häufiger nur noch als »international« bezeichnet und natürlich haben die ersten Politiker und Islam-Lobbyisten nicht mal die Schamfrist eingehalten, bis die Familienangehörigen die Opfer beerdigen konnten, um ihre Parole, islamistische Terroranschläge hätten nichts mit dem Islam zu tun, zu verbreiten.

 

Terror-Drahtzieher reiste quer durch Deutschland

 

Der Hintermann Abaaoud war den französischen Geheimdiensten bekannt, und zwar nur den französischen, und das ist das Problem. Er soll auch für den Islamischen Staat in Syrien gekämpft haben. Es ist bisher nicht gelungen, zu rekonstruieren, oder es wird bis jetzt verschwiegen, wie dem Terrorverdächtigen die Wiedereinreise nach Frankreich gelungen ist.

 

Einmal, am 9. September, wurde Abaaoud nach dem Grenzübertritt von Deutschland nach Österreich kontrolliert. Nach seiner Auskunft, er wolle Urlaub in Österreich machen, durfte er seine Fahrt fortsetzen. Ein grenzenloses Europa, das seine polizeilichen und geheimdienstlichen Erkenntnisse nicht teilt, ist in der heutigen Welt unverantwortlich.

 

Bisher bekannt ist, dass mindestens einer der Attentäter als Flüchtling getarnt über Griechenland und die Balkanroute nach Paris gereist ist.

 

Auch Belgien, ein weiterer westlicher Nachbar, ist zu einem einzigen Sicherheitsrisiko geworden. Die Verbindungen des Brüsseler Problemstadtteils Molenbeek sind vielfältig mit den Pariser Anschlägen verbunden. Bereits nach den Anschlägen im Thalys-Zug und besonders nach Charlie Hebdo führten die Spuren nach Belgien, es folgten Schießereien mit zwei getöteten Dschihadisten und 13 Festnahmen.

 

Die muslimische No-Go-Area Molenbeek ist zu einer Islamisten-Hochburg herangewachsen, die einen Moslemanteil von 40 Prozent und eine Arbeitslosenquote von über 30 Prozent hat. Hier herrschen die optimalen Verhältnisse für islamistische Terroristen zum Untertauchen.

 

Der Brüsseler Szene-Kenner Mehmet Koksal kennt die dortigen Zustände. »Stark radikalisierte Gruppen (...) erzählen jungen Leuten, dass sie keine Europäer oder Belgier sind, und dass es ›wir gegen die anderen‹ heißt.« Das Leben mitten in Europa sei stark islamistisch geprägt. »Wenn man am Ramadan in der Öffentlichkeit isst oder als Frau kein Kopftuch trägt, kann man angefeindet werden.«

 

Belgien ist eine Brutstätte des Terrorismus geworden, entsprechend hoch ist die Anzahl von Syrien-Kämpfern und Rückkehrern in dem kleinen Land. Über die Autobahn und dank der offenen Grenzen des Schengen-Raumes sind es zu den Anschlagszielen nur wenige Stunden.

 

Die Terroristen haben erkannt, wie schwach Europa geworden ist; statt sich um die Sicherheit seiner Bürger zu kümmern, tragen die Politik-Funktionäre das Mantra der EU-Freizügigkeit vor sich her.

 

Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied, demnach verantwortet das insolvente Griechenland Deutschlands Außengrenze, und die islamistischen Parallelwelten von Molenbeek und den Pariser Banlieus haben Auswirkungen, als ob sie mitten in Berlin-Neukölln stehen würden.

 

Bislang fuhren die belgischen Islamisten nach Frankreich, um ihre Terroranschläge zu begehen. Sollten sie einmal die entgegengesetzte Richtung wählen, wird sie niemand daran hindern. Nach Aachen sind es nur 150 Kilometer, nach Berlin etwas mehr als sieben Stunden Fahrtzeit. Dann heißt es weltweit nicht mehr Je suis Charlie und PrayForParis, sondern Ich bin ein Berliner.

 

 

 

 

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