.jpg)
Damit stellt sich eine Frage: Wer ist dieser »brutale Diktator«, dem der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen irgendwann Ende März einen Preis für seine Verdienste um die
Menschenrechte verleihen wollte? Auf der einen Seite wollen sie uns glauben machen, dass er bekanntermaßen ein »brutaler Diktator« sei, und andererseits entscheiden sie sich, ihn wegen seiner Verdienste um die Menschenrechte zu ehren?! Erstaunlich! Ebenso erstaunlich sind die Lügen, die uns von den Medien, der NATO und der amerikanischen Regierung aufgetischt wurden. Absolut haarsträubend! Nicht überraschend, aber haarsträubend. Aber noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich ein Großteil der amerikanischen Öffentlichkeit im Laufe der Zeit angewöhnt hat, jedes Wort zu schlucken, das ihnen von den »Nachrichten« vorgesetzt wird.
Die folgenden Auszüge aus dem Bericht der Vollversammlung sind es wert, genau gelesen zu werden:
»Verschiedene Delegationen haben mit Anerkennung die Entschlossenheit des Landes zur Kenntnis genommen, die Menschenrechte vor Ort zu gewährleisten. Zusätzliche Stellungnahmen, die im Rahmen des wechselseitigen Dialogs aufgrund zeitlicher Beschränkungen nicht vorgelegt werden, werden in das Extranet des Allgemeinen periodischen Überblicks eingestellt, sobald sie verfügbar sind.«
In einer Fußnote dieses Berichts wird eine Liste derjenigen Länder aufgeführt, die Oberst Gaddafi und die Libysche Dschamahirija (»Herrschaft der Massen«) die Entscheidung des Menschenrechtsrates der UN-Vollversammlung, Oberst Gaddafi diesen Menschenrechtspreis zuzuerkennen, lobend unterstützten. Ich lege diese Liste hier einfach vor. Der Leser kann sie durchlesen und sich ein eigenes Urteil über die vermeintliche oder tatsächliche Glaubwürdigkeit der betreffenden Länder bilden:
Dänemark, China, Italien, Niederlande, Mauretanien, Slowenien, Nikaragua, Russland, Spanien, Indonesien, Schweden, Norwegen, Ekuador, Ungarn, Südafrika, die Philippinen, die Malediven, Chile, Singapur, Deutschland, Österreich, Kasachstan, Lettland, Angola, Nigeria, Kongo, Burundi, Sambia, Ruanda, Burkina Faso, Senegal, Elfenbeinküste, Dschibuti, Simbabwe.
Wenn man den Nachrichten einige Aufmerksamkeit gewidmet hat, fällt auf, dass einige Länder auf dieser Liste plötzlich eine Kehrwende vollzogen und die NATO und die USA in ihrem Aggressionskrieg unterstützten. Warum? Warum sonst? Geld. Darauf läuft es letztlich immer hinaus, und zweifellos wird dies alles in der Zukunft auch aufgedeckt werden, genauso wie die Lügen, die die amerikanische Regierung ihren Bürgern und der Welt auftischte, dass der Irak über »Massenvernichtungswaffen« verfüge, schließlich ans Licht kamen. Und dieselben Länder waren entschlossen, Oberst Gaddafi wegen seiner Verdienste um die Menschenrechte zu ehren, nachdem sie die libysche Gesellschaft sorgfältig begutachtet hatten. Was ist nun mit diesem »brutalen Diktator«? Mein älterer Bruder hätte das »Schnee von gestern« genannt. (Aber das ist Mist! Die feinfühligen unter Ihnen bitte ich für meine blumige Redeweise um Verzeihung).
Interesse an mehr Hintergrundinformationen?
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!
Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.
In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:
- Umweltschutz: Für Politiker gelten offenkundig Sonderrechte
- Olympia 2012 und die Geheimdienste
- Europa: Kriege, Bürgerkriege und Machtübernahmen der Militärs?
- Verhindert Aspirin erblichen Darmkrebs?

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!
© 2011 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg
Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.