Montag, 5. Dezember 2016
11.07.2014
 
 

Westliche Medien schweigen systematische erzwungene Organentnahme in der Ukraine tot

Tony Cartalucci

Anders als im Falle der terroristischen Angriffe in Libyen, Syrien und nun auch im Irak, die von den USA, Großbritannien, der EU, einigen NATO-Mitgliedsstaaten sowie Ländern in der Region wie Saudi-Arabien, Israel und Katar unterstützt werden, und wo jeder Versuch, Extremisten daran zu hindern, ganze Länder zu erobern, vom Westen mit moralischer Empörung und dem Vorwurf von »Menschenrechtsverletzungen« beantwortet wird, reagiert der Westen andererseits angesichts der ungebremsten Brutalität tatsächlicher Nazis in der Ukraine gegenüber den Regionen im Osten, die eine Abspaltung von der Ukraine anstreben, mit heuchlerischem Schweigen.

 

Flüchtlinge, die in großer Zahl die eingekreisten und bombardierten Bevölkerungszentren verlassen, berichten von Massenmorden, willkürlichem Vorgehen gegen Zivilisten und sogar von grausigen Fällen erzwungener Organentnahme aus den Körpern von Menschen, die von den Kampfgruppen Kiews getötet oder sogar direkt von kriminellen Banden entführt wurden, die in dem Klima der Straflosigkeit ihr Unwesen treiben, das vom Schweigen des Westens begünstigt wird.

 

Während westliche Medien in Libyen, Syrien und nun auch im Irak Berichte von »Aktivisten« gerne als unzweifelhafte Wahrheit deklarieren und sich sogar selbst an offenkundigen Lügengeschichten und deren Verbreitung beteiligen, um ein verstärktes militärisches Eingreifen insbesondere in Libyen und Syrien zu rechtfertigen, bezeichnen Sender wie die BBC die entsprechenden Aussagen ukrainischer Flüchtlinge als Hörensagen, das keine weitere Untersuchung rechtfertige. In dem BBC-Artikel »Die ukrainischen Flüchtlinge fliehen nach Russland« von Steve Rosenberg vom 24. Juni heißt es:

 

»Sie behaupten, zahlreiche polnische Scharfschützen hätten auf Zivilisten geschossen, Kinder seien entführt und dann nach Amerika geflogen worden, wo ihnen ihre Organe entnommen worden seien, und die ukrainische Armee habe Flüchtlinge getötet, die zu fliehen versucht hätten.

Für keine dieser wilden Behauptungen gibt es Beweise. Aber sie belegen ein tiefsitzendes Misstrauen gegenüber Kiew.«

Die unverschämte Heuchelei der BBC könnte man mit Fug und Recht ebenso wie den Mangel an investigativer Arbeit – schließlich behaupten sie doch, Journalisten zu sein – und ihren eklatanten Verzicht auf jegliche Erklärungen, warum die Menschen der Ostukraine ein derartiges tiefsitzendes Misstrauen gegenüber Kiew empfinden, als noch viel »wilder« bezeichnen. Warum sollten Tausende Ostukrainer, die Kiew feindlich oder misstrauisch gegenüberstehen, überhaupt erst aus ihren Häusern und Wohnungen fliehen, wenn Kiew doch gar keine Politik krimineller Brutalität verfolgt?

 

Erzwungene Organentnahme – BBC tut bewusst realen Horror als Übertreibung ab


Russische Quellen berichten etwas anderes und liefern Einzelheiten zum anhaltenden Horror, den die BBC so nebenbei erwähnt, ohne den Berichten allerdings nachzugehen und sie zu bestätigen oder mit irgendwelchen Beweisen, die diesen Namen verdienen, zu widerlegen. In einem Artikel der Prawda mit der Überschrift »In der Ukraine stinken Organe nicht« vom 11. Juni schreibt Juri Nosowski:

»In sozialen Netzwerken tauchen schockierende Informationen auf, in denen es heißt, die Milizen aus Slawjansk seien während einer nächtlichen Erkundungsoperation auf Hunderte von Leichen von Soldaten der Nationalgarde gestoßen. Den Soldaten sei der Bauch aufgeschnitten und innere Organe entfernt worden. Darüber hinaus berichten Menschen, die in den umkämpften Regionen leben, sie hätten gutausgerüstete Krankenwagen, gepanzerte Geldtransporter und andere Spezialfahrzeuge in der Nähe von Krankenhäusern der ukrainischen Streitkräfte beobachtet.

Angestellte auf internationalen Flughäfen wie bspw. in Boryspil erklärten, es seien viele kleine Flugzeuge gechartert worden, um Spezialkühlgeräte zu transportieren, wie sie für den Transport menschlicher Organe eingesetzt werden.«

Bei diesen »sozialen Netzwerken« dürfte es sich um die gleichen handeln, die häufig von westlichen Medien zitiert werden, um deren Behauptungen gegen die ins Visier genommenen Regierungen Libyens und Syriens zu untermauern. Aber da die westlichen Interessen gegenwärtig ein Regime unterstützen, das versucht, seine Macht gegen bewaffnete Kämpfer zu behaupten, werden solche Geschichten als »wilde« und substanzlose abgetan, die keine weitere Untersuchung verdienten.

 

Die Prawda weist darauf hin, angesichts des dürftigen Zustands der ukrainischen Streitkräfte – die nicht in der Lage seien, auch nur passende Uniformen und Nahrungsmittel bereitzustellen – sei es sehr unwahrscheinlich, dass die verstärkte medizinische Präsenz im Umfeld der Kiewer Truppen die Folge des Bemühens sei, das Wohlergehen der eigenen Kämpfer als auch derjenigen zu gewährleisten, die im Verlauf der Kampfhandlungen gefangengenommen worden seien.

 

Erinnert man sich an die ungeheure Korruption und Gesetzlosigkeit, die bereits schon vor dem so genannten »Euro-Maidan« und dem Aufstieg eines ultrarechten Klientelregimes, das in heillosem Durcheinander agiert, herrschte, liegt es auf der Hand, dass es hier um erzwungene Organentnahmen aus Profitgier geht. Osteuropa ist in den letzten Jahren zu einem der weltweiten Epizentren für erzwungene Organentnahme geworden. Im November 2011 hieß es in einem Bloomberg-Artikel mit der Überschrift »Organhandelbanden zwingen Arme, Nieren an verzweifelte Israelis zu verkaufen«:

»Ermittler aus fünf Kontinenten erklären, sie hätten untereinander verbundene kriminelle Banden, die von Israelis und Osteuropäern geführt würden, aufgedeckt, die Menschen – manchmal gegen deren Willen – in andere Länder bringen, um dort eine Niere zu verkaufen.

›Der Verbrecher ist der Mittelsmann, der die Kranken und die Armen gleichermaßen ausnutzt‹, erklärte Bahat, der gegen einen Organhandelsring in Jerusalem ermittelte. ›Es berührt mich persönlich sehr, dass Menschen aus Geldnot und um ihres Überlebens willen Teile ihres Körpers verkaufen.‹

Die Verbrecher sehen die Chance, viel Geld im Organhandel zu verdienen. Sie können eine Niere für das 15-20-Fache des Preises verkaufen, den sie selbst bezahlt haben, berichtet die europäische Polizei übereinstimmend.

›Sie haben erkannt, dass sie in dem sich ausweitenden Schwarzmarkt an Körperteilen obszöne Profite erwirtschaften können‹, sagte Jonathan Ratel, Staatsanwalt in Priština im Kosovo, der in den vergangenen zwei Jahren gegen Organhandelsbanden ermittelte. ›Und es geht weiter, weil dort so viel Geld verdient werden kann.‹

Die Organhändler bezahlen im Durchschnitt 10 000 Dollar an den ›Verkäufer‹ einer Niere und verkaufen sie für 150 000 Dollar an einen Patienten.«

Angesichts des gegenwärtigen Chaos und der bewaffneten Konflikte in der Ukraine wäre es sehr naiv, anzunehmen, dass die gleichen kriminellen Banden nicht versuchen würden, die Kampfschauplätze und Krankenhäuser nach potenziellen Opfern abzusuchen. Die Weigerung der BBC, diesen durchaus plausiblen Behauptungen verzweifelter Flüchtlinge nachzugehen, deutet sowohl auf völlige journalistische Unfähigkeit als möglicherweise sogar auf Beteiligung an der Vertuschung dieser Grausamkeiten hin, die im Rahmen der brutalen und todbringenden Versuche Kiews, seine Macht zu konsolidieren, verübt werden.

 

An den von Bloomberg 2011 beschriebenen erzwungenen Organentnahmen waren auch kriminelle Banden, insbesondere aus der Ukraine, beteiligt, wie die israelische Zeitung Ha‘aretz im August 2010 berichtete. Auch ukrainische Krankenhäuser und Ärzte waren seit Längerem in diese kriminellen Machenschaften verwickelt. Wie kann dann die BBC hingehen und alle Vorwürfe der Zwangsentnahme von Organen als »wilde Behauptungen« abtun, wenn von staatlichen Stellen seit 2011 nichts unternommen wurde, um diesen Praktiken ein Ende zu machen, und sich darüber hinaus die Lage in der Ukraine heute so verschlechtert hat, dass derartige Verbrechen praktisch ungehindert verübt werden können?

 

Die Geschichte wiederholt sich


Ebenso wie die ultrarechte Machtübernahme in Kiew das Wiedererstarken des Nazismus in Europa, das von der Europäischen Union und der NATO unterstützt wird, versinnbildlicht, stammen auch die Vertuschung erzwungener Organentnahmen und andere Schrecklichkeiten aus dem Repertoire der Nazizeit, wie sie etwa durch den berüchtigten Dr. Josef Mengele verkörpert wird. Die Geschichte wiederholt sich, insbesondere aufgrund der Ignoranz der westlichen Öffentlichkeit und der Mittäterschaft der Journalisten, deren eigentliche Aufgabe es wäre, die Wahrheit zu berichten, anstatt diese unter Propaganda zu vergraben.

 

Da es gegenwärtig unzweifelhaft zu erzwungenen Organentnahmen in der Ukraine kommt – auch deshalb, weil es sie bereits schon vor dem Ausbruch des gegenwärtigen Konflikts gab –, deutet die Tatsache, dass die BBC dies als Schreckensgeschichte abtat, möglicherweise auch darauf hin, dass polnische Scharfschützen mit Unterstützung der NATO ebenfalls grausame Verbrechen verübt haben und dass sich das Regime des jetzigen Präsidenten Petro Poroschenko möglicherweise einer rassisch motivierten, völkermordähnlichen Vorgehensweise bedient.

 

 

 

 


 

 


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Leser-Kommentare (1) zu diesem Artikel

11.07.2014 | 10:06

Livia

1. Berichte, die der jeweiligen Propaganda in den Kram passen, sind immer mit Vorsicht zu genießen! Man denke da an die abgehackten Kinderhände im 1. Weltkrieg - bis zu den begeisterten Palistinänserinnen anläßlich des 11. Septembers! 2. Amerikanischen (geo)stratikischen Plänen war schon immer jeder Verbündete recht - ob Muslimbrüder oder Nazis. Um die Wirtschaftsmacht des deutschen Reiches nach der Reichsgründung von 1871 endgültig zu brechen, wurde auch die NSDAP zum Zwecke...

1. Berichte, die der jeweiligen Propaganda in den Kram passen, sind immer mit Vorsicht zu genießen! Man denke da an die abgehackten Kinderhände im 1. Weltkrieg - bis zu den begeisterten Palistinänserinnen anläßlich des 11. Septembers! 2. Amerikanischen (geo)stratikischen Plänen war schon immer jeder Verbündete recht - ob Muslimbrüder oder Nazis. Um die Wirtschaftsmacht des deutschen Reiches nach der Reichsgründung von 1871 endgültig zu brechen, wurde auch die NSDAP zum Zwecke ihrer Machtergreifung (und damit ein weiterer Weltkrieg stattfinden kann) finanziell unterstützt. Auch die Oktoberrevolution wurde mittels Trotzki von den USA aus bezahlt - nur hier ging der Schuß eher in den Ofen - oder etwa (langfristig) doch nicht?!? 3. Schlimmer werden die Möglichkeiten der Grausamkeit indem Wissenschaftler und Forscher in der Regel nicht alle Konsequenzen bedenken, die daraus entstehen, wenn sie ihre Vorstellungen mit aller Macht realisieren und dabei alle ethischen Bedenken über Bord werfen. Solange es eine einheitliche katholische Kirche gab, wäre wahrscheinlich keine Atombombe und auch keine Organtransplatation entwickelt worden - und der Manchaster-Kapitalismus auch nicht! Gut gemeint ist eben meistens voll daneben! Auch wenn es vereinzelt schon immer mal Sadisten gab, die ihren Opfern Organe entnahmen, wie Jack the Ripper, ist das aber nie eingerissen - erst als es sich finanziell rentierte! Und das hat auch mit verschwindender Religiosität zu tun und mit einer völlig unnatürlichen Einstellung zum Tod!

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