KOPP-EXKLUSIV: Niederländische Geheimdienste verhindern eine Katastrophe – und schweigen …
Udo Ulfkotte
Die Erasmus-Brücke im Herzen der niederländischen Stadt Rotterdam ist ein architektonisches Meisterwerk. Sie führt über die Maas und ist ein Wahrzeichen der Stadt, wo an besonderen Festtagen viele Menschen fröhlich feiern. In der Neujahrsnacht wäre die Brücke nun beinahe zu einem weltweiten Symbol des Entsetzens geworden. In allerletzter Sekunde wurde ein gigantischer Terroranschlag verhindert. Die Geheimdienste feiern nun einen großen Erfolg – und schweigen ...
Eher beiläufig berichteten niederländische Nachrichtenagenturen am Silvesterabend über die Festnahme einiger Männer, denen die Polizei Attentatsvorbereitungen unterstellte. Die Festnahme von zwei Marokkanern und einem Sudanesen ging in der Jubelstimmung zum Jahresende unter. Sehr behutsam hatten die niederländischen Sicherheitsbehörden den Spagat zwischen ihrer Pflicht zur Unterrichtung der Öffentlichkeit und dem Ansinnen, Panik und Unruhe zu vermeiden, bewältigt. Nicht ein Gast einer Silvesterparty wusste, dass soeben ein grauenvoller Terroranschlag in letzter Sekunde verhindert worden war.
Etwa 15.000 Niederländer strömten zur 1996 erbauten Klappbrücke, die nach Erasmus von Rotterdam benannt wurde, um die Sektkorken knallen zu lassen. Inzwischen sind die Feiern beendet und die Sicherheitsbehörden können einen Teil der Wahrheit berichten. Danach hatten zwei Niederländer marokkanischer Herkunft und ein Sudanese alle Vorbereitungen beendet, um die vom Architekten Ben van Berkel gebaute Erasmus-Klappbrücke mitsamt der ausgelassen feiernden Niederländer in die Luft zu sprengen.
Nach uns vorliegenden Informationen waren die drei Personen seit mehreren Wochen schon im Visier des niederländischen Geheimdienstes AIVD – doch erst wenige Stunden vor dem Anschlag war klar, welches Bauwerk in der verschlüsselten Kommunikation zwischen den observierten Personen das auserwählte und präparierte Ziel war.

Bis drei Stunden vor dem Anschlag zitterten die bereit stehenden Sondereinsatzkräfte gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden und fragten sich, ob es ihnen gelingen werde, die sich abzeichnende Katastrophe noch zu verhindern. Auch in Brüssel hatten die Sicherheitskräfte angeblich einen Terroranschlag verhindert. Sie hatten die Verdächtigen allerdings schon lange vor der Tatausführung beim Ausspähen der Metro verhaftet – und mussten sie nach wenigen Tagen mangels Beweisen wieder laufen lassen. In den Niederlanden ging man einen anderen, riskanteren Weg – und war offenkundig erfolgreich. Bislang berichtet allerdings nur die niederländische Zeitung De Telegraaf über das Unfassbare.
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