Thursday, 26. May 2016
29.03.2011
 
 

Goldene Zeiten: Wohl dem, der vorgesorgt hat

Udo Ulfkotte

Der amerikanische Nachrichtensender CNBC prognostiziert, dass Gold bald schon den Dollar in dessen Funktion als Reservewährung ablösen werde. Die chinesische Zentralbank empfiehlt Chinesen gerade, ihr Papiergeld in Gold einzutauschen. Schweizer Politiker werben in diesen Tagen für die Einführung eines Schweizer Goldfranken. Und zwar als Fluchtwährung für jene, die intelligent genug sind und die Zeichen der Zeit erkannt haben. Der US-Bundesstaat Utah führt Gold- und Silbermünzen als alternative Währung zum Dollar ein. Viele Bürger sind verunsichert. Denn mal steigt der Goldpreis - und dann fällt er wieder. Was also tun?

Es ist unbestritten, dass der Goldpreis seit geraumer Zeit (mit Unterbrechungen) explodiert. Seit langer Zeit schon raten Fachleute dazu, zwischen zehn und 30 Prozent des eigenen Vermögens in Gold anzulegen. Doch nur zwei Prozent der Deutschen verfügen über physisches Gold. Die Mehrheit hat immer noch großes Vertrauen in den angeblichen Wert von Papier(geld). Ganz anders die Chinesen – sie wollen das Papier(geld) in gewaltigen Mengen loswerden und kaufen Gold. Die Frage, ob man als Privatanleger zur Absicherung seines Vermögen (nicht etwa zur Erzielung einer möglichst hohen Rendite) jetzt noch Gold kaufen soll oder nicht, kann sich jeder Leser ganz einfach selbst beantworten, wenn er sich die Frage stellt: Erwarten Sie wirtschaftlich unruhige Zeiten? Falls ja, dann setzen Sie beruhigt auch auf Edelmetalle wie Gold und Silber. Erwarten Sie jedoch ganz persönlich wirtschaftlich rosige Zeiten, einen Aufschwung, eine Befriedung der uns umgebenden Welt, ein Fallen des Ölpreises und der Lebensmittelpreise, dann sollten Sie keinesfalls Gold oder Edelmetalle kaufen. Denn der Goldpreis ist eben auch ein psychologischer Preis. Je mehr Menschen unruhige Zeiten erwarten, umso mehr wollen sich gegen Krisen absichern und flüchten in Edelmetalle, die seit Jahrtausenden Schutz vor Risiken geboten haben. In diesen Tagen werden an vielen Orten der Welt, die bislang als völlig ruhig galten, Menschen erschossen. Ssogar im Ölexportland Saudi-Arabien bei Demonstrationen etwa in der Stadt Qatif. Als Folge sacken die Börsenkurse ab und Öl- und Gold-Preis explodieren.

Natürlich behaupten Goldverkäufer, der Preis von Gold werde bald schon extrem weiter steigen – angeblich von derzeit rund 1.430 Dollar je Feinunze auf 5.000 Dollar in vier bis fünf Jahren. Das wären dann rund 3.600 Euro für die Feinunze, also eine Verdreifachung des derzeitigen Preises. Wer Gold aus dieser Perspektive kauft, der ist allerdings schlicht naiv. Die wirklich reichen Menschen dieser Welt haben schon vor Monaten in Gold investiert – und gleich Tonnen Gold gekauft! Das gilt übrigens nicht nur für Privatleute, sondern auch für Staaten: Der Erdölexporteur Iran etwa verkaufte im vergangenen Jahr Milliarden Euro und kellerte dafür Gold ein. Es mag sein, dass der Goldpreis weiter steigt. Aber wer jetzt als Privatmann noch gewaltige Renditen mit Gold erwartet, der hat eine schlechtere Ausgangsposition als jener, der das schon vor einem Jahr gemacht hat. Wer Gold kauft, weil er etwa der Generation seiner Kinder Werte hinterlassen möchte, die Bestand haben, der kann auch heute noch unbesorgt zum gelben Edelmetall greifen. Wer den schnellen Profit sucht und Aussagen blind vertraut, nach denen Gold in etwa 48 Monaten 300 Prozent Rendite abwirft, der verhält sich nicht anders als jene Banker, die nun auf unsere finanzielle Hilfe angewiesen sind, weil sie alles verzockt haben und ohne uns bankrott wären.

 

 

 


 

 

 

 

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