Griechisches Gerichtsurteil: Schulden zurückzahlen ist nicht zumutbar
Udo Ulfkotte
Jeder spricht in diesen Tagen über die Schulden der Griechen. Ein griechisches Gericht hat nun erstmals entschieden, dass die Rückzahlung von Schulden von einem gewissen Zeitpunkt an nicht mehr zumutbar ist. Die Griechen gehen nun in die Privatinsolvenz. Wir Deutschen sollten uns dieses Urteil merken. Schließlich bürgen wir ja für die Schulden vieler Nationen. Es gibt auch noch einige andere Nachrichten, die man sich genauer anschauen sollte.
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Stellen Sie sich vor, Sie haben Schulden. Und ein Richter springt Ihnen bei, klopft Ihnen auf die Schulter und erklärt es für völlig unzumutbar, dass Sie Ihre Schulden zurückzahlen. Das würde Sie doch sicher freuen! Griechische Richter stehen jetzt auf der Seite der Schuldner und haben auch dort die Privatinsolvenz eingeführt: Ein Gericht auf Kreta hat einer Schuldnerin erstmals den
Großteil ihrer Bankschulden erlassen, obwohl sie einen Arbeitsplatz hat. Das Gericht befand, dass es der Schuldnerin nicht zumutbar sei, ihre Kredite in Höhe von 112.000 Euro zurückzuzahlen. Bisher war ein solcher Schuldenerlass nur für Arbeitslose möglich. Tausende anderer Griechen haben ebenfalls vor Gericht um Gläubigerschutz nachgesucht. Es wird nun eine Welle von Verfahren geben, bei denen griechischen Schuldnern ihre Schulden erlassen werden.
Während den einen die Schulden erlassen werden, wissen die anderen in Europa wahrscheinlich nicht, wohin mit dem vielen Geld. So hat beispielsweise DAX-Manager Dieter Zetsche Pensionsansprüche in Höhe von 26,1 Millionen Euro angehäuft. Und der gierige Raffke Andreas Köhler tanzt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auf der Nase rum und kassiert immerhin als Kassenarztchef mehr Geld als die Bundeskanzlerin.
Derweil gibt es viele deutsche Promis, mit denen man jetzt Mitleid haben muss. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos bekamen das etwa die deutschen Minister Ursula von der Leyen und Philipp Rösler zu spüren. Keiner wollte ihre Meinung hören. Wahrscheinlich kann man sie künftig nur noch zusammen mit anderen abgehalfterten C-Klasse-Promis im Dschungelcamp einsetzen.
Derweil wächst der Wutstau nicht nur vieler Jugendlicher. Wir alle lernen jetzt Kiezdeutsch. Man muss in die kleinen Gemeinden gehen, um die Wut zu spüren. In Gödens etwa hat die Feuerwehr nicht einmal mehr Geld für Bekleidung. Klar ist jedenfalls: Armut ist in Deutschland künftig für alle da.
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