Freitag, 28. April 2017
31.05.2016
 
 

CIA-Dokument: Soros-Verbindung als Finanzier von Terror?

Andreas von Rétyi

Kann es sein, dass Multimilliardär und Menschenfreund George Soros bereits vor nahezu 30 Jahren sogar ein Bombenattentat finanzierte, um seine politischen Ziele zu erreichen? Ein schwerwiegender Vorwurf, der einschlägt wie eine Bombe. Doch auf Grundlage eines CIA-Dokuments wird nun eine Verbindung zwischen Soros und einem Bombenanschlag auf die Zentrale der kommunistischen Partei im damals tschechischen České Budějovice nahegelegt.

 

 

Es wäre sicherlich nicht die erste unter falscher Flagge geführte Operation. Doch während sich solche Pläne für gewöhnlich auf Regierungen und deren Geheimdienste zurückführen lassen, scheint es eher selten vorzukommen, dass Privatpersonen sich vergleichbarer Mittel bedienen. Zumindest wird das kaum jemand mit Philanthropen des westlichen Establishments in Verbindung bringen. Oder doch?

 

Wie dem auch sei, jetzt sorgt ein ehedem streng geheimes Papier des US-Auslandsgeheimdienstes CIA mancherorten für Irritation und Furore. Das National Intelligence Daily vom 4. Februar 1987 scheint nämlich echten »Sprengstoff« zu bergen.

 

Dies nicht unbedingt, weil es hier um einen terroristischen Bombenanschlag auf die Zentrale der kommunistischen Partei in der ehemaligen Tschechoslowakei geht, sondern vielmehr, weil der Megaspekulant und Hedgefonds-Manager George Soros als wahrscheinlicher Hintermann dieses Anschlags erwähnt wird. So zumindest erklärt gegenwärtig der investigative Journalist Wayne Madsen.

 

Er erinnert seine Leser an jene frühe Zeit des Umbruchs, als Michail Gorbatschow die Welt mit seiner Glasnost-Politik überraschte und damit den Grundstein für eine zumindest zeitweilig friedlichere Welt schuf. Der Osten schien endlich bereit, sich zu öffnen. Es war auch die Zeit, in der George Soros ein enormes Vermögen anhäufte und, ähnlich wie eine Handvoll anderer »Wall-Street-Vampire«, versuchte, Nutzen aus der sich ändernden Situation in Osteuropa zu ziehen. Er begann dort, sein Stiftungsnetzwerk der Open Societies einzurichten und trotz der erklärten Offenheit selbst meist weniger transparent zu operieren.

 

Diverse Währungsspekulationen brachten Soros wahrlich Unsummen ein. In jenen Tagen habe er laut Madsen im Osten mit großen Beträgen regelrecht Geldwäsche betrieben, um dann schließlich die dort noch an der Macht befindlichen kommunistischen Regierungen zu schwächen. Sein erstes Ziel sei damals die Tschechoslowakei gewesen.

 

Madsen betont, dass Soros bereits über seine direkte Beteiligung und Unterstützung einer Reihe von CIA-Organisationen, darunter auch des Council on Foreign Relations (CFR), mit der CIA in Verbindung gestanden habe. Der Börsenguru kanalisierte hohe Geldsummen an »Pro-Demokratie«-Bewegungen wie die tschechoslowakische Charta 77 sowie die Solidarität, beide als Frontorganisationen bekannt. Die Stiftung Charta 77 habe faktisch rund ein Drittel ihrer Finanzierung von George Soros erhalten, während ein wesentlicher Anteil der restlichen Fördermittel aus dem Dunstkreis der CIA gekommen sei – so auch vom National Endowment for Democracy (NED) als CIA-Ableger, der die geheimdienstlichen Aktivitäten unter einem weniger verdächtigen Namen fortsetzt.

 

Was nun Soros betrifft, begann er seine Infiltration Osteuropas also bereits gegen Mitte der 1980er Jahre. Auch hier gab es bemerkenswerte Verbindungen. So unterzeichnete seine New Yorker Stiftung 1984 eine Vereinbarung mit Ungarn, die Soros Foundation Budapest zu etablieren. Madsen versäumt nicht, darauf hinzuweisen, dass diese ungarische Stiftung dann bald mit einer CIA-Frontorganisation des Kalten Krieges in Paris verschmolzen sei. Bald kam die Zeit, in der Soros hinter verschiedenen »Themen-Revolutionen« anzutreffen war. Doch von der vielzitierten Vorgabe »gewaltfreier Aktionen« blieb letztlich nicht viel übrig.

 

Vielmehr sorgten die von Soros gestützten Gruppen vielfach für Aufruhr und Gewalt, ob nun in der Ukraine, in Ägypten oder an vielen anderen Orten auch. Wayne Madsen stellt die zentrale Frage:

 

Erhöhte Soros durch seine Finanzagenten, die Gelder in die Tschechoslowakei schleusten und die führende Köpfe wie Václav Havel und Karel Schwarzenberg unterstützten, gleichsam seinen Einsatz bei der Finanzierung von Akten des Terrorismus im Land?

 

Der CIA-Bericht enthüllte eine Einschätzung der Prager Regierung, der zufolge sich ausländische Agitatoren »jugendlicher Banden« bedienten. Die wesentlichen Kräfte, die solche Banden förderten, wurden zu jener Zeit von Soros und dem NED unterstützt. Und Madsen wiederholt nun die Kernfrage, ob Soros tatsächlich terroristische Aktivitäten gegen die tschechoslowakische Regierung autorisierte, und – falls dies wirklich der Fall war – warum er nicht längst eine Gefängnisstrafe verbüßte. Er hätte dann doch immerhin Beihilfe zu Terrorakten in Europa geleistet. Laut der CIA-Analyse käme eine von »außen stammende Gruppe« für die Terror-Attacken infrage. Für Madsen geht dieser Wink in Richtung Soros.

 

Nun wäre es einigermaßen seltsam, würde die CIA einen ihrer Partner belasten. Und die Nähe von Soros zum NED lässt auf eine solche Partnerschaft schließen. Also, warum sollte die CIA dies tun? Von echten Interessenskonflikten zwischen Soros und dem verlängerten CIA-Arm NED scheint keine Spur zu existieren. Zwar darf seitens der Geheimdienste auch mit dem »Unmöglichen« gerechnet werden, doch in diesem Fall wohl eher nicht. Jedenfalls belastet das Dokument Soros keineswegs namentlich. Auffallend dabei allerdings, dass ein ganzer Abschnitt des Textes von der CIA zensiert wurde…

 

»Die CIA ging davon aus, die Bombenattacken seien ausgeführt worden, um die ›für gewöhnlich apathische‹ tschechoslowakische Bevölkerung zu mobilisieren«, so Madsen, der außerdem daran erinnert: »Die CIA hat ihre eigene schäbige Geschichte, apathische Bevölkerungsgruppen durch Nutzung unter falscher Flagge geführter terroristischer Attacken aufzuwecken. Mr. Soros ist ein Hauptunterstützer der Wahlkampagne von Hillary Clinton. Seine möglichen Aktivitäten in den Jahren 1986 und 1987 könnten vielleicht belegen, dass Mrs. Clintons Kampagne von einem Geldgeber des Terrorismus finanziert wurde.«



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