Wednesday, 23. May 2012
20.02.2012
 

Startschuss: Der neue Wettlauf um den Pol

Andreas von Rétyi

Droht am Nordpol bald der ökologische GAU? Viele Unternehmen wollen dort Öl und Gas fördern. Nicht eines von ihnen kann garantieren, dass Leitungen nicht leckschlagen.

Die Signale der Ende Januar 2012 im norwegischen Tromsø veranstalteten Arctic-Frontiers-Konferenz sind deutlich: Die Ölindustrie steht in den Startlöchern für den Ansturm auf die Arktis und

versichert, umsichtig und verantwortungsbewusst mit der Rohstoffgewinnung dort zu verfahren. Doch etliche Fachleute und Umweltschützer sehen ernste Gefahren in der nordpolaren Ausbeutung. Diese Bedenken sind mannigfaltig, die Beteuerungen der Industrie scheinen hingegen fragwürdig.

 

Das Rennen hat begonnen, und das eigentlich schon lange. Seit Jahren demonstrieren führende Industrienationen ihre Macht am Nordpol, der nach einer längst abgeschlossenen Epoche romantisch-rauer Explorationen nunmehr Ziel neuer Begehrlichkeiten geworden ist. Denn ewig locken Öl und Gas. Nach Auffassung von Fachleuten lagern rund 13 Prozent des weltweit technisch verwertbaren Öls in der Arktis. Beim Gas sind es sogar 30 Prozent. Und deshalb haben viele Regierungen rund um den Globus in den vergangenen Jahren wiederholt ihre Ansprüche auf diese Rohstoffe angemeldet. Lesen Sie, mit welchen Mitteln die Konzerne um Lizenzen und Förderquoten kämpfen und dabei alles andere vergessen.

 

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