Wednesday, 28. September 2016
10.01.2016
 
 

US-Marineinfanterie muss »geschlechtsneutrale« Stellenbezeichnungen einführen

Adnan Salazar

Das amerikanische Marineinfanteriekorps wurde angewiesen, für die späteren Soldatinnen und Soldaten in Feldlagern für Rekruten (den sogenannten »Boot Camps«) gemeinsame Ausbildungsmöglichkeiten einzurichten. Hierfür müssen bis April dieses Jahres die Stellen- und Dienstgradbezeichnungen in Richtung größerer Geschlechtsneutralität angepasst werden.

 

Diese Anordnungen sind in einem auf den 1. Januar datierten Memorandum des Marineministers Ray Mabus enthalten. Das Papier ist an den Kommandanten des Marineinfanteriekorps gerichtet. Der Minister fordert das Hauptquartier des Korps auf, »einen detaillierten Umsetzungsplan, der die Geschlechterintegration der Offiziere und der Grundausbildung der Rekruten regelt« vorzulegen.

 

»In dieser Vorlage soll insbesondere dargelegt werden, wo, wenn überhaupt, diese Ausbildung bereits integriert verläuft, wo sie noch [nach Geschlechtern] getrennt erfolgt und welche besonderen Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Ausbildung völlig einheitlich zu gestalten«, schrieb Mabus.

 

Zusätzlich wurde das Hauptquartier des Korps aufgefordert, die Dienstgrad- und Stellenbezeichnungen zu überprüfen und den Begriff »-mann« [etwa in »Hauptmann« oder »Bootsmann«] wo immer möglich abzuschaffen.

 

»Da wir eine völlige Integration [der Geschlechter] in den Streitkräften erreichen wollen und so die Situation der Nation, die wir verteidigen, widerspiegeln, ergibt sich die Gelegenheit, die Rangbezeichnungen und -beschreibungen zu aktualisieren und durch neue Sprachregelungen zu demonstrieren, dass Frauen in den MOS-Code [den »Military Occupation Code«, eine neunstellige Buchstabenfolge, aus der sich eine bestimmte Tätigkeit oder ein bestimmter Dienstgrad ableiten lässt] einbezogen sind.«

 

So heißt es in dem Memorandum weiter: »Überprüfen Sie bitte entsprechend die Dienstgradbezeichnungen des gesamten Marineinfanteriekorps und stellen Sie sicher, dass sie geschlechtsneutral ausfallen.

 

Die Bezeichnung »-mann« sollte aus den Bezeichnungen entfernt werden. Leiten Sie mir so schnell wie möglich, aber spätestens bis zum 1. April 2016, einen Bericht zu, sodass [diese Maßnahme] in die verbleibenden Integrationsbemühungen aufgenommen werden kann.«

 

Ein Marineangehöriger, der lieber anonym bleiben wollte, erklärte gegenüber der Marine Korps Times, die Einführung geschlechtsneutraler Dienstgrade werde traditionelle Dienstgrade wie »Infanterist» (im Englischen: »Infantryman«), »Schütze« (im Englischen: »Rifleman«) oder »Oberfähnrich« (im Englischen: »Midshipman«) nicht abschaffen, aber wenn das Wort »Mann« als einzelnes Wort erscheint … wollen sie, dass die Bezeichnung geändert wird.

 

Traditionell wurden Marinekorpsrekrutinnen im Marine Corps Recruit Depot in Parris Island im US-Bundesstaat South Carolina getrennt von ihren männlichen Kollegen ausgebildet. Einem Bericht zufolge wurde diese Geschlechtertrennung durchaus begrüßt, da sie es den Rekrutinnen ermöglichte, sich an weiblichen Vorbildern zu orientieren.

 

Nachdem US-Verteidigungsminister Ash Carter im vergangenen Jahr angekündigt hatte, Frauen stünden nunmehr alle Kampfeinheiten offen, ergab eine Untersuchung des Marineinfanteriekorps, Kampfeinheiten, die nur aus Männern bestünden, seien besser als gemischte Einheiten.

 

Marineminister Mabus kritisierte die Untersuchung als »voreingenommen« und sei stark von der vorgefassten negativen Einstellung der Wissenschaftler gegenüber Frauen beeinflusst.

 

In einer weiteren Untersuchung, die im Dezember 2015 erschien, stellte das Marineinfanteriekorps fest, dass nur sehr wenige Länder weltweit Frauen den Zugang zu Kampfeinheiten ermöglichen.

 

 

 

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