Sonntag, 22. Januar 2017
28.06.2016
 
 

Armutsmigration: Neues Theater um alte Route

Torben Grombery

Der Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, warnt in diesen Tagen wieder einmal vor einem erneuten Flüchtlingsansturm auf Italien über die Mittelmeerroute – verbunden mit einem Ruf nach mehr Möglichkeiten zur legalen Einreise in die EU. Doch was sind das konkret für »Flüchtlinge«, die nahezu allesamt ohne Ausweisdokumente, aber mit Smartphone an den Küsten Süditaliens anlanden?

 

Das Titelbild zu diesem Beitrag wurde schon vor rund einem Jahr auf dem Rettungsschiff mit dem Namen »Siem Pilot« in einem Hafen der süditalienischen Insel Sizilien aufgenommen. Die »Siem Pilot« ist ein großes Transport und Versorgungsschiff, das eigens für die Rettung von Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer von der norwegischen Regierung angemietet wurde.

 

Seit rund einem Jahr patroulliert die »Siem Pilot« bereits unter dem Mandat der europäischen Grenzschutzagentur Frontex vor der nordafrikanischen Küste im Mittelmeer und verbringt die aus Seenot geretteten Bootsflüchtlinge nach Italien. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden alleine von der »Siem Pilot« rund 20 000 Personen in die Häfen Süditaliens verbracht.

 

Die Bilder zeigen die Ausgabe von Smartphones und anderen Mobiltelefonen sowie Wertgegenständen an die »Flüchtlinge«, welche diesen beim Betreten des Rettungsschiffes »Siem Pilot« – also kurz nach ihrer Rettung vor der afrikanischen Küste – von den norwegischen Sicherheitskräften abgenommen worden waren. Anhand der Nummern auf den Plastikarmbändchen der Personen können die Wertgegenstände wieder zugeordnet und ausgehändigt werden. Ein Ausweisdokument konnten die allermeisten »Flüchtlinge« leider nicht über die gefährliche Mittelmeerroute transportieren.

 

Diese einzigartigen Bilder und viele mehr wurden von den Redakteuren der Filmdokumentation Europa – Grenzenlos aufgenommen. Diese erschien bereits im September 2015 im Kopp Verlag und hat bis zum heutigen Tage nichts an Aktualität eingebüßt.

 

Derartige Bilder sind bei späteren Berichten über die Rettungsmissionen der »Siem Pilot« nicht mehr zu finden oder werden den Lesern bewusst vorenthalten – Beispiel: Ein ausführlicher Bericht der britischen Zeitung Daily Mail (April 2016) über eine Rettungsmission der »Siem Pilot«.

 

Auf einigen Bildern sind die Plastikarmbändchen an den Unterarmen der »Geretteten« zu sehen – von den Wertgegenständen jedoch keine Spur. Die Redakteure konzentrieren sich auf Bilder mit Mitleidsfaktor, die sich wohl besser (oder nur) verkaufen lassen bzw. erwünscht sind.

 

Seinerzeit gingen bei den zwei Anlandungen, welche von den Redakteuren der Filmdokumentation Europa – Grenzenlos an nur einem Tag in zwei unterschiedlichen Häfen Siziliens gefilmt wurden, rund 900 zumeist Schwarzafrikaner von Bord. Bei den beiden Anlandungen lag der Anteil der Familien, Frauen und Kinder im unteren Prozentbereich – Kriegsflüchtlinge: weitestgehend Fehlanzeige.

 

All jene Menschen sind offiziell »Flüchtlinge«, die in Seenot geraten waren und von den Frontex-Schiffen kurz vor der afrikanischen Küste gerettet wurden.

 

Einige dieser »Geretteten« wurden auch von zivilen Schiffen von Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen an die Frontex-Schiffe auf hoher See übergeben.

 

Doch in Seenot manövriert wurden diese Menschen zumeist von Schleppern oder sich selbst. Die Frontex-Mitarbeiter sind naturgemäß in der Pflicht, die Grenzschutzaktivitäten unverzüglich zurückzustellen, sobald es um die Rettung von Menschenleben geht.

 

Auch uns Redakteuren von KOPP Online ist bewusst, dass man diesen Armutsmigranten in keinster Weise einen Vorwurf machen kann. Sie nutzen lediglich die bestehenden Möglichkeiten, die ihnen von ideologisierten Politikern an den Schalthebeln der Macht eröffnet wurden.

 

Die Filmdokumentation Europa – Grenzenlos wurde bisher von den deutschen Medien in Gänze ignoriert. Anhand der einzigartigen Bilder ist der Film schon jetzt zu einem Dokument der Zeitgeschichte avanciert, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

 

Dieser Beitrag ist bewusst provokant gehalten und soll die Leser ausdrücklich zu weiterer Recherche animieren!

 

 

 

 

 

 

 

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