Thursday, 25. August 2016
14.03.2014
 
 

Megaspekulant und »Philanthrop« George Soros zu Putins »blindem Fleck« und warum »Europa vielleicht nicht überleben wird«

Tyler Durden

»Europa steht eine 25-jährige Stagnation bevor, wie Japan sie noch erlebt«, warnt George Soros in diesem Interview mit Bloomberg TV. Ohne eine intensivere Integration »handelt es sich bei der EU um einen unvollständigen Staatenverbund, der möglicherweise nicht überleben wird«.

Soros behauptete, die Finanzkrise (von 2008) sei jetzt überwunden, aber nun drohe »eine politische Krise«, die aufgrund der in der Verantwortung stehenden Gläubiger (Deutschland) zum Auseinanderbrechen des freiwilligen Staatenverbundes führen könnte.

 

Er hoffe allerdings, dass die Entwicklungen in der Ukraine Europa wachrüttelten, da sich Russland immer mehr als Rivale und Konkurrent der Europäischen Union erweise. Putin, so fürchtet Soros, »hat eine ganz unterschiedliche Vorstellung davon, wie eine Gesellschaft aussehen sollte… Er hat dort einen blinden Fleck – er glaubt, die Menschen könnten manipuliert werden, ohne sich dem widersetzen zu können«. Aber das sei falsch, ist Soros überzeugt, »Menschen glauben an Freiheit«.

 

 

 

George Soros zu den kommenden Entwicklungen in Europa:

»Ohne noch radikalere Veränderungen droht Europa eine lange Phase der Stagnation. Nationen können auf diese Weise überleben. Japan versucht gerade, sich aus einer 25-jährigen Stagnationsphase zu befreien, während Europa gerade dabei ist, in eine solche Phase einzutreten. Die Europäische Union ist kein einzelnes Land. Sie ist ein unvollständiger Staatenverbund, und es könnte durchaus sein, dass sie eine 25 Jahre anhaltende Stagnation nicht überlebt.

Die Finanzkrise als solche ist vorbei. Aber nun droht uns eine politische Krise, weil die Euro-Krise die EU, die eigentlich als freiwilliger Zusammenschluss gleicher und souveräner Staaten gedacht war, die Teile ihrer Souveränität zum Wohle des Ganzen abgegeben haben, in etwas grundsätzlich Anderes verwandelt hat. Jetzt wird die EU durch die Beziehung zwischen Gläubigern und Schuldnern geprägt, wobei die Schuldnerländer in Zahlungsschwierigkeiten stecken und ihre Schulden nicht bedienen können. Und das wiederum bringt die Gläubiger in Zugzwang. Damit wird die Euro-Zone in zwei Klassen aufgespalten – in Gläubiger und Schuldner. Die Gläubiger haben nun das Sagen, und leider erweist sich die Politik, die insbesondere Deutschland Europa aufzwingt, als kontraproduktiv und verschlechtert die Lage in den Schuldnerländern immer weiter. Gegenwärtig weist Europa, die Euro-Zone, zwar ein geringes Wachstum auf, aber das liegt nur daran, dass Deutschland mit großen Schritten vorauseilt, während bspw. Italien und Spanien zurückfallen.«

 

Zentralbanken und mögliche Schwächen aufgrund der vorliegenden Wirtschaftsindikatoren und der Deflation

»Dies wird ein sehr hartes Jahr für die Banken werden. Sie stehen wegen des Stresstests unter Druck. Das Interesse der Banken, diesen Stresstest zu bestehen, ist größer als das, neue Kredite an die Wirtschaft zu geben. Aufgabe der Banken ist es, die Ersparnisse der Menschen etwa in Form von Krediten in die Realwirtschaft zu lenken. Diese Aufgabe erfüllen die Banken nicht.«

Auswirkungen der Entwicklungen in der Ukraine auf Europa

»Die Lage in der Ukraine muss Europa wachrütteln, denn Russland erweist sich immer mehr als Rivale und Konkurrent zur Europäischen Union. Putin versucht, das russische Reich als Rivale und Konkurrent zur Europäischen Union zu positionieren und war damit in politischer Hinsicht bisher sehr erfolgreich. Weniger Erfolg hatte er in finanzieller und wirtschaftlicher Hinsicht, denn die russische Wirtschaft läuft insgesamt nicht gut, aber Putin hat die Europäische Union ausgespielt und ausmanövriert, weil Europa [unverständlich] … zu viel forderte und zu wenig anbot. Daher war es für Putin nicht schwierig, die EU auszumanövrieren. Aber die ukrainische Bevölkerung hat sich unter Einsatz ihres Lebens erhoben und demonstriert. Sie ist entschlossen, Teil Europas zu werden. Dies ist eine enorme Herausforderung für Europa, und Europa muss seine eigene europäische Identität wiederentdecken und damit aufhören, dass jedes Land nur seine eigenen nationalen Interessen verfolgt und dabei mit den anderen Ländern in immer größere Konflikte gerät. Es gibt bestimmte Kernprinzipien – Demokratie, eine offene Gesellschaft und Freiheit –, die Europa immer hochgehalten hat und für die es jetzt einstehen und hinter denen es sich jetzt sammeln muss.

Putin vertritt demgegenüber ein ganz anderes Konzept von Gesellschaft. Er ist der Ansicht, dass die Bevölkerung manipuliert werden kann. In dieser Hinsicht hat er einen ›blinden Fleck‹. Es übersteigt seine Vorstellungskraft, dass sich Menschen spontan entschließen, sich zu wehren. Seiner Ansicht nach muss es sich um eine Verschwörung handeln, wenn die Ukraine Widerstand leistet. An dieser Verschwörung sind die Amerikaner, die CIA und meine Stiftung beteiligt, die sich verschworen haben, ihn zu bedrohen oder seine Politik zu untergraben. Aber das ist nicht der Fall, Menschen glauben einfach an Freiheit.«

 

 

 


 

 

 

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