Die USA haben seit dem Zweiten Weltkrieg die Verfassungen besiegter Staaten umgeschrieben. Aber in den vergangenen beiden Jahrzehnten gelang es Washington sogar, besiegte Staaten in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht von Grund auf zu verändern und ihnen eine völlig andere Struktur zu geben, indem sie dezentralisiert und ausländische Einflussnahme auf ihre politischen Strukturen und ihre Volkswirtschaften legalisiert wurden. Vom früheren Jugoslawien bis zu Afghanistan und dem Irak ging dieser Prozess mit Krieg und einer direkten sowie anhaltenden ausländischen Militärpräsenz einher. Vor diesem Hintergrund kam den neuen Verfassungen in diesem Prozess eine besondere Bedeutung zu und öffnete der Eingliederung dieser Länder in das amerikanische Empire Tür und Tor.
»Big brother is watching you« – als George Orwell 1949 seinen Roman 1984 veröffentlichte, gab es noch kein Internet. Sonst hätte er sein Werk, in dem er den perfekten Schnüffelstaat beschreibt, vielleicht »ACTA« genannt. Das so genannte neue Handelsabkommen, das unter strengster Geheimhaltung von einer internationalen Mauschelrunde ausgehandelt wurde, dürfte die Freiheit des Internets und die Bürgerrechte erheblich einschränken. Allmählich erkennen die ersten Politiker, dass sie sich zu willfährigen Komplizen der amerikanischen Verwertungsindustrie gemacht haben.
Gegen wen richtet sich das sogenannte »Erdöl-Embargo« der Europäischen Union eigentlich wirklich? – Hierbei geht es in Wahrheit um eine wichtige geostrategische Frage. Teheran verurteilte die EU-Maßnahmen gegen den Iran nicht nur als kontraproduktiv, sondern richtete an die Adresse der EU auch die Warnung, das EU-Erdölimportembargo werde diese Länder und ihre Volkswirtschaften stärker treffen als den Iran. Aber ist diese Warnung an die führenden Politiker der EU, die neuen Sanktionen seien unsinnig und richteten sich gegen ihre nationalen Interessen und die Interessen der EU, wirklich berechtigt? Wer wird letzten Endes von den Ereignissen, die mit diesem Schritt in Gang gesetzt wurden, profitieren?
KOPP-Autor Andreas von Rétyi legt mit Unzensiert 2012. Was die Massenmedien Ihnen verschweigenein Jahrbuch der ganz besonderen Art vor. Wie der Untertitel des Buches bereits verrät, bringt er Licht in die Verdunkelungsversuche der Massenmedien. Welche Fakten also konnten wir den großen Magazinen, Tages- und Wochenzeitungen und dem Fernsehprogramm im vergangenen Jahr nicht entnehmen? Jedem Monat ordnete Wissenschaftsjournalist von Rétyi zwei Themen zu, zu denen die Bürger und Bürgerinnen entweder nur einen bestimmten Teil aus der Standardpresse erfuhren – oder gar nichts. Was hatte es also wirklich mit dem heißdiskutierten »arabischen Frühling« auf sich?
Es mag ein später Triumph für den getöteten libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi sein, aber er kommt dennoch nicht zu spät: Mit Millionen von Kalaschnikows, die Gaddafi kurz vor dem Tod an sein Volk verteilen ließ, kämpfen die Libyer heute nach wie vor mutig und bestimmt für ihr Land und die Ehre. Der US-Journalist Webster Tarpley berichtet in einem Filmbeitrag exklusiv über die derzeitigen Ereignisse vor Ort. Tarpley zeichnet ein düsteres Bild der Rebellen-»Regierung«, die durch zahlreiche Misserfolge derzeit massiv an Glaubwürdigkeit verliert und immer stärker unter Druck gerät. Und er berichtet über die unrühmliche Rolle der USA, Großbritanniens und der Nato, die sich durch Lügen und Täuschungen schwer gegen die libysche Zivilbevölkerung versündigt haben.
Gerüchten zufolge arbeiten Indien und der Iran derzeit am Verhandlungstisch eine Vereinbarung aus, die die Bezahlung von Erdöl mit Gold ermöglichen soll. Sie fragen sich, warum das wichtig sein soll? Immerhin zielt es auf den Kern sowohl der gegenwärtigen Bewertung des Dollars als auch der derzeitigen extrem angespannten und verfahrenen Situation im Zusammenhang mit dem Iran.
Während die Europäische Schuldschein-Union immer schneller dem Ende der Gemeinschaftswährung entgegen taumelt und den Bürgern suggeriert, dass Papiergeld einen »Wert« habe, schaffen die Chinesen Fakten: Sie kaufen immer schneller die Goldvorräte auf.
Der Iran würde als Vergeltungsmaßnahme auf Luftangriffe mit Raketenangriffen nicht nur auf Israel, sondern auch auf amerikanische Militäreinrichtungen im Persischen Golf, dem Irak und Afghanistan antworten. Der Iran verfügt über moderne russische S-300-Luftabwehrsysteme, die mit Mittel- und Langstreckenraketen bestückt sind. Die Schahab- 3- und dieSajjil-Rakete verfügen über eine Reichweite von etwa 2.000 Kilometern. Damit sind auch Angriffe auf Ziele in Israel möglich. Die Kader 1 fliegt etwa 1.800 Kilometer weit (siehe dazu: Haaretz, 28. September 2009).