Britische Geheimdienste: Viele der Randalierer gehören zu kriminellen Familien
Udo Ulfkotte
Der technische britische Geheimdienst GCHQ mit Sitz in Cheltenham hat im Auftrag des Premierministers und in Zusammenarbeit mit Scotland Yard einen ersten Teil jener BBM (BlackBerry Messenger) Nachrichten ausgewertet, mit denen die Plünderungen und Brandschatzungen in London im Hintergrund koordiniert wurden. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den Hintermännern der Unruhen in der ersten Nacht demnach keinesfalls um »sozial unzufriedene Jugendliche«, sondern um den Sicherheitsbehörden bestens bekannte Mitglieder krimineller Familien.

BBM (BlackBerry Messenger) Nachrichten sind verschlüsselt und lassen sich für die »normalen« Strafverfolgungsbehörden nicht zur Telefonnummer des Absenders zurückverfolgen. Doch der GCHQ hat den erforderlichen Krypto-Schlüssel. Mehrere Hundert Mitglieder krimineller Gangs, die sich an
den ersten Plünderungen beteiligt haben und entsprechende BBM an Bandenmitglieder gesendet hatten, wurden mittlerweise vom GCHQ identifiziert. Auch die britischen Medien beteiligen sich inzwischen mit Veröffentlichungen von Fotos der Plünderer an der Jagd auf die zugewanderten Verbrecher. Auch der Traffic von Twitter wird genau überwacht.
Nach Auswertung der ersten BBM-Nachrichten, mit denen die Unruhen in der ersten Nacht koordiniert wurden, handelte es sich keinesfalls um eine »soziale Protestbewegung«, sondern schlicht um Kriminelle, die eine günstige Gelegenheit für Plünderungen ihrer Bandenmitglieder ausnutzten. Daran hat sich bis zur Stunde nichts geändert. Der kriminelle Mob zieht durch britische Ballungsgebiete. Es gibt keine sozialen Forderungen, nur eine Orgie der Gewalt, Brandschatzungen und Plünderungen. Während es in der vierten Nacht seit Ausbruch der Gewaltorgie in London dank der 16.000 eingesetzten Polizisten weitgehend ruhig blieb, kam es dort zu Gewaltausbrüchen, von wo die für den Schutz der Londoner benötigten Polizisten abgezogen worden waren: Manchester, Nottingham, Liverpool, Birmingham, Leicester, Wolverhampton, West Bromwich und Salford.
Schon jetzt ist klar, dass jene, die sich an den Unruhen, Plünderungen und Brandschatzungen beteiligt haben, zum minderintelligenten Teil der britischen Bevölkerung gehören müssen. Denn in keinem anderen europäischen Land gibt es so viele Überwachungskameras wie in Großbritannien. Und in keinem anderen europäischen Land gibt es mehr Erfahrungen mit dem Einsatz von Gesichtserkennungssoftware. Schon haben sich erste Google-Gruppen zusammengeschlossen, um der Polizei bei der Identifizierung der Verbrecher zu helfen. Man darf gespannt darauf sein, wie die Briten dieses Mal mit den Verbrechern umgehen werden. In der Vergangenheit haben sie kriminelle Jugendliche häufig auf Staatskosten in Freizeitparks geschickt, um sie abzulenken. Damit dürfte jetzt wohl Schluss sein.
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