Thursday, 28. July 2016
13.10.2015
 
 

Wahl in Wien: Ein Wahlsieger, der keiner sein darf

Torben Grombery

Das politische Establishment in Wien nebst Unterstützern in den Redaktionsstuben und Meinungsforschern feiert einen Wahlerfolg: Die SPÖ ist mit 39,59 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden und kann mit Grün weiterregieren. Die tatsächlichen Zahlen dahinter erlauben aber auch eine andere Lesart – und werden nicht thematisiert.

 

Bei den am Sonntag abgehaltenen Landtags- und Gemeinderatswahlen in Wien waren insgesamt 1 143 076 Wahlberechtigte aufgerufen, ihr Landesparlament und die kommunalen Gremien neu zu besetzen. Die Stadt Wien verfügt als Gemeinde und gleichzeitig als Bundesland über zwei politische Entscheidungsstrukturen. Als Stadt über den Wiener Gemeinderat und als Bundesland über den Wiener Landtag.

An der Wahl zum Gemeinderat (gleichzeitig Landtag) beteiligten sich 854 406 Wähler – was einer Wahlbeteiligung von 74,75 Prozent entspricht (2010: 67,63 Prozent). Es nahmen also insgesamt 80 327 Wähler (plus 7,12 Prozent) mehr an dieser Wahl teil, als im Jahre 2010.

 

Der allüberall gefeierte Wahlsieger, die sozialdemokratische SPÖ, die Wien seit 95 Jahren regiert (lediglich unterbrochen durch die NS-Zeit), konnte ziemlich genau 329 772 Stimmen auf sich vereinen – rund 5000 Stimmen weniger als zur Wahl in 2010 – und das nebst den nicht messbaren Leihstimmen von ÖVP und den Grünen im heraufbeschworenen Kampf »alle gegen HC Strache«, einem von Meinungsforschern prognostizierten und wohl niemals existenten »Kopf-an-Kopf-Rennen« sowie einem Plus von 80 327 Wählern zu dieser Wahl.

 

Das Wiener Medienportal Vienna Online berichtet am Tag nach dem Wahlgang:

»SPÖ tagt nach Wahlsieg im Wiener Rathaus: Koalitionsgespräche möglich.

Seit Montagfrüh tagt die Wiener SPÖ im Rathaus. Der rote Wahlsieger wird wohl nicht nur das erzielte Ergebnis diskutieren, sondern vielleicht auch schon über mögliche Koalitionen sprechen.«

Die Wiener Zeitung berichtet zum Wahlergebnis:

»Standing Ovations, minutenlanger Applaus. Egal, wo Michael Häupl nach dem sonntägigen Wahlsieg vor seinen Genossen auftritt, ob im SPÖ-Zelt am Wahlabend oder bei den Sitzungen des Wiener SPÖ-Parteivorstandes und des roten Wiener Ausschusses am Montag, der Bürgermeister wird stürmisch gefeiert.«

Die Zeitung der deutschen Sozialdemokratie, das Parteiblatt vorwärts, hat sich erst gar nicht die Mühe gemacht, selbst zu schreiben. Dort übernimmt man lieber gleich einen Text mit der Überschrift »SPÖ-Wahlsieg in Wien sorgt für Jubel bei Sozialdemokraten« vom Onlineportal blick nach rechts, dem hauseigenen Kampfportal gegen alles, was nicht weit genug links ist.

Eine erfreuliche Ausnahme vom politischen Einheitsbrei an der Medienfront ist diesmal vom österreichischen Kurier zu verzeichnen, wo der Chefredakteur persönlich etwas andere Töne anschlägt.

 

Das Wahlergebnis der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) stellt sich in nackten Zahlen, Daten und Fakten nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis wie folgt dar:

 

256 448 erzielte Stimmen (30,79 Prozent) – ein Plus von insgesamt 61 931 Stimmen oder 5,02 Prozent zur vorherigen Wahl im Jahre 2010. Mit erzielten 34 von 100 möglichen Sitzen im Landtag hat die Partei damit auch die für sie wichtige Verfassungs-Sperrminorität (mehr als ein Drittel der Sitze) knapp erreicht.

 

Damit möchte die Partei von HC Strache das von Rot-Grün vielfach avisierte Ausländerwahlrecht in den nächsten fünf Jahren verhindern.

 

Außerdem errang die Freiheitliche Partei jetzt erstmals auch den Posten eines Vizebürgermeisters. Diese Position soll mit Rathaus-Klubchef Johann Gudenus besetzt werden. Weiterhin konnte die FPÖ in allen 23 Bezirken Wiens Zugewinne verbuchen.


Die als konservativ dargestellte Österreichische Volkspartei (ÖVP) musste unter ihrem Vorsitzenden Manfred Juraczka bei dieser Wahl die größte Niederlage hinnehmen.

 

Mit noch 76 958 erzielten Stimmen (Minus 28 669 oder 4,75 Prozentpunkten) konnte die Partei lediglich ein Endergebnis von 9,24 Prozent verbuchen. ÖVP-Spitzenkandidat Juraczka übernahm umgehend die Verantwortung und kündigte seinen Rücktritt an.

 

Die Grünen konnten zwar mit 98 626 erzielten Stimmen ihr Stimmenergebnis um 3181 Stimmen im Vergleich zur Wahl im Jahre 2010 leicht verbessern, mussten jedoch wegen der hohen Beteiligung an dieser Wahl ebenso einen prozentualen Verlust von 0,80 Prozent verbuchen.

 

Deren Spitzenkandidatin Maria Vassilakou hatte sich daraufhin am Montagabend umgehend ein Vertrauensvotum bei der Landeskonferenz ihrer Partei abgeholt und unverzüglich ihren Rücktritt vom angekündigten Rücktritt erklärt.

 

Als die größten Verlierer dieser Wahl gelten völlig zu Recht wie beschrieben ganz eindeutig die Meinungsforscher. Trotz der vielen gravierenden »Fehlprognosen« kommt niemand auf die Idee, eine längst überfällige Diskussion über ein Verbot von Wahlumfragen im direkten Vorfeld von Wahlen zu entfachen.

 

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Leser-Kommentare (25) zu diesem Artikel

15.10.2015 | 12:21

Rumplhanni

Im Österreichischen Kurier wurde bereits im Juli der Stand der SPÖ in Zusammenhang mit der muslimischen Bevölkerung beleuchtet, da von SPÖ ein „Rechtsruck“ befürchtet wurde. Muslime wollten mit einer eigenen „ethnischen“ konservativen AKP-nahen Partei antreten. Lt. diesem Artikel gab der Politologe Peter Filzmaier der Partei selbst zwar keine Chance, schätzte aber, wie es in diesem Artikel hieß, „großzügig“ 100.000 türkischstämmige Wahlberechtigte, was wiederum aber nicht hieße,...

Im Österreichischen Kurier wurde bereits im Juli der Stand der SPÖ in Zusammenhang mit der muslimischen Bevölkerung beleuchtet, da von SPÖ ein „Rechtsruck“ befürchtet wurde. Muslime wollten mit einer eigenen „ethnischen“ konservativen AKP-nahen Partei antreten. Lt. diesem Artikel gab der Politologe Peter Filzmaier der Partei selbst zwar keine Chance, schätzte aber, wie es in diesem Artikel hieß, „großzügig“ 100.000 türkischstämmige Wahlberechtigte, was wiederum aber nicht hieße, „dass sie sich alle auch als Türken fühlen und eine solche Partei wählen". Auch Wien schwelgte zu Erdogans Besuch in türkischen Fahnen. Die SPÖ hat sich gebrüstet die Interessen von „Migranten“ gut zu vertreten. ..... Geschichtlich bedingt hat Österreich seit 1912 ein Islamgesetz. Am neuen Islamgesetz, das Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) 2014 erneuerte und vorstellte, wurde in der damals kommentierbaren Presse am meisten vom Normalbürger das Recht auf Beschneidung und die Schächtung kritisiert. Österreich, durch seine entsprechende Geschichte früh dazu „gezwungen“, aktuell aus Gründen der Toleranz, des Entgegenkommens, vor allem der Hilflosigkeit gegenüber den uneuropäischen Forderungen seiner aufstrebenden, größer werdenden Paralelgesellschaften erneuert. Sehr interessant zu diesem Thema die Facebookseite des Wiener Akademikerbunds. ..... Von heute auf Morgen wird man wohl leider auch bei diesem Thema keine 180°-Wende schaffen, aber jedes weitere Entgegenkommen ist wider die europäische Gesinnung. Toleranz-gesteuerte deutsche Länder kamen freiwillig mit Sonderregelungen entgegen, die EU-Politik fordert es erschreckender Weise sogar ein. Merkel&EU-konforme Co kauen es uns vor: „Der Islam gehört zu Deutschland!“, so wie EU-Mogherini 2015 vorgibt: “Der Islam hat einen Platz in unseren westlichen Gesellschaft. Der Islam gehört zu Europa. Er hat einen Platz in der Geschichte Europas, in unserer Kultur, in unserer Nahrung und in der Gegenwart und Zukunft Europas”. EU-konform verordnet, mit allen seinen bunten Facetten und somit von einzelnen Ländern nicht mehr verhandelbar. Die Ungarn, die Ost-EU-Länder wehren sich zu Recht gegen diese verwaschene EU-Politik, die wider europäisch-gebildetes Recht und Ethik spricht. ..... Die europäische Grundbevölkerung, die (noch) die Mehrheit ausmacht, denkt wieder innerhalb dieser Mehrheit Großteils anders. Petitionen für Menschenrechte und eben auch für Tierrechte zeigen es. Unsere Kinder, auch Erwachsene, lieben Shawn, das Schaf. In Österreich läuft eine Erfolg versprechende Kampagne gegen das Schächten an. Religionsfreiheit – ein hohes Gut, aber es gibt gewisse ethisch-bedingte religiöse Rituale, die in Europa über jeder Religion zu stehen hätten. Der christlichen Religion schadet diese Forderung nicht, sie hat sich vor über 2000 Jahren bereits von Menschen- und Tieropfern befreit. Es müssen damals bereits mutige, lebensachtende, friedliche, aber freiheitsliebende Menschen gewesen sein. Gerade im humanen Europa, das Religionsfreiheit zusichert, wohl auch Verrat am Menschen, an Kindern, die vielleicht einmal beschließen, Religion nicht mehr in dieser Strenge zu leben, somit also nicht nur Verrat an unseren humanen Gesetzen, sondern auch an diesen getäuschten Menschen. Ob jemand kein Schwein essen darf oder mag, bleibt fast einerlei. Denn: Vegane, also tierfreie Produkte, wären mehr zu begrüßen. Wobei die strengen Regeln, denen unterstützende findige Mammon-Köpfe bereits schweinefleischmessende Instrumente zur Hand geben, schon mehr Phobieähnlichkeit haben und die freie Entscheidung der freiheitlichen Mehheit dadurch erheblich „beschneiden“. Ich erwarte „neutrales“ Fleisch auf meinem Teller, geschlachtet nach deutschem, laxem Tierschutzgesetz – weihen werde ich es nach Wunsch meinem eigenen Gott. Die Einfuhr geschächteten Fleisches gehört untersagt, den ausländischen Tierschutz zu stärken und zum Schutz unserer bäuerlichen Landwirtschaft. Dies zu fordern ist man „Nazi“! ..... Laut eines Presseberichts Ende 2014 gibt es angeblich auf dem Wiener Naschmarkt kein Schweinefleisch mehr. Der Naschmarkt, für Unwissende vielleicht noch Touristenattraktion. Wir haben ihn einmal gesehen, ein zweites Mal ist nicht mehr unser Wunsch. Teils aufdringlichstes Verkaufsgehabe von gewissen exotischen „Herren“ mit süffisantem Lächeln, die ihre getrockneten süßen und saueren Früchtchen anbieten – und das nicht nur an einem Stand. Man fragt sich dabei, wie lange der Viktualienmarkt in München wohl so bayerisch und doch auch gepflegt international bleibt. Und schade auch! Wie gerne würde ich ab und zu ein Kebab kaufen – ich esse kein Halal-Fleisch. „Bunt“ – aber zu deutsch-europäischen, auch ethischen Werten. Wäre das wohl die geforderte Leitkultur?


15.10.2015 | 11:17

Aufklärung tut not

Hier der Artikel von Alexandra Bader, deren Website einfach abgeschaltet wurde! :) Die FPÖ nach der Wahl zum Wahlergebnis Zwei Tage nach der Wahl nahm die FPÖ dazu Stellung, dass sie in Wien erstmals über 30% erreicht hat; Parteichef Heinz-Christian Strache verglich seine Siegesserie mit den vielen Niederlagen von SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann. Die FPÖ hatte vor der Wahl jedoch Belohnung für Hinweise auf Wahlbetrug gesprochen und schon einige Infos aus der Bevölkerung...

Hier der Artikel von Alexandra Bader, deren Website einfach abgeschaltet wurde! :) Die FPÖ nach der Wahl zum Wahlergebnis Zwei Tage nach der Wahl nahm die FPÖ dazu Stellung, dass sie in Wien erstmals über 30% erreicht hat; Parteichef Heinz-Christian Strache verglich seine Siegesserie mit den vielen Niederlagen von SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann. Die FPÖ hatte vor der Wahl jedoch Belohnung für Hinweise auf Wahlbetrug gesprochen und schon einige Infos aus der Bevölkerung erhalten, wie es bei einer Pressekonferenz hieß. Strache meinte, die FPÖ habe "wieder einmal Geschichte geschrieben"; er lasse sich das "historisch beste Ergebnis" in Wien nicht kleinreden, was neben den Medien auch andere Parteien versuchen. "Jede andere Partei würde sich solche Erfolge wünschen" sagte Strache unter Verweis auf die Landtagswahlen, die es in diesem Jahr gab. In Wien war es ein Match "alle gegen einen - eine durchaus interessante Variante", bei der die FPÖ schliesslich nach Auszählung der Briefwahl-Stimmen auf 34 Mandate kam. Strache attestierte der FPÖ eine "Kraft, die nicht zu leugnen ist" und brachte diese mit "demokratischer Stärke" in Verbindung. Absurd findet er Medienberichte, wonach das Wiener Wahlergebnis ihn "entzaubert" habe, denn "so eine Entzauberung würde sich Faymann wünschen". Obwohl die FPÖ überall dort gewonnen hat, wo sie angetreten ist, wird dies in der veröffentlichten Meinung relativiert. Immerhin ist die ÖVP in Wien jetzt einstellig, die NEOS sind es auch, "und die Grünen sind auf dem besten Weg dorthin". Zur Debatte um "geliehene" Stimmen, die von den Grünen angeblich zur SPÖ wanderten (um Strache zu verhindern) meint die FPÖ, dass natürlich jede Stimme "geliehen" sei und man sie sich erarbeiten müsse; außerdem habe auch sie selbst bereits einen hohen Anteil an StammwählerInnen. Bei der SPÖ beobachtete Strache "großen Zweckjubel" für ein schlechtes Ergebnis, aber die GenossInnen "sollen ruhig weiter jubeln". Der bei der SPÖ auftretende "Realitätsverlust" ist nicht das Problem der FPÖ, während aber die Bevölkerung zu Recht Neuwahlen wolle. "An Faymanns Sessel wird ohnehin immer eifriger gesägt", da inzwischen per Unterschriftenliste im Internet sein Rücktritt verlangt wird. Er war am Wahlabend ja auch nur wenige Minuten im SPÖ-Festzelt, "und es hat ihn dann auch niemand vermißt". Nicht nur die SPÖ hat Personalprobleme unter dem "erfolglosesten Parteichef ihrer Geschichte", auch in der ÖVP ist von einem "Django-Effekt" nichts mehr zu bemerken. Dass die Wiener ÖVP ihren Parteiobmann Manfred Juraczka gegen den bisherigen Parteimanager Gernot Blümel austauscht, mag eine schnelle Reaktion sein, aber "auf dem historischen Tiefststand der Wiener ÖVP kann er nicht viel falschmachen". Zwar gibt es jetzt für drei Jahre keine Nationalrats- oder Landtagswahlen, doch Erstere werden nach Erwartung der FPÖ früher oder später vorverlegt. Johann Gudenus wird der erste Vizebürgermeister einer nicht mitregierenden Partei seit Erhard Busek von der ÖVP. Während Medien meinen, er habe deswegen bloss ein Büro und ein Türschild, aber keine Kompetenzen, erklärt Gudenus, dass er Sitz und Stimme im Stadtsenat hat und auch der Bürgermeister selbst kein Ressort innehat. Mit sieben Mandaten mehr sind die Kontrollmöglichkeiten der FPÖ verbessert, da sie bisher Zustimmung der ÖVP brauchte und diese nicht bekommen hat. So gab es zum Beispiel keinen Untersuchungsausschuss zum Wiener Kinderheimskandal; und auch die Finanzgebahrung der Stadt wurde nicht ausreichend unter die Lupe genommen.


15.10.2015 | 11:16

Aufklärung tut not

Teil 3 Bei der Pressekonferenz sprach die FPÖ auch an, dass es Rückmeldungen gab, wonach manche Leute jemand anderen mit in die Wahlkabine nahmen; "dies muss protokolliert werden, aber das ist nicht geschehen". Außerdem habe man ihr verweigert, die Ausgabe von Wahlkarten bei der Wahlbehörde zu bezeugen; gerade in diesem Bereich bewirken Nachzählungen oft Verschiebungen, wie das Beispiel Hohenems zeige. Die FPÖ ist bezüglich der vielen bei ihr einlangenden Hinweise aber...

Teil 3 Bei der Pressekonferenz sprach die FPÖ auch an, dass es Rückmeldungen gab, wonach manche Leute jemand anderen mit in die Wahlkabine nahmen; "dies muss protokolliert werden, aber das ist nicht geschehen". Außerdem habe man ihr verweigert, die Ausgabe von Wahlkarten bei der Wahlbehörde zu bezeugen; gerade in diesem Bereich bewirken Nachzählungen oft Verschiebungen, wie das Beispiel Hohenems zeige. Die FPÖ ist bezüglich der vielen bei ihr einlangenden Hinweise aber realistisch, dass nicht alle eine heiße Spur darstellen und auch nur wenige sich als relevant für Gerichte erweisen. Herbert Kickl hat nicht unrecht, wenn er meint, es müsste allen Parteien daran gelegen sein, Wahlbetrug zu verhindern bzw. nachzugehen; die Reaktionen auf entsprechende FPÖ-Inserate aus der Politik waren jedoch ganz anders. Bitte sammelt meine Texte bzw. lasst sie euch auch per Mail schicken und verbreitet sie! Ich hoffe, dass wir gemeinsam den ursprünglichen Blog wieder ins Netz bekommen; ich habe gegen die Leute, die mich schikanieren und permanent meine Rechte verletzen, weil ich kritisch berichte (musste gerade den Verlust meiner Wohnung und von allem, was ich besitze, verkraften) auch im Sommer Anzeige erstattet. Gegen Cybermobbing, das zu den Schikanen gehört, sind Justizminister Brandstetter und Frauenministerin Heinisch-Hosek (und die SPÖ-Frauen) ja angeblich; nehmen wir sie beim Wort! Alexandra Bader 0043658623555


15.10.2015 | 11:16

Aufklärung tut not

Teil 2 Jetzt kann die FPÖ alleine den Bundesrechnungshof anrufen etwa wegen der Schulden der Stadt, der Frankenkredite, der Wiener Holding und wegen diverser Spekulationsgeschäfte. Dabei ist die FPÖ "wahrscheinlich Oppositionspartei", weil zwar am 15. Oktober Gespräche mit Bürgermeister Michael Häupl stattfinden, er aber nicht mit der zweitstärksten Partei regieren will. Wenn Häupl ein Drittel der WählerInnen "ausgrenzt", will die FPÖ das Amt des...

Teil 2 Jetzt kann die FPÖ alleine den Bundesrechnungshof anrufen etwa wegen der Schulden der Stadt, der Frankenkredite, der Wiener Holding und wegen diverser Spekulationsgeschäfte. Dabei ist die FPÖ "wahrscheinlich Oppositionspartei", weil zwar am 15. Oktober Gespräche mit Bürgermeister Michael Häupl stattfinden, er aber nicht mit der zweitstärksten Partei regieren will. Wenn Häupl ein Drittel der WählerInnen "ausgrenzt", will die FPÖ das Amt des Vizebürgermeisters so anlegen, dass Gudenus ein Ombudsmann für die Bevölkerung wird, dessen Tür allen offensteht und der auch zu den Leuten hinaus in die Bezirke geht. Handlungsbedarf gibt es genug, denn "die Armut in Wien steigt", es sind bereits 400.000 Menschen, darunter 100.000 Kinder davon betroffen. Der FPÖ sind "so viele Fälle bei Wiener Wohnen bekannt", wo MieterInnen in verschimmelten Wohnungen ausharren müssen; außerdem weiss man, dass die Betriebskosten im Vergleich zum privaten Wohnungsmarkt überhöht sind. Gudenus sieht sich als "ehrlichen und offenen Kritiker", der auch zu loben bereit ist, wenn es dazu einen Grund gibt. Er werde "die Kontrollrechte maximal ausschöpfen" und bei den Gesprächen mit Häupl ein Ressort fordern, da die FPÖ für eine Konzentrationsregierung wie in Oberösterreich oder in der Schweiz ist. Ein Sicherheitsressort wäre der Wunsch von Gudenus, der die Polizei entlasten möchte und sich unter Kontrollrechten vorstellt, Kindesmissbrauch in Wien endlich richtig zu untersuchen. Die von den BürgerInnen an ihn herangetragenen Probleme wird er im Stadtsenat thematisieren, verspricht der designierte Vizebürgermeister. Auf die Inserate der FPÖ, die Belohnung für Angaben zu Wahlbetrug versprachen, gibt es rege Rückmeldungen. Strache spricht von "bemerkenswerten Einzelergebnissen", etwa wenn es sich in Floridsdorf, Favoriten und Donaustadt doch noch knapp ausgeht, dass der Bezirk rot bleibt und nicht blau wird. Da überall Wahlkarten beantragt wurden, keineswegs nur in "bürgerlichen" Bezirken, wo sie vor allem Grünen und ÖVP zugute kommen, ist die FPÖ skeptisch anbetracht ihres schlechteren Abschneidens bei der Briefwahl (siehe auch Währing, wo die Grünen schliesslich stärkste Partei wurden). Parteimanager Herbert Kickl meinte, man werde mithilfe statistischer Methoden überprüfen, ob die beobachteten Unregelmässigkeiten erklärbar oder zu große "statistische Ausreißer" sind, als dass es mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Mein Blog unter http://ceiberweiber.myblog.de wurde nach einem Bericht über Diskrepanzen zwischen Wahlumfrage und Hochrechnung ausschliesslich bei den Ergebnissen von SPÖ und FPÖ wegen der Mail eines schon öfter gegen mich vorgeschickten Internet-Stalkers vom Netz genommen. Ich habe im Artikel, den ich einigen dann auch in der Offline-Version gemailt habe, auch Günther Ogris von SORA zitiert, mit dem ich gesprochen habe und der meinte, dass 2010 sowohl Umfrage als auch Hochrechnung perfekt waren, diesmal aber nur die Hochrechnung. Vielleicht kann es an der "Rückerinnerungsfrage" liegen, bei der es darum geht, was man vor 5 Jahren gewählt hat. Allerdings gibt es bei einem großen Sample (2000 Personen; jene Umfragen, die in den Zeitungen zu lesen waren, hatten nur Samples von 400 bis 500 Personen; die Populationsstichprobe wäre über 800) keine Ungenauigkeiten bei kleineren Parteien, eben weil von diesen genug WählerInnen vorkommen. Und seltsamerweise gab es offenbar auch keinen Austausch unter ihnen oder zwischen ihnen und SPÖ und FPÖ, sondern da passten Umfrage und Hochrechnung zueinander.


14.10.2015 | 13:40

Alexandra Bader

@ Chris T: Wundern braucht man sich über gar nichts mehr; (Anm. d. Redaktion: Anschuldigungen gegen Dritte können an dieser Stelle nicht gepostet werden). Einstweilen kommentiere ich hier die Wahl: http://ceiberweiber1.myblog.de/ceiberweiber1/art/10329813/Die-FPO-nach-der-Wahl-zum-Wahlergebnis - wichtig ist, dass viele sich an myblog wenden; offenbar habe ich ja ins Schwarze getroffen. Man kann mir auch unter alexandra@ceiberweiber.at mailen, dann kann ich die offline-Versionen...

@ Chris T: Wundern braucht man sich über gar nichts mehr; (Anm. d. Redaktion: Anschuldigungen gegen Dritte können an dieser Stelle nicht gepostet werden). Einstweilen kommentiere ich hier die Wahl: http://ceiberweiber1.myblog.de/ceiberweiber1/art/10329813/Die-FPO-nach-der-Wahl-zum-Wahlergebnis - wichtig ist, dass viele sich an myblog wenden; offenbar habe ich ja ins Schwarze getroffen. Man kann mir auch unter alexandra@ceiberweiber.at mailen, dann kann ich die offline-Versionen der Artikel schicken.


14.10.2015 | 12:00

Chris T.

@ Alexandra Bader. Ich habe mich vor ca. 2 Wochen auf Krone.at unter den Namen "LosMiNedMundstadmochn" registriert. Hatte mit den zugesanten automatisierten Link die Registrierung abgeschlossen und spät abends noch 3 kommentare bez. Wahlen und Asylanten problem abgegeben. Die waren sachlich und keineswegs beleidigent oder rassistisch. am nächsten morgen funktionierte der Benutzername nicht mehr. Hab das Kundencenter informiert mit der rück antwort ich solle ihnen meinen...

@ Alexandra Bader. Ich habe mich vor ca. 2 Wochen auf Krone.at unter den Namen "LosMiNedMundstadmochn" registriert. Hatte mit den zugesanten automatisierten Link die Registrierung abgeschlossen und spät abends noch 3 kommentare bez. Wahlen und Asylanten problem abgegeben. Die waren sachlich und keineswegs beleidigent oder rassistisch. am nächsten morgen funktionierte der Benutzername nicht mehr. Hab das Kundencenter informiert mit der rück antwort ich solle ihnen meinen Benutzernamen und E-mail adresse mitteilen. Dann staunte ich nicht schlecht was da als antwort kam. Ich versuch mal eine extra kurze Kurzform. Bezugnehmend auf Ihre AGB haben sie mich kurzerhand gelöscht und es wird mir Zeit meines Lebens nicht mehr erlaubt mich auf Krone.at zu registrieren. Laut AGB bräuchten sie auch keinen Grund anzugeben warum und weshalb. Soviel zum Gesetz "Meinungsfreiheit". Ich dachte dies sei ein Menschenrecht?!

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