Freitag, 26. Mai 2017
28.04.2016
 
 

Hillary Clinton auf dem Weg zur US-Präsidentin: Ziehen die mächtigen Koch-Brüder jetzt mit am »Soros-Strang«?

Andreas von Rétyi

Dass Weltspekulant George Soros sich die Demokratin Hillary Clinton als US-Präsidentin vorstellen kann ‒ und den aktuell tobenden Wahlkampf finanziell in diese Richtung beeinflusst ‒, hat sich allgemein herumgesprochen. Die Enthüllung, dass die beiden amerikanischen Milliardärsbrüder Charles und David Koch ebenfalls in dieses Horn blasen könnten, kommt als große Überraschung daher. Die beiden gelten als Präsidentenmacher, allerdings für das republikanische Lager. Ein plötzlicher Sinneswandel im Interesse von George Soros?

 

Der »Philanthropen-Club« der US-Multimilliardäre wirkt tief in die Politik hinein. Einflussnahme im ureigenen Interesse steht hier an der Tagesordnung. Besonders aktiv zeigt sich seit Dekaden George Soros mit seinem weltweiten Netzwerk. Doch auch die beiden superreichen Koch-Brüder nutzen ihr gewaltiges Vermögen ausgiebig für politische Manipulation.

 

Nicht anders lässt sich der effektive Versuch bezeichnen, Wahlen mit Finanzmitteln zu beeinflussen. So haben die US-Wahlen immer funktioniert, alles kein Geheimnis. Die beiden Kochs, deren Imperium Koch Industries das zweitgrößte US-Privatunternehmen darstellt, gelten in den USA lange schon als »Präsidentenmacher«. Allerdings galt ihre Unterstützung traditionsgemäß konservativen Kandidaten.

 

Die Kochs stehen für die republikanische Partei. Sie stützen auch die im Jahr 2009 ins Leben gerufene strikt konservative Tea-Party-Bewegung. In der ABC-Show This Week with George Stephanopoulos ließ jedoch Charles Koch gegenüber dem Moderator Jonathan Karl eine andere Stoßrichtung durchblicken. Und das sorgt für einige Irritation. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, Hillary Clinton gegen einen der republikanischen Kandidaten zu unterstützen, schien sich Koch zwar leicht unangenehm berührt zu fühlen, er antwortete dann aber nach einigem zögerlichen Räuspern, dies sei schon möglich.

 

Angesichts der bisherigen Koch-Geschichte ist das eine erstaunliche Aussage. Im Jahr 2012 hatten die Koch-Brüder noch versucht, die Wiederwahl Barack Obamas mit einer Summe von rund 120 Millionen US-Dollar zu verhindern. Und jetzt soll Big Money aus demselben Topf in Richtung Clinton fließen? Damit würden die Kochs ins gleiche Horn blasen wie der von ihnen ideologisch deutlich zu unterscheidende George Soros, der felsenfest hinter Hillary Clinton steht. Das allerdings fügt sich wiederum gut in seine Historie, vor allem hinsichtlich seiner alten nützlichen Verbindungen zur Familie, als Bill Clinton noch US-Präsident war.

 

Hillary Clinton muss sich ohnehin schon lange den Vorwurf gefallen lassen, eine typische Kandidatin der Wall Street und somit des großen Geldes zu sein. Der Vorwurf kommt auch aus den eigenen Reihen, vor allem wiederholt vom parteiinternen Präsidentschaftskonkurrenten Bernie Sanders.

 

Und wie reagiert Hillary Clinton auf aktuelle Fragen zur möglichen Koch-Finanzierung? Auf Twitter erklärte sie ohne Umschweife: »Kein Interesse an der Unterstützung von Leuten, die den Klimawandel leugnen und zu erschweren versuchen, dass Menschen ihre Stimme abgeben können.« Letzteres unternimmt allerdings recht intensiv auch George Soros, was Hillary Clinton bislang kaum gestört haben dürfte.

 

Und wie erklärte Charles Koch im Interview mit Karl Jonathan? Als er auf die Frage aller Fragen nach einigem Zögern antwortete und eine Unterstützung für die Präsidentschaftskandidatin andeutete, fügte er sofort hinzu: »Wir müssen schon davon ausgehen, dass ihre Handlungen deutlich von ihrer Rhethorik abweichen würden. Lassen Sie mich das einfach einmal so ausdrücken.«

 

Die New York Times sieht in der weltweiten Berichterstattung zur potenziellen »Koch-Clinton Connection« daher auch nichts als Medienhysterie und interpretiert Kochs Kommentar als gleichbedeutend mit der Aussage, er würde Clinton unterstützen, solange sie nicht Clinton wäre. Demnach eine glatte Absage, etwas seltsam formuliert, aber dennoch ein eindeutiges »Nein«. Andererseits ist in der Politik bekanntlich vieles möglich, je nach Interessenlage, wobei nicht unbedingt von Bürgerinteressen die Rede ist. Auch bei den Clintons ist schon seit Langem sehr vieles möglich.

 

Was beispielsweise hat Hillary Clinton mit Donald Trump gemein, außer Kandidat im aktuellen Wahlk(r)ampf zu sein? Nun, tatsächlich gibt es durchaus unerwartete Gemeinsamkeiten. So auch eine gemeinsame Adresse in Delaware.

 

Richtig, Clinton und Trump haben eine gemeinsame Adresse. Zumindest geschäftlich. Diese Adresse führt zu einem zweistöckigen Backsteinbau im kleinen US-Bundesstaat Delaware, in der 1209 North Orange Street.

 

Doch dieses eher unscheinbare Gebäude entpuppt sich als Anschrift von insgesamt rund 285 000 Firmen! Ein wenig viel für zwei Stockwerke! Die gravierende Überbelegung erklärt sich schnell: Delaware schützt sowohl Unternehmen als auch ihre Geheimnisse durch strikte Gesetze und bietet #außerdem legale steuerliche Schlupflöcher. Damit wird der US-Bundesstaat zu einem kleinen Panama innerhalb der USA.

 

Genau das eint auch Clinton und Trump. Nach außen hin allerdings betont Hillary Clinton gerne, wie wichtig die Steuergerechtigkeit sei. So sei auch sicherzustellen, »dass jeder hier in Amerika seinen gerechten Anteil zahlt«.

 

Sein und Schein weichen eben fast immer ab, vor allem, wenn es um die Selbstdarstellung der Politiker geht. Und echte Berührungsängste mit Big Money, die dürfte es ebenfalls kaum geben. So oder so, die Wall-Street-Elite richtet jedenfalls schon das nächste Weiße Haus ein.

 

 

 

 

 

 

 


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