Mittwoch, 7. Dezember 2016
29.02.2016
 
 

Simbabwe hungert ‒ sein Despot feiert

Birgit Stöger

Robert Mugabe, der greise kommunistisch geprägte Diktator des seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise gefangenen Simbabwe, feierte trotz Hungerkrise ein rauschendes Fest zu seinem 92. Geburtstag. Über 700 000 Euro soll das gekosten haben. Wie Welt Online berichtet, habe Mugabe nach seiner einstündigen Hetzrede über die »dreckige Hilfe« des Westens für Homosexuelle und seiner Forderung nach Kastration aller Vergewaltiger eine 92 Kilogramm schwere Geburtstagstorte angeschnitten.

 

60 Tiere, hunderte Kilogramm Rindfleisch und Wild wurden anschließend der illustren Gesellschaft zum Festmahl gereicht. Hungernde Zaungäste hätten nach den Feierlichkeiten, die von der Armee geschützt wurden, auf Reste von der Tafel gehofft.

Wie man ein Land zerstört

 

Simbabwe, das ehemalige Südrhodesien, steckt schon lange in einer tiefen Wirtschaftskrise.Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht sind in dem hochkorrupten Land verbreitet. Aktuell herrscht eine Dürre.

 

Derzeit sind laut Regierungsangaben rund drei Millionen Simbabwer von Hunger bedroht. Obwohl Mugabe Anfang Februar um internationale Hilfe von 1,4 Milliarden Euro gebeten hatte, war es dem Despoten nicht zu peinlich, nun ein rauschendes Geburtstagsfest zu feiern.

 

In der früheren »Kornkammer Afrikas« leben heute 1,7 Millionen Menschen von ausländischer Lebensmittelhilfe. Die 16 Jahre alte Landreform in dem einst aufstrebenden afrikanischen Land schadete der heimischen Agrarbranche massiv. Viele Kleinbauern, die im Rahmen der Reform Land zugesprochen bekamen, waren mit dem Ackerbau überfordert und ließen die Felder verkommen.

 

Die heimische Goldindustrie leidet bis heute unter den diktatorischen Machtstrukturen und der Korruption. Im Jahr 2000 setzte die Regierung Preisbindungen durch und löste eine galoppierende Inflation aus.

 

Diese führte zu Treibstoffmangel, extrem knapper Grundversorgung und nochmaligem Schrumpfen der Wirtschaft. Irrwitzige planwirtschaftliche Maßnahmen waren an der Tagesordnung. So setzte Mugabe die Preise für das Brot zeitweilig auf die Hälfte seines Herstellungspreises fest und ließ Verstöße streng bestrafen.

 

Um von den wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten abzulenken, machte Mugabe die Weißen zum Sündenbock. Im Verlauf der Landreform wurden die meisten der 4800 Farmen, die im Besitz der weißen Minderheit waren, geplündert und enteignet sowie 350 000 Farmarbeiter vertrieben.

 

Die Bilder von erschossenen weißen Farmern erschienen zwar in den westlichen Medien. Die darauf folgende dünne Sanktionierung nutzte Mugabes Regierung jedoch, um den Paria-Status des Regimes zu untermauern.

 

Der darauf folgende Niedergang des Nahrungsmittelsektors wirkte sich verhängnisvoll auf die gesamte wirtschaftliche Entwicklung aus.

 

Dem einstigen Getreideexporteur fehlten Devisen, weshalb die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Benzin, Strom oder Medikamenten nicht mehr gewährleistet war. Brachte schon die Landreform Simbabwe an den Bettelstab, tat das Indigenisierungsgesetz im Jahr 2011 sein Übriges.

 

Das Gesetz schreibt bis heute vor, dass 51 Prozent der Anteile ausländischer Firmen in die Hände schwarzer Simbabwer überführt werden müssen. Das Land leidet an einer Hyperinflation. Diese lag in den vergangenen Jahren teilweise bei mehr als 100 000 Prozent. Mitte 2014 rief Mugabe zur Vertreibung der letzten 500 verbliebenen weißen Farmer auf.

 

Mitte 2015 schaffte Mugabe, der sich 1987 zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennen ließ, die wertlos gewordene einheimische Währung ab und führte einen Währungswettbewerb ein.

 

Nicht der weiße Mann ist schuld

 

Wie sein Nachbar Südafrika zerfällt das einst prosperierende Land. Über den zunehmenden Rassismus gegenüber Weißen schweigen sich die westlichen Medien seit Jahren aus.

 

Sowohl die grassierende Korruption in afrikanischen Ländern als auch Diktatoren wie Robert Mugabe, die ihr Land unbarmherzig ausplündern, sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass diese Länder nach dem Wegfall der weißen Minderheitsregierung massiv verarmten.

 

Das festzustellen sei keine Rechtfertigung des Apartheidsystems, sondern das Ergebnis unvoreingenommener Analysen, so Samanta Powell in ihrem Aufsatz »How to kill a country«. Trotz alledem wird den Europäern dies als bedauerliches kulturelles, aber leider nicht zu lösendes Problem verkauft.

 

Ganz dem Mantra folgend, dass allein der weiße Mann für die heutigen Zustände in diesen Ländern verantwortlich sei, hat dieser die aktuell über Europa hereinströmenden Immigrantenmassen zu tolerieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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