Wednesday, 29. June 2016
13.03.2015
 
 

Affäre um Parlamentsassistenten: FN-Chefin Marine Le Pen führt Martin Schulz vor

Torben Grombery

Die von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) mit Pauken und Trompeten ins Rampenlicht bugsierte »Affäre« um die vom Europäischen Parlament bezahlten und vom französischen Front National maßgeblich für parteinahe Tätigkeiten eingesetzten Assistenten, geht für den Top-Sozialisten der EU gerade fürchterlich nach hinten los.

 

Es war die Skandal-Meldung aus Brüssel der letzten Tage: Der französische Front National (FN) steht unter Betrugsverdacht und soll für rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr vorgeblich für den FN im EU-Parlament tätige und dafür entlohnte Parlamentsassistenten für parteinahe Tätigkeiten eingesetzt und somit zweckentfremdet haben.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat diesbezüglich eigens die französische Justizministerin Christiane Taubira angeschrieben und die europäische Antibetrugsbehörde Olaf eingeschaltet.

 

Jetzt ermittelt die Antibetrugsbehörde Olaf gegen mindestens 20 EU-Parlamentsassistenten des Front National, die mitunter auch im FN-Führungsorganigramm für den Parteisitz in Nanterre bei Paris geführt werden, und die als enge Mitarbeiter der Parteichefin Marine Le Pen tätig sein sollen – die übrigens nebenbei auch gewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments ist – oder auch hauptamtlich im Kabinett von Ehrenpräsident Jean-Marie Le Pen mitwirken, welcher ebenso wie seine Tochter, gewähltes Mitglied des Europäischen Parlaments ist. Der FN verfügt aktuell insgesamt über 23 Abgeordnete im Europäischen Parlament.

 

Diese »äußerst schwerwiegenden Vorwürfe« hat der willfährige Mainstream in Deutschland nur zu gerne aufgegriffen und zumeist nahezu unreflektiert abgedruckt. Nachfolgend aufgeführt einige Beispiele für das Schmierentheater:

 

FN-Chefin Marine Le Pen hat nach kurzer Internetrecherche jetzt aufgedeckt, dass der von Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) auf dessen Internetseite beim EU-Parlament aufgeführte − akkreditierte Assistent Herbert Hansen − genauso für diverse Tätigkeiten für die Sozialdemokraten im Wahlkreis von Martin Schulz und mehr in Frage kommt.

 

 

Der Ursprung für das Schmierentheater genau zu diesem Zeitpunkt dürfte in Frankreich zu finden sein. Dort stehen wichtige Kommunalwahlen an, denen auch eine enorme Signalkraft auf die in 2017 stattfindenden Präsidentschaftswahlen beigemessen wird.

Laut einer aktuellen Umfrageerhebung kann der Front National um Parteichefin Marine Le Pen in der ersten Runde der aufkommenden Départementswahlen am 22. März mit mehr als 30 Prozent der Stimmen rechnen – was einem weiteren Erdrutschsieg gleichkäme. Damit liegt sie deutlich vor der konservativen UMP, die aktuell mit 29 Prozent taxiert wird, und sehr deutlich vor den regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande, für die rund 21 Prozent vorhergesagt werden.

 

Zu allem Übel des Establishments war der Front National schon bei den Europawahlen im vergangenen Mai mit einem Stimmanteil von 25 Prozent zur stärksten politischen Kraft im Land avanciert.

 

Das jetzt von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz an den Tag gelegte Engagement für das Steuergeld der Europäer ließ dieser seinerzeit mehr als deutlich vermissen, als es um die möglichen Folgekosten der für drei Monate ins Amt gewählten vier EU-Kommissare ging, wie nachfolgendem Video eindrucksvoll zu entnehmen ist:

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (34) zu diesem Artikel

22.03.2015 | 16:44

Zens-Ur

(u.a.) @ Gitte: ja ein Geert Wilders muß her und viele, die (absolut) PRO ISRAEL sind!!


19.03.2015 | 10:36

Karl-Ernst Zutt

Ich würde voll hinter dem Kommentar von Gitte zu Vorbildern für Deutschland stehen, wenn sie ihr Augenmerk
nur auf Marine Le Pen vom FN gerichtet hätte, aber hinsichtlich des Niederländers Gert Wilders hätte ich sehr
große Bedenken, wegen seiner Nähe zu Israel.


18.03.2015 | 18:06

ohnsorg

@14.03.2015 | 21:22 Solche Menschen haben wir ganz sicher - und wenn sie sich tatsächlich mal so-in-etwa geäußert hätten, säßen sie jetzt sicherlich im Gefängnis. Freie Rede hat in der sog. B.R.D. ihre ganz bestimmten Grenzen. ´wir´ sind ja schließlich eine DEMOKRATIE - oder?


18.03.2015 | 13:44

Hansi

Ich bin darüber garnicht erstaunt, daß wieder mal ein Betrug zum Vorschein kommt. Ein anderesmal ist es Kinderpornographi u. dann wieder Steuerbetrug usw. Leider wird vom kleinen Mann die Steuer veruntreut u. noch anderes mehr, was macht da der Staat?? Der kann noch nicht mal böse dreinschaun weil ja jeden Moment in ihren Reihen sowas geschehen kann. Und dann kommt der große Beschwichtigungsmantel u. alles ist wieder i.O. Eigentlich gehören doch solche Strolche dahin Wo es solche...

Ich bin darüber garnicht erstaunt, daß wieder mal ein Betrug zum Vorschein kommt. Ein anderesmal ist es Kinderpornographi u. dann wieder Steuerbetrug usw. Leider wird vom kleinen Mann die Steuer veruntreut u. noch anderes mehr, was macht da der Staat?? Der kann noch nicht mal böse dreinschaun weil ja jeden Moment in ihren Reihen sowas geschehen kann. Und dann kommt der große Beschwichtigungsmantel u. alles ist wieder i.O. Eigentlich gehören doch solche Strolche dahin Wo es solche schönen Fenster mit Gittern gibt.


15.03.2015 | 05:39

Ernst Koch

Liebe Leute
Jetzt schimpft bitte mal nicht so über Martin Schulz .... immerhin repräsentiert er Deutschlands Elite.
Ich jedenfalls finde ihn großartig. Er erspart mir meine Meinung über unsere hellsten Köpfe zu überdenken.


14.03.2015 | 21:22

Gitte

Ich hege große Hoffnung auf den FN und hoffentlich hat er ausstrahlende Wirkung auf Deutschland, England und so. Und ich setzte große Hoffnung auf Geert Wilders mit seiner Partei in Holland. Jammerschade, dass wir hier nicht solche Menschen haben. .

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