Montag, 21. August 2017
27.04.2016
 
 

Schweden in höchster Alarmbereitschaft: IS-Kämpfer sind ins Land eingesickert, um Anschläge gegen Zivilisten zu verüben

Tyler Durden

Die Ermittlungen zu den tragischen Bombenanschlägen in Brüssel Ende März, für die die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Verantwortung übernommen hatte, ergaben, dass die Anschläge von einer halbautonomen Brüsseler IS-Zelle verübt worden waren. Diese hatte eng mit jener französischen Gruppe zusammengearbeitet, die für die Anschläge in Paris im November 2015 verantwortlich war.

 

Kurz nach den Brüsseler Anschlägen hatten wir berichtet, dass der IS mindestens 400 Terroristen ausgebildet und nach Europa geschickt habe, um dort Anschläge zu verüben. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press (AP), das »Netzwerk miteinander verbundener, beweglicher und halbautonomer Zellen belegt den weitreichenden Einfluss der Extremistengruppe in Europa, auch wenn sie in Syrien an Boden verliert«.

 

Vor allem der Schlusssatz dieser Meldung ist in hohem Maße beunruhigend: »Die Regierungsvertreter erklärten, den Kämpfern sei befohlen worden, den richtigen Zeitpunkt und Ort sowie die angemessene Methode herauszufinden, um ihre Mission durchzuführen.«

 

Offenbar kam jetzt einen Monat später ein möglicher Ort für einen neuen IS-Terroranschlag ans Licht.

 

Am heutigen Mittwoch berichteten schwedische Medien, Vertreter der lokalen Sicherheitsbehörden seien aufgrund ernst zu nehmender Anzeichen für eine akute Terrorbedrohung in »erhöhter Alarmbereitschaft«. Diesen Berichten zufolge sollen bereits einige IS-Kämpfer in Schweden eingesickert sein, um in der schwedischen Hauptstadt Stockholm Anschläge gegen zivile Ziele zu verüben.

 

»Gegenwärtig sammeln wir Hinweise und nachrichtendienstliche Informationen und gleichen sie mit unseren nationalen und internationalen Partnern ab«, erklärte der Pressesprecher des schwedischen Inlandsnachrichtendienstes Säkerhetspolisen (Säpo), Simon Bynert, gegenüber der Nachrichtenagentur TT. Dabei arbeite die Säpo auch eng mit der schwedischen Polizei zusammen. »Das schließt ein, dass wir diese Information mit ihnen teilen, um zu sehen, ob sie geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen können, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen«, fuhr er fort.

 

Die schwedische Tageszeitung Expressen berichtete, der Geheimdienst habe von irakischen Kollegen Informationen über eine akute Terrorbedrohung in Schweden erhalten. Sieben bis acht IS-Terroristen sollen sich bereits in Schweden aufhalten, behaupteten Quellen gegenüber Expressen. »Laut den Informationen planen die Terroristen Anschläge auf zivile Ziele in der schwedischen Hauptstadt«, hieß es weiter.

 

Der schwedische Geheimdienst hat die Berichte der beiden Zeitungen Expresssen und Aftonbladet, der größten Boulevardzeitung Skandinaviens, bisher offiziell nicht bestätigt, aber es hieß, man werte die erhaltenen Informationen sorgfältig aus.

 

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP wurde in lokalen Medien darüber spekuliert, dass der 70. Geburtstag des schwedischen Königs Karl XVI. Gustav am 30. April zu den möglichen Anschlagszielen der Terroristen gehören könnte, da anlässlich dieses Tages die Königsfamilie, aber auch Vertreter der Regierung und anderer europäischer Königshäuser zusammenkämen.

 

Es ist daher durchaus wahrscheinlich, dass sich tatsächlich bereits sieben bis acht IS-Kämpfer in Schweden aufhalten, wo der nächste Terroranschlag stattfinden könnte. Mindestens 300 schwedische Staatsbürger sind in den Irak und nach Syrien gereist, um sich dem Islamischen Staat anzuschließen, wie eine Untersuchung ergab, die am 1. April vom Internationalen Zentrum für Terrorbekämpfung (ICCT) in Den Haag veröffentlicht wurde. Fast die Hälfte dieser Personen stammt aus der zweitgrößten schwedischen Stadt Göteborg, in der etwa eine halbe Million Menschen leben.

 

Damit ist Göteborg auf europäischer Ebene die Stadt, in der sich gemessen an der Bevölkerung »die höchste Anzahl von Personen in gewaltbereite Extremisten verwandelte«. Das erklärte der für Integration verantwortliche schwedische Polizeichef Ulf Boström im vergangenen Jahr und bezeichnete Göteborg als führenden »IS-Rekrutierungsort in der Europäischen Union«.

 

Im März dieses Jahres berichtete Europol, 3000 bis 5000 sogenannter »ausländischer Kämpfer« – dabei handelt es sich um EU-Bürger, die in IS-Terrorlagern ausgebildet wurden – seien nach Europa zurückgekehrt und stellten eine »völlig neue Herausforderung« dar.

 

Schwedische Medien berichteten im April, Islamisten hätten erfolgreich die Partei der schwedischen Grünen (Miljöpartiet de gröna, MP) unterwandert. Laut Lars Nicander von der schwedischen Försvarshögskolan, einer universitären Ausbildungseinrichtung der Streitkräfte, sind »Personen, die der Muslimbruderschaft, einer islamistischen Partei, nahestehen, gegenwärtig dabei, im großen Stil in der MP Fuß zu fassen«.

 

Die Spannungen in der Bevölkerung in der Frage der Einwanderung und der Flüchtlingsproblematik nehmen in Schweden immer mehr zu. Erst kürzlich forderten aufgebrachte Einwohner Stockholms von der Stadtregierung in Stockholm mit deutlichen Worten Antworten ein, nachdem Pläne der Stadtverwaltung bekannt wurden, Hunderte muslimischer Einwanderer unmittelbar neben einer Schule anzusiedeln.

 

Sollte es in dieser angespannten Situation in Stockholm zu einem Terroranschlag kommen, könnte dies der Funken sein, der das Pulverfass zur Explosion bringt und die nächste, weitaus gewalttätigere Phase der europäischen Flüchtlingskrise einleitet.

 

 

 

 

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