Sunday, 26. June 2016
23.03.2016
 
 

Dicke Feinde: Die Trump-Soros-Connection

Andreas von Rétyi

Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika könnte Donald Trump heißen. Heimlicher Präsident aber will dagegen George Soros bleiben. Das geht jedoch mit Hillary Clinton viel besser. Der Börsenguru unternimmt daher einiges, um die Wahl des Immobilien-Tycoons Trump zu verhindern. Kürzlich kündigte die von Soros gestützte Bewegung move.org an, ihre Anti-Trump-Proteste zu verstärken. Soros und Trump – zwei vielfach unvereinbare Gegensätze. Und doch gibt es eine Verbindung zwischen beiden.

Soros und Trump gleichen Feuer und Wasser. Gemeinsame Berührungspunkte scheint es hier nicht zu geben. Hingegen steht der mittlerweile 85-jährige Hedgefonds-Manager und »Weltspekulant« Soros felsenfest hinter Hillary Clinton als demokratischer Spitzenkandidatin für die nächste US-Präsidentschaft.

So investierte er bereits Millionensummen in Priorities USA Action, ein Super-PAC (Political Action Committee), das Clinton unterstützt. Wiederholt drückte Soros deutlich sein Missfallen über Trump aus. Und in einem Bloomberg-Interview im Januar verglich er die Botschaften von »The Donald« sogar mit den Gefahren durch den IS.

 

Auch hier steht Soros ganz auf Linie mit Hillary Clinton. Und Soros drängt die Wähler geradezu darauf, Trump fallen zu lassen. Angesichts etlicher bemerkenswerter Auftritte des Immobilienunternehmers sollten eigentlich viele Menschen irritiert und abgeschreckt werden.

 

Doch Trump triumphiert. Selbst, wenn es nicht bei all seinen Erfolgen ganz mit rechten Dingen zugeht, hält der Mann wirklich so manchen Trump(f) in der Hand.

 

Er ist wirklich ein ganz eigenes Phänomen. Das beginnt schon mit dem sehr unkonventionellen Auftreten dieses Kandidaten, der von großen Teilen der US-Bevölkerung als erfrischend authentisch empfunden wird: als ein Mann, der kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern offen ausspricht, was er denkt. Trump lässt sich nicht in ein politisches Schema zwängen.

 

Für spezifische Interessengruppen scheint er nicht käuflich zu sein. Im Gegenteil: Er distanziert sich vom großen Washingtoner Establishment. Und er will Amerika wieder groß machen, ganz im Sinne Reagans.

 

So wird er zum Kandidaten einer »schweigenden Mehrheit«, die mittlerweile die Nase gestrichen voll hat von der großen Maskerade und den faustdicken Lügen, die der Öffentlichkeit seit Jahren aufgetischt werden.

 

Leere Versprechungen hat es genug gegeben, und »Teleprompter-Präsident« Barack Obama mit seinem messianischen Charisma, mit all den Nobelpreis-Vorschusslorbeeren und den in ihn gesetzten Hoffnungen – er enttäuschte die Welt maßlos. Auch in den USA macht sich Wut breit über die untragbare Politik.

 

So sind es vielfach die Enttäuschten und Wütenden, die Trump unterstützen und dabei keineswegs am konservativen Schema festhalten. So gehen dann auch die zahlreichen verbalen Entgleisungen Trumps nicht in die Irre. Sein rüpelhaftes Auftreten und seine einfache, radikale Sprache sind natürlich Programm. Das Ziel ist klar.

 

Donald Trumps Attacken auf politische Gegner bewegen sich daher immer wieder auf niedrigstem Niveau, sind oft beleidigend und werden ebenso oft als unbequem ehrlich empfunden. Diplomatie geht natürlich anders.

 

Sogar der britische Politiker Nigel Farage sprach angesichts einer Äußerung Trumps hinsichtlich »radikalisierter Viertel Londons« von »einem Fehler zu viel«. Alles in allem verwundert es kaum, wenn Kritiker einen künftigen US-Präsidenten Trump als echte politische Katastrophe bezeichnen.

 

Politisch klar einordnen lässt sich Trump nicht. Aber gerade dadurch kommt er für die einen sehr authentisch daher, für die anderen als unberechenbare Gefahr. Seine Aussagen sind glasklar. Zum Beispiel, wenn er feststellt: »Ein großes Problem dieses Landes ist, dass es politisch korrekt ist. Und ich habe keine Zeit, politisch korrekt zu sein.«

 

So tritt er als Impfgegner auf, drückt seine Wertschätzung für Putin aus und will das Verhältnis zu Russland verbessern. Er bezeichnet die Flüchtlingspolitik Angela Merkels als »wahnsinnig« und macht sich vor allem auch damit äußerst unbeliebt bei George Soros, der genau diesbezüglich im Hintergrund als »Berater« der Bundeskanzlerin agiert.

 

Wieder mischt Soros eifrig in der Politik mit, ohne ein Amt innezuhaben, steht damit also jeglicher Verantwortung noch ferner als die gewählten »Volksvertreter«. Seine gigantischen Initiativen steuern den Strom der Flüchtlinge durchs unmenschliche Spielfeld der bekanntlich so philanthropischen Globalisierer.

 

Es ist kaum bekannt, dass Soros und Trump nicht immer auf gegnerischer Seite standen, sondern sogar geschäftlich an einem Strang zogen. Tatsächlich investierte Soros im Jahr 2004 eine Summe von 160 Millionen US-Dollar in den Bau des Trump Tower in Chicago.

 

2008 standen Soros und Trump vor Gericht, Seite an Seite, als der Immobilien-Riese Leslie Dick Worldwide Ltd. eine spezielle Korruptionsklage gegen 17 gegnerische Parteien anstrengte, darunter eben auch gegen Soros und Trump, die sich im Jahr 2003 mit der Deutschen Bank und anderen zusammengetan hätten, um das General Motors Building in Manhattan per Bieterabsprachen zu gewinnen.

 

Über die Jahre verebbte die öffentliche Diskussion zu dem Fall, und Medienberichten zufolge blieb der Ausgang letztlich ungewiss.

 

Am Weihnachtsabend 2009 nahm Trump an einer privaten Feier mit Soros und dem liberalen Hollywood-Regisseur Oliver Stone teil. In jenem Jahr war Trump selbst gerade vom demokratischen Lager, dem er seit 2001 angehörte, wieder zu den Republikanern gewechselt. Für alle Seiten jedoch gar kein Problem. Denn schließlich sind die verschiedenen Parteien doch nur zur Beruhigung der Öffentlichkeit da.

 

Man soll eben wählen können, selbst dort, wo es keine Wahl gibt. Wie sehr die große Politik durch die Parteizugehörigkeit eines US-Präsidenten geändert wird, dürfte spätestens seit dem Wechsel vom Republikaner Bush zum Demokraten Obama deutlich geworden sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Donald Trump: Mafia-Boss mit Schmalzlocke

F. William Engdahl

Alle vier Jahre dürfen die Amerikaner über einen Präsidenten abstimmen. Der letzte Präsident, der möglicherweise dem Land und der Welt etwas Positives gebracht hat, war John F. Kennedy (JFK). Kurz vor seiner Ermordung unternahm JFK Schritte, um aus dem Vietnamkrieg herauszukommen.  mehr …

KOPP aktuell im Gespräch:  Andreas von Rétyi über den wahren George Soros

Redaktion

Wer Mainstream-Zeitungen liest, kennt George Soros als Megaspekulanten, der das Britische Pfund aus dem EWS schoss, oder als begnadeten Geldmanager und als Wohltäter. Doch hinter dieser Maske verbirgt sich ein ganz anderer Mann, einer, der seine Milliarden mithilfe eines weit verzweigten Netzwerkes an Stiftungen skrupellos für politische Ziele  mehr …

500 000 Syrien-Flüchtlinge extra: Wer steckt wirklich hinter dem »Merkel-Plan«?

Andreas von Rétyi

Derzeit zirkulieren Informationen zu einem als »Merkel-Plan« bezeichneten Dokument. Darin geht es um den Transport von Flüchtlingen aus der Türkei nach Deutschland und darum, freiwillige Verbündete für Deutschland zu finden, die sich an einer Aufnahme der Kontingente beteiligen. Der Plan gilt als Vorstoß des türkischen Premiers, während der Name  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Geheimdienste zum Terror in Brüssel: Was deutsche Leitmedien den Bürgern an Hintergründen verschweigen

Udo Ulfkotte

Die jüngsten Brüsseler Terroranschläge haben viele Menschen extrem beunruhigt. Dabei wissen westliche Sicherheitskreise, dass es sich in Paris und Brüssel nur um Tests für eine bevorstehende Serie von viel größeren Terroranschlägen handelt, die den Zustand Europas für Jahrzehnte verändern werden. Die führenden Politiker wissen, was da im  mehr …

TV-Standpauke für die Politik: »Dann kommt wirklich eine Revolution«

Markus Gärtner

Die Richterin Jeanine Pirro hat dem politischen Establishment in Washington im Fernsehen eine Standpauke gehalten, die sich gewaschen hat und entsprechende Wellen schlägt: »Wir wussten, es würde eine politische Revolution geben«, sagte die wortgewandte Dame im Sender Fox News zu dem Versuch der Republikaner, Donald Trump durch einen  mehr …

KOPP aktuell im Gespräch:  Andreas von Rétyi über den wahren George Soros

Redaktion

Wer Mainstream-Zeitungen liest, kennt George Soros als Megaspekulanten, der das Britische Pfund aus dem EWS schoss, oder als begnadeten Geldmanager und als Wohltäter. Doch hinter dieser Maske verbirgt sich ein ganz anderer Mann, einer, der seine Milliarden mithilfe eines weit verzweigten Netzwerkes an Stiftungen skrupellos für politische Ziele  mehr …

Donald Trump: Mafia-Boss mit Schmalzlocke

F. William Engdahl

Alle vier Jahre dürfen die Amerikaner über einen Präsidenten abstimmen. Der letzte Präsident, der möglicherweise dem Land und der Welt etwas Positives gebracht hat, war John F. Kennedy (JFK). Kurz vor seiner Ermordung unternahm JFK Schritte, um aus dem Vietnamkrieg herauszukommen.  mehr …

Werbung

Die Denkfabriken

US-Finanzoligarchen bilden eine internationale »Geheimregierung«

Eine wichtige Rolle bei der Manipulation der öffentlichen Meinung spielen die sogenannten Denkfabriken - oder Think Tanks, wie sie im Englischen heißen. Die meisten von Ihnen kennen vermutlich die wohlklingenden Namen: Council on Foreign Relations, Aspen Institute, Trilaterale Kommission, Bilderberger und German Marshall Fund. Dahinter stehen die führenden Vertreter der US-Finanz- und Wirtschaftsoligarchie: Soros, Rockefeller, Rothschild, Buffett, Gates. Und alles, was an der Wall Street Rang und Namen hat.

mehr ...

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Was will Putin?

»Was will Putin?«

Wladimir Putin ist uns im Westen noch immer weitgehend ein Rätsel. Westliche Standardmedien zeichnen das Bild eines Despoten, der unberechenbar sei und in der Regel jedenfalls auf der falschen Seite steht. In einem denkwürdigen Buch beschreibt Stephan Berndt, was Putin »wirklich will«. Für politisch Interessierte ein Muss.

mehr ...

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Super Hubs

Wie die Finanzelite und ihre Netzwerke die Welt regieren

Super Hubs sind die am besten vernetzten Knotenpunkte innerhalb des Finanznetzwerks, wie Milliardär George Soros, JP-Morgan-Chef Jamie Dimon und Blackrock-Boss Larry Fink. Ihre persönlichen Beziehungen und globalen Netzwerke verleihen ihnen finanzielle, wirtschaftliche und politische »Super-Macht«. Mit ihren Entscheidungen bewegen sie täglich Billionen auf den Finanzmärkten und haben somit direkten Einfluss auf Industrien, Arbeitsplätze, Wechselkurse, Rohstoffe oder sogar den Preis unserer Lebensmittel.

mehr ...

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.