Sunday, 25. September 2016
30.06.2011
 
 

Deutsches Gas gegen Athener Bürger – Bundesregierung verdient an griechischen Aufständen

Udo Ulfkotte

Die deutsche Wirtschaft freut sich. Es gibt viele Aufträge. Nur ein EU-Land bereitete gewisse Probleme: Bei den Ausfuhren nach Griechenland gab es starke Einbrüche, zumindest bei Maschinen und pharmazeutischen Produkten. Doch es naht Hoffnung für die deutsche Wirtschaft. Denn da ist ein anderes deutsches Produkt, das derzeit auf dem griechischen Markt mal wieder reißenden Absatz findet: deutsches Gas. Damit schlägt die griechische Regierung jetzt die Aufstände in Athen gegen das Sparpaket nieder.

Die Griechen sind derzeit nicht gut auf die Deutschen zu sprechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird als Nazi dargestellt. Und die Deutschen sind aus Sicht vieler Griechen schlicht Verräter. Nach Auffassung der in Griechenland lebenden Menschen saugen die Deutschen den Griechen nun das Blut aus. Das Ende der deutsch-griechischen Freundschaft scheint gekommen.

Viele Griechen demonstrieren nun vor dem Athener Parlament gegen den von der Regierung beschlossenen Sparkurs. Und die Regierung lässt das eigene Volk mit Tränengas beschießen. Das

gab es erstmals 2008. Und es wird seither immer schlimmer. Was viele Griechen nicht wissen: Zur Niederschlagung der Volksaufstände hat Griechenland aus deutschen Beständen gewaltige Mengen an Kotz- und Tränengas bekommen. Das alles wurde auf Kredit geliefert. Es stammte 2008 aus deutschen Polizeibeständen. Und jetzt wird es direkt ab Fabrik geliefert. Bezahlt wird es vom deutschen Steuerzahler. Jede in Athen und anderen griechischen Städten von den Polizeikräften in die Menschenmassen abgefeuerte Gasgranate schlägt voll in den deutschen Auftragsbüchern auf und erhöht die Schulden der Griechen bei den Deutschen. Man könnte auch sagen: Die Bundesregierung verdient an den griechischen Aufständen. Denn Berlin geht ja davon aus, dass die Griechen ihre Schulden irgendwann bezahlen werden.

 

Schon seit Dezember 2008 lieferte Deutschland (in Vorbereitung auf die aus Berliner Sicht dringend gebotene Niederschlagung griechischer Volksaufstände) heimlich deutsches Kotzgas nach Athen. Britische Medien hatten ausführlich darüber berichtet. Nur die deutschen Medien verschwiegen es.

Deutsche Politiker haben eine ganz einfache Lösung für die aufmüpfige europäische Bevölkerung: Gas. Genauer gesagt: Tränen- und Kotzgas. Überall in Europa wurde die Produktion seit den ersten Unruhen 2008 hochgefahren, weil der Bedarf nach den Prognosen unserer »Volksvertreter« noch deutlich steigen würde. Das aus Deutschland nach Athen (aber auch nach Madrid und Lissabon) gelieferte Aerosol heißt fachlich korrekt »2-Chlorbenzyliden-Malonsäuredinitril« und wird kurz CS-Gas genannt. Einer der vielen bekannten Anbieter für reizende Gase ist die chemische Fabrik Carl Hoernecke im baden-württembergischen Oberstenfeld. Dort liefert man Qualität seit 1896. Wie es aussieht, werden deutsche Unternehmen wie die chemische Fabrik Carl Hoernecke neue Arbeitskräfte einstellen können, denn die Produktion von Reizgas dürfte ganz sicher eine europäische Wachstumsbranche werden.

Man sieht also: Die deutsche Wirtschaft boomt. Und auch beim Export nach Griechenland können die deutschen Unternehmen noch zulegen. Nur das griechische Volk sollte wohl besser nicht wissen, woher das Tränengas kommt und welche Regierung es den Athener derzeit sogar per Luftfracht liefert: die deutsche Bundesregierung. Wenn sich diese belegbare Nachricht in Griechenland verbreitet, dann werden die Griechen die deutsche Bundesregierung als das sehen, was sie ist: eine Regierung, die den Willen eines europäischen Volkes brutal niederschlagen lässt.

Hinweis: Wir hatten an dieser Stelle schon früher über deutsche Gaslieferungen an die Athener Regierung zur Bekämpfung der Demonstrationen berichtet.

 

 


 

 

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