Monday, 26. September 2016
06.03.2013
 
 

HAARP: Aktiver Einfluss auf die Erdatmosphäre

Andreas von Rétyi

Eines der umstrittensten Großprojekte ziviler und militärischer Forschung ist das HAARP-Projekt in Alaska. Offiziell gibt man sich gern offen – da sei nichts geheim, das Programm diene der friedlichen Erkundung der oberen Erdatmosphäre. Und nichts weiter. Kritiker sehen dies allerdings schon seit Langem anders. Jetzt bestätigte die US-Marine: Mithilfe von HAARP gelang es kürzlich, eine künstliche Plasmawolke in der Hochatmosphäre zu erzeugen und sie dort länger zu halten.

Auf den ersten Blick klingt alles wirklich recht harmlos. Bei Gakona, US-Bundesstaat Alaska, befindet sich eine Antennenanlage, mit der die Hochatmosphäre der Erde beobachtet und untersucht werden soll. Eines der wesentlichen Ziele sei, die Ausbreitung von Funkwellen zu studieren sowie für Kommunikation und Navigation nutzbare neue Erkenntnisse zu sammeln. Auch astronomische Experimente werden hin und wieder durchgeführt. Jedenfalls scheint das

alles weder sonderlich spektakulär noch bedrohlich. HAARP erhält jedoch allein schon durch seine Betreiber eine leicht suspekte Färbung – neben der University of Alaska finden sich hier nämlich maßgeblich auch US-Luftwaffe und US-Marine. Und das Militär verheißt bekanntlich eher selten Gutes.

 

Kritiker haben auf verschiedene bereits erteilte Patente hingewiesen, die HAARP zu einer gefährlichen Waffe werden lassen könnten. Sie belegen vor allem das beängstigende Potenzial, das in diesem System steckt. Da bringen auch die diversen offiziellen Beteuerungen nichts, HAARP sei lediglich ein reines Forschungsprojekt. Immerhin ist schon lange klar, dass dieses Antennen-Array geeignet und in der Lage ist, unsere Hochatmosphäre aufzuheizen. Die Situation erinnert ein wenig an die Bilderberg-Konferenzen, wo angeblich keine Entscheidungen gefällt werden, die politische Bedeutung besitzen und Einfluss auf das Weltgeschehen nehmen. Die Wahrheit sieht aber doch anders aus, und auch HAARP beobachtet nicht einfach nur passiv, sondern greift aktiv ein.

 

Jetzt gaben Wissenschaftler des US-Marineforschungslabors (U.S. Naval Research Laboratory, NRL) zusammen mit Ingenieuren der Abteilung für Plasmaphysik bekannt, mit HAARP, dem High-Frequency Active Auroral Research Program, erstmals eine beständige Plasmawolke in der irdischen Hochatmosphäre erzeugt zu haben. Dieser Versuch, aber allein bereits die Bedeutung hinter dem Akronym »HAARP«, unterstreicht ein aktives Eingreifen in die Erdatmosphäre, wobei Projekte dieser Art oft »Blindflügen« gleichen, frei nach dem Motto »Versuch und Irrtum«. Welche Auswirkungen aber das Herumpfuschen in Naturgleichgewichten mit sich bringt, zeigt sich immer wieder erst mit gehörigem Zeitversatz. Unabsehbare Langzeitfolgen eben mit inbegriffen, das nimmt »man« aber stillschweigend in Kauf.

 

Eine Reihe aktueller Aufnahmen zeigt den künstlichen Plasmaball, frei in der Hochatmosphäre schwebend. Die Forscher des NRL erreichten in diesem Experiment nunmehr Elektronendichten von rund 900.000 je Kubikzentimeter. Das Ergebnis erreicht damit mehr als die doppelte Dichte der bisherigen Versuche unter Verwendung der zweiten, dritten und vierten Harmonischen der Elektronen-Zyklotron-Frequenz nahe 1,44 Megahertz als jener Frequenz, mit der Elektronen um die irdischen Feldlinien kreisen. Die Forscher studierten die Plasmawolken mit dem 3,6-Megawatt-Hochfrequenz-(HF)-Transmitter von HAARP.

 

Diese Gebilde entstanden in einer Höhe von etwa 50 Kilometern und dienten als künstliche Spiegel zur Reflexion von HF-Radar sowie von Kommunikationssignalen, so zumindest heißt es offiziell. Die Studien laufen mit finanzieller Unterstützung der DARPA als oberster Pentagon-Denkfabrik für fortschrittliche Verteidigungsprojekte im Rahmen der so genannten »Grundlagenforschung zu ionosphärischen Charakteristika und Effekten« (Basic Research on Ionospheric Characteristica and Effects, BRIOCHE).

 

Am 12. November 2012 erzeugte HAARP mittels HF am Himmel grün leuchtende Plasmabälle mit turbulentem Innenleben – ihre Dichtestrukturen veränderten sich dynamisch und lieferten ständig wechselnde Bilder der künstlichen Wolken. Die von HAARP erzeugten elektrostatischen Wellen sollen Elektronen auf ausreichend hohe Energien beschleunigen, um glühende atmosphärische Entladungen bis in Höhen von nahezu 170 Kilometern zu erzeugen, so die Information, wie sie direkt von der US-Marine veröffentlicht wurde.

 

Interessant: Das NRL arbeitet bei dem Projekt nicht nur mit dem wesentlichen Area-51-Kontraktor BAE Systems zusammen, sondern auch mit SRI International, dessen geheimdienstliche Historie sattsam bekannt ist. Keine Frage, bei solchen Programmen kommen meist alte Bekannte zusammen. Für die nächste Zeit ist nunmehr anberaumt, Experimente mit noch dichteren, stabileren Plasmawolken durchzuführen.

 

Wer als Kritiker von HAARP auftritt, wie allen voran der amerikanische Autor Nick Begich jr., wird in üblicher Manier schnell als Verschwörungstheoretiker verschrien. Begich wies bereits vor Jahren darauf hin, HAARP besitze das Potenzial zur »geophysikalischen Kriegsführung«. Über die Zeit hinweg traten andere Autoren und etliche Fachleute auf, die ihrerseits in vielfacher Hinsicht ernste Bedenken bezüglich HAARP äußerten. Solchen Befürchtungen wird für gewöhnlich entgegengehalten, HAARP sei nicht geheim, außerdem würden einige weitreichende Experimente allein am Energiebedarf scheitern, der für ihre Durchführung erforderlich wäre. Somit seien derlei Ideen unrealistisch, einfach nicht machbar. Doch viele militärische oder dem Militär nahe Projekte, die angeblich so offen gehalten werden, haben verborgene Seiten, von denen niemand je etwas erfährt.

 

Gerade dieses Potenzial besteht auch klar für HAARP, wobei hier eine Geheimhaltung grundsätzlich erst einmal kein größeres Problem bedeutet – angesichts der geographischen Lage und auch der Art der Aufgabenstellungen, die kaum unmittelbar ersichtlich sind. Und nicht umsonst haben bereits ausgewiesene Fachleute ihre Kritik und ihre Sorgen angemeldet. Man sollte sie wohl nicht stillschweigend und arrogant übergehen! Sicherlich dürfte das Thema HAARP noch lange Zeit sehr kontrovers diskutiert werden.

 

 

 


 

 

 

 

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