Tuesday, 27. September 2016
03.12.2014
 
 

Ukrainische Goldreserven »in Luft aufgelöst«: Unmut gegen die Zentralbanker wächst

Tyler Durden

Wie vor etwa zwei Wochen berichtet, konnte man nach einer überraschenden Erklärung der ukrainischen Zentralbankchefin Waleriya Gontarewa zur besten Zeit im ukrainischen Fernsehen erfahren, dass praktisch die gesamten Goldreserven der Ukraine verschwunden seien. Von den etwa 42,3 Tonnen noch im Februar seien nur noch geringe Mengen an Goldbarren vorhanden.

 

Es war abzusehen, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein konnte, bis es in der ukrainischen Bevölkerung, deren große Mehrheit unschuldige Bauern auf dem Schachbrett einer geopolitischen Auseinandersetzung zwischen West und Ost ist, zu brodeln beginnen würde und zutiefst verärgert Antworten und auch personelle Konsequenzen eingefordert werden würden.

 

Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine meldete, hat »ein Gericht in Kiew die Staatsanwaltschaft angewiesen, gegen die ukrainische Zentralbankchefin Waleriya Gontarewa wegen des Verdachts auf Macht- oder Amtsmissbrauch zur illegalen Bereicherung Klage zu erheben, wie die Zeitung Westi am Dienstag berichete.«

 

Weiter schriebt Interfax: »Die Entscheidung wurde vom Bezirksgericht Pechersk am 1. Dezember getroffen, nachdem der Fall mit dem Aktenzeichen 757/33600/14 geprüft worden war. Die Staatsanwaltschaft Kiew wurde angewiesen, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten und dies auch in das Register der Voruntersuchungen einzutragen.« Gontarewa wird Macht- oder Amtsmissbrauch im Sinne von § 364 des Strafgesetzbuches der Ukraine vorgeworfen.

 

Kläger ist dabei der Rechtsanwalt Rostyslaw Krawez, schrieb die Zeitung. Er bestätigte dies auf seiner Facebook-Seite und erklärte, die Entscheidung des Gerichts sei erst nach dem dritten Antrag gefallen. Noch im November dieses Jahres hatte die Staatsanwaltschaft die Eröffnung eines Verfahrens abgelehnt.

 

Des Weiteren werden der Zentralbankchefin auch Devisenmarktinterventionen seitens der (ukrainischen) Zentralbank (NBU) im August 2014 vorgeworfen.

 

So kaufte die NBU auf dem Interbank-Devisenmarkt US-Dollar zu einem Kurs von 11.93 Hrywnja (UAH), um sie dann für 12,26 UAH wieder zu verkaufen. In derselben Woche, am 8. August, handelte sie zu einem höheren Kurs von 12,45 – 12,6 UAH pro Dollar mit Devisen.

 

Zuerst verkaufte sie auf dem Interbank-Devisenmarkt 69 Millionen Dollar zu einem niedrigeren Kurs, und einige Tage später kaufte sie dann 35 Millionen Dollar zu einem günstigeren Kurs. Als Folge dieser Transaktionen verlor die NBU etwa 19 Kopijki pro Dollar, erklärte Krawez.

 

Mit ihrem Vorgehen, so Krawez weiter, habe Gontarewa »absichtlich extrem ungünstige Transaktionen im Hinblick auf die Gold- und Devisenreserven der Ukraine vorgenommen, obwohl die Zentralbank nach der Verfassung der Ukraine die Verpflichtung besitzt, die Goldreserven des Landes zu erhalten.«


Zu den Folgen dieser Machenschaften kommt noch hinzu, dass die ukrainische Zentralbank gegenwärtig praktisch »goldfrei« ist. Wie Gontarewa selbst erklärt, machen die Goldreserven derzeit nur ein Prozent der gesamten Reserven des Landes aus.

 

Es bleibt abzuwarten, ob dies der Funke sein könnte, der eine »Gegenrevolution« auslöst (immerhin brauchte Ägypten ein Jahr, um sich gegen das von der CIA und dem amerikanischen Außenministerium aufgezwungene Marionettenregime zu wehren). Einige allerdings haben schon gemerkt, dass ein neuer Wind bläst.

 

Wie Bloomberg gerade eben berichtete, hat eine weitere Zentralbankerin, Olena Schtscherbakowa, ihres Zeichens Leiterin der Abteilung für Geldpolitik in der NBU, ihren Rücktritt angekündigt.

 

Auf telefonische Nachfrage sagte sie nur, sie habe »das Recht, ihr Amt aufzugeben«, ohne Gründe für ihre Entscheidung zu äußern.

 

Natürlich hat sie dieses Recht, aber wir glauben, dass nicht einmal ein früherer Partner bei Goldman Sachs bereit wäre, ihren Platz einzunehmen, da sich in der ukrainischen Bevölkerung zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass sie von den gleichen Leuten massiv betrogen wurden, die ihnen nach dem Putsch gegen den Präsidenten im Februar noch versprochen hatten, die Lage im Land zu verbessern.

 

 

 

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Leser-Kommentare (24) zu diesem Artikel

25.12.2014 | 22:20

FranzCarl

Da warten noch so viele "Demokraten" darauf Oligarch zu werden. Dafür muss man sich als Opfer darstellen, schiesst Verkehrsflugzeuge ab, verbietet den Bewohner des östlichen Teils sogar ihre Muttersprache. Schickanierte die Russische Flotte in Sewastopol, entrechtete die Krim. Nur so schickt Mutti die Milliarden die unserer Rentenkasse nötig hätte.


10.12.2014 | 21:48

Walter

@Alex,
100% correct description, we are just a furt far away from revolution!


10.12.2014 | 11:27

Alex

War wohl nicht anders zu erwarten. Die neue sozialistische Weltordnung lässt schon mal grüßen. Fleißige amerikanische und ukrainische Kommunisten bei der Arbeit. Die Decknamen sind Politiker, Präsidenten, Funktionäre, Kommissare und Zentralbank-Schergen. Aber nimmt man die Etiketten weg, sind es nur einfache Verbrecher, Mörder, Räuber und Diebe!!! Jeder tut halt das, was er am besten kann. Für unser Leben sind sie so nützlich wie Rheuma, wie übrigens jedes Staatswesen, was...

War wohl nicht anders zu erwarten. Die neue sozialistische Weltordnung lässt schon mal grüßen. Fleißige amerikanische und ukrainische Kommunisten bei der Arbeit. Die Decknamen sind Politiker, Präsidenten, Funktionäre, Kommissare und Zentralbank-Schergen. Aber nimmt man die Etiketten weg, sind es nur einfache Verbrecher, Mörder, Räuber und Diebe!!! Jeder tut halt das, was er am besten kann. Für unser Leben sind sie so nützlich wie Rheuma, wie übrigens jedes Staatswesen, was zusammenhängender Weise, diese Individuen anzieht, wie Motten das Licht und ihnen überhaupt erst erlaubt, friedlichen Menschen böses anzutun. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob wir hierbei über die ukrainische, amerikanische, russiche, deutsche oder sonst eine Regierung sprechen. Das Spiel heißt: psychopathische Mafiosis kämpfen um die Macht. Und vielleicht schon gemerkt...egal wie es ausgeht... der friedliche Bürger ist immer der Verlierer. Im NationalSOZIALISMUS hieß es "Wollt Ihr den totalen Krieg?"... die neue Form heißt... "Wollt Ihr den totalen Kommunismus? (nur eine andere Form von Faschismus)". Und die Massen sind gerade dabei wieder einmal "JAAAAAA" zu schreien.


07.12.2014 | 10:52

Martin1

Fünf Milliarden US Dollar hat Viktoria Nuland für den Putsch in der Ukraïne investiert.
Das Gold war der erste ROI.


04.12.2014 | 13:19

kurt mäschli

Genau "pingpong", darum hat das dumme Schweizervolk die Chance der Goldinitiative nicht angenommen! Der Volksveräter Hildebrand der 1600 Tonnen Gold (Volksvermögen) verscherbelt hat, läuft frei herum. Wo? In Amerika natürlich!


04.12.2014 | 10:11

dvvoid

Thyler meine Tropfen. Ist dieser Artikel denn wenigstens von Ihnen selbst recherchiert, oder wieder nur vom großen Terrorneger jenseits der Atlantikbrücke vorgekaut? Man kennt ja schließlich seine Pappenheimer. Respekt trotzdem, dass Sie sich überhaupt noch trauen, hier zu schreiben.

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