Saturday, 25. June 2016
19.08.2010
 
 

Europa: Die Geldgier der Eurokraten

Udo Ulfkotte

In den Niederlanden bekommen Rentner vom 1. Januar 2011 an bis zu 14 Prozent weniger Geld. In Dänemark wird die Bezugszeit von Sozialhilfe halbiert. In Großbritannien soll eine neue Akademikersteuer eingeführt werden. In Griechenland steigt mit einer Erwerbslosenquote von bis zu 70 Prozent auch die Wut der Bevölkerung. Und wie reagiert man in Brüssel? Die 32.140 EU-Beamten sollen schon wieder mehr Gehalt bekommen. Sie wollen gleich mit drei (!) Gehaltserhöhungen belohnt werden. Wie wir das finanzieren? Ganz einfach: Die EU plant jetzt eine Rohstoffsteuer.

Überall in Europa regiert jetzt der Rotstift – nur nicht bei der EU –, doch dazu später. In den Niederlanden gibt es vom 1. Januar an Rentenkürzungen um bis zu 14 Prozent, weil die Pensionskassen in der Wirtschaftskrise zu viel Geld verloren haben. Einen anderen Ausweg als die tiefen Einschnitte bei den Renten gibt es nicht. Auch in Dänemark werden die Leistungen des Sozialstaats gerade brutal zusammengestrichen. Im bankrotten Großbritannien sollen Hochschulabsolventen künftig zusätzlich zur Einkommensteuer eine Akademikersteuer zahlen, um das Land vor dem Kollaps zu retten. In Griechenland, wo das ganze Ausmaß der Finanzkrise trotz der EU-Überweisungen in Milliardenhöhe langsam die ganze Bevölkerung in den Wutstau presst, drohen jetzt selbst brave Familienväter mit dem Aufstand. Und auch in Deutschland müssen sich Rentner und Inhaber von Lebensversicherungspolicen darauf einstellen, erhebliche Einbußen hinzunehmen.

Überall kracht und knirscht es im Gebälk. Doch die Europäische Union macht sich Gedanken darüber, wie man noch mehr Geld aus den gebeutelten EU-Bürgern herauspressen kann. Sie will unbedingt eine eigene EU-Steuer. Und damit jeder Bürger garantiert zur Kasse gebeten wird, will man sie »Rohstoffsteuer« nennen: Es geht nicht etwa nur um Rohstoffe wie Erze oder Rohöl. Nein, es geht auch um Wasser und Holz. Egal, was man kauft – man bezahlt zusätzlich für die Rohstoffe. Was macht die EU dann mit dem Geld? Da muss man nicht lange spekulieren. Schließlich wollen die 32.140 EU-Beamten in Brüssel trotz leerer Kassen ihre drei (!) Gehaltserhöhungen.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Das »Euro-Spiel« geht munter weiter

Michael Grandt

Die Kursrallye des Euro ist noch lange nicht zu Ende. Aber im Gegensatz zu früher folgt sie keiner volkswirtschaftlichen Logik mehr und wird für den Sparer immer unberechenbarer.  mehr …

Der Euro wird nicht nachhaltig ansteigen

Michael Grandt

Der Euro erholt sich wieder, aber für einen nachhaltigen Anstieg der europäischen Einheitswährung gibt es keine Anzeichen. Manche Experten gehen sogar davon aus, dass der Kurs zum Jahresende nur noch bei rund 1,15 US-Dollar liegen könnte.  mehr …

Banken fürchten Massenpanik

Michael Grandt

Europäische Banken kassierten Hunderte von Milliarden, um die Finanzkrise zu bewältigen, ohne Rechenschaft über ihre eigene Wirtschaftlichkeit ablegen zu müssen. Jetzt soll ein Stresstest die Risiken in ihren Bilanzen öffentlich machen – was eine Massenpanik an den Märkten auslösen könnte.  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

China: Babys landen im Müll

Michael Grandt

Zwangsabtreibungen, Zwangssterilisationen und Kindstötungen. Chinas »Ein-Kind-Politik« sorgt für einen Männerüberschuss und die höchste Frauenselbstmordrate auf der ganzen Welt.  mehr …

Das »Euro-Spiel« geht munter weiter

Michael Grandt

Die Kursrallye des Euro ist noch lange nicht zu Ende. Aber im Gegensatz zu früher folgt sie keiner volkswirtschaftlichen Logik mehr und wird für den Sparer immer unberechenbarer.  mehr …

Neuer Superradar wird zum Auge des Staates

Udo Schulze

Ein neuer Superradar sorgt derzeit in der Schweiz bei Autofahrern für Aufregung. Das Gerät wurde in Genf getestet und soll ab Ende August regulär eingesetzt werden. Das Unangenehme daran: Mithilfe der neuen Entwicklung ist eine totale Verkehrsüberwachung möglich.  mehr …

Banken fürchten Massenpanik

Michael Grandt

Europäische Banken kassierten Hunderte von Milliarden, um die Finanzkrise zu bewältigen, ohne Rechenschaft über ihre eigene Wirtschaftlichkeit ablegen zu müssen. Jetzt soll ein Stresstest die Risiken in ihren Bilanzen öffentlich machen – was eine Massenpanik an den Märkten auslösen könnte.  mehr …

Dubai: Scheichs fallen auf Goldfälscher herein

Udo Schulze

Skrupellose Fälscherbanden haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten für erhebliche Aufregung gesorgt und sich die derzeitige Wirtschaftskrise zunutze gemacht. Die aus Afrika stammenden Straftäter hatten arabischen Investmenthäusern Gold verkauft – »Katzengold«!  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.