Friday, 26. August 2016
17.04.2015
 
 

Washington – Finger am atomaren Abzug

Dr. Paul Craig Roberts

Wussten Sie, dass Washington 450 atomar bestückte Interkontinentalraketen in ständiger Alarmbereitschaft hält? Das mache uns »sicher«, glaubt man in Washington. Die Logik (»Logik«?) dahinter: Niemand wird es wagen, die USA mit Atomwaffen anzugreifen, wenn man weiß, dass ein Gegenschlag nur Minuten entfernt ist. Noch bevor die feindlichen Raketen in den USA einschlagen, sind die amerikanischen schon in der Luft.

 

Fühlen Sie sich jetzt sicher? Dann sollten sie vielleicht Eric Schlossers Buch Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion von Sicherheit lesen. Das Problem bei ständiger Einsatzbereitschaft: Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass Raketen irrtümlich, ungewollt oder ohne Genehmigung abgefeuert werden. Schlosser listet auf, wie viele Beinahe-Abschüsse die Welt um ein Haar in den Abgrund gestürzt hätten.

 

Elliott Negin erzählt in Catalyst, einer Veröffentlichung der amerikanischen Wissenschaftlervereinigung Union of Concerned Scientists, die Geschichte von Stanislaw Petrow, Oberstleutnant der Roten Armee. 1983 schlug eines Nachts das Raketen-Frühwarnsystem der sowjetischen Streitkräfte an: Fünf amerikanische Interkontinentalraketen im Anflug auf die Sowjetunion!

 

Oberst Petrow sollte in einem derartigen Fall den Parteivorsitzenden informieren, der dann acht bis zehn Minuten Zeit hatte, über einen Vergeltungsschlag zu befinden. Wie er entschieden hätte, werden wir niemals erfahren, denn Petrow setzte auf sein eigenes Urteilsvermögen. Die USA, so Petrow, hatten keinerlei Veranlassung, die Sowjetunion anzugreifen und vor allem würden bei einem Angriff der Amerikaner doch Hunderte, wenn nicht gar Tausende Interkontinentalraketen in der Luft sein. Petrow kontrollierte, ob das Bodenradar Interkontinentalraketen registrierte. Fehlanzeige. Es handele sich um einen falschen Alarm, urteilte Petrow und saß die Angelegenheit aus.

 

Wie sich herausstellte, hatte das Frühwarnsystem von der Wolkendecke reflektiertes Sonnenlicht für Raketen gehalten. Die Sache war gerade noch einmal gut gegangen, aber wie Negin schreibt: »Eine Fehlfunktion eines Computerchips oder ein nicht ordnungsgemäß installierter Schaltkreis« können ausreichen, einen Atomkrieg auszulösen. Anders gesagt: Es gibt zahllose Möglichkeiten, wie es zu einem Fehlalarm kommen könnte.

 

Sprung ins Hier und Jetzt. Stellen wir uns einen amerikanischen Offizier am Frühwarnsystem der USA vor. Dieser Offizier wird seit 15 Jahren mit Kriegspropaganda eingedeckt, hat miterlebt, wie die USA in andere Länder eingefallen sind und Bombenangriffe auf acht Nationen geflogen sind. Es gibt zahlreiche Terroralarme und Sicherheitswarnungen, dazu die Forderungen amerikanischer und israelischer Politiker, den Iran atomar anzugreifen. Unser Offizier hat die amerikanischen Medien verfolgt und ist nun überzeugt, dass Russland in der Ukraine eingefallen ist und kurz davor steht, sich auch das Baltikum und Polen einzuverleiben.

 

Im Eiltempo wurden amerikanische Truppen und Panzer an die russische Grenze verlegt, es ist die Rede von Waffenlieferungen an die Ukraine. Putin ist gefährlich und droht mit Atomkrieg, lässt seine Atombomber nahe der amerikanischen Grenze patrouillieren und schickt seine strategischen Streitkräfte ins Manöver. Gerade erst hat wieder ein General auf Fox News gefordert, »die Russen zu killen«. Die Republikaner haben unseren Mann überzeugt, dass Obama Amerika an den Iran verrät. Senator Tom Cotton warnt, dass ein Atomkrieg die Konsequenz sei. Wir alle werden sterben, denn im Weißen Haus sitzt ein Moslem.

 

Warum macht sich niemand für Amerika stark?, fragt sich unser patriotischer Offizier gerade, als der Alarm losgeht: Interkontinentalraketen im Anflug! Russische? Iranische? Hatte Israel doch recht? Ein geheimes iranisches Atomwaffenprogramm? Oder ist Putin zu der Einschätzung gelangt, dass ihm beim Wiederaufbau des Sowjetreichs die USA im Weg sind? (Die amerikanischen Medien haben unserem Offizier ja wieder und wieder erzählt, dass dies Putins Absicht sei.) Der Offizier sieht keinerlei Spielraum, die unablässige Propaganda, die in Amerika als »Nachrichten« verkauft werden, hat seinen Verstand in ständige Alarmbereitschaft versetzt. Also gibt der Offizier die Meldung weiter.

 

Obamas Berater zur nationalen Sicherheit, Russlandhasser, Neokonservativer, schreit: »Damit darf Putin nicht durchkommen!« »Aber wenn es ein Fehlalarm ist?!«, fragt der aufgewühlte Präsident nervös. »Sie liberales Weichei! Wissen Sie denn nicht, dass Putin gefährlich ist? Drücken Sie endlich auf den Knopf!« Und das war es dann mit der Welt.

 

Das Propagandaministerium schürt in der amerikanischen Bevölkerung eine extrem antirussische Stimmung. Wladimir Putin wird als »neuer Hitler« verkauft, als »Vlad der Pfähler«. Die Propagandamaschinerie kreiert eine »russische Gefahr«, dazu kommen der irre Drang der Neokonservativen nach einer Weltherrschaft der USA, der Hass auf Russland und China als aufstrebende Konkurrenten mit Unabhängigkeitsstreben sowie der Umstand, dass Amerika seinen Status als einzige Weltmacht eingebüßt hat und nicht mehr uneingeschränkt einseitig handeln kann. Diese unübersichtliche Gemengelage ist stark emotionsgeladen, nicht Fakten dominieren, sondern Propaganda, Größenwahn und Ideologie. Die Chancen stehen also gut, dass Washington auf einen Fehlalarm so reagiert, dass alles Leben auf Erden endet.

 

Wie viel Vertrauen setzen Sie auf Washington? Wie oft lag Washington – und vor allem das Lager der irren Neokonservativen – komplett daneben?

 

Wie war das noch: Der Einmarsch im Irak wird ein dreiwöchiger »Spaziergang«, der 70 Milliarden Dollar kostet und aus den irakischen Öleinnahmen beglichen wird? Inzwischen liegen die Kosten bei 3000 Milliarden Dollar, Tendenz steigend, und nach zwölf Jahren ist der Stand der, dass die Hälfte des Landes vom »Islamischen Staat« kontrolliert wird. Um die Kriege bezahlen zu können, wollen die Republikaner auf »Privatisierung« setzen. Das heißt: Sozialversicherung und Krankenversicherung werden gestrichen.

 

Wie war das noch: »Mission erfüllt« in Afghanistan? Zwölf Jahre später beherrschen die Taliban wieder das Land. Washington hat Frauen und Kinder ermordet, Begräbnisse, Hochzeitsfeiern, Dorfälteste und Jugendfußballspiele bombardiert, ließ sich aber von einigen 1000 leicht bewaffneten Taliban in die Flucht schlagen.

 

Diese Niederlagen nagen an Washington und am Militär und sorgen für Frust. Wir haben verloren, weil wir nicht mit ganzer Kraft zugeschlagen haben, lautet der neue Mythos. Wir haben uns von der Meinung des Auslands einschüchtern lassen oder von diesen verflixten demonstrierenden Studenten. Alternativ ist auch der rückgratlose Präsident Schuld, dieses liberale Weichei, das sich nicht traute, mit ganzer Kraft zuzuschlagen. Für das rechte Lager ist Zorn ein Dauerzustand.

 

Unerschütterlich glauben die Neokonservativen daran, dass Amerika von der Vorsehung auserwählt wurde, die Welt zu beherrschen, und dann so etwas: besiegt von vietnamesischen Guerillas, von afghanischen Stammeskriegern, von fundamentalistischen Islamisten. Und jetzt will uns Putin mit seinen Raketen endgültig abservieren.

 

Welcher Narr auch immer gerade im Weißen Haus sitzt, er wird den Knopf drücken.

 

Die Lage wird immer schlimmer, nicht besser. Russland hofft aus Europa auf Anzeichen für Intelligenz und widerspricht, wenn Washington wieder einmal russlandfeindliche Lügen auftischt. Setzen sich die Russen gegen Washingtons Propaganda mit der Wahrheit zur Wehr, wirft Washington ihnen vor, Propaganda zu betreiben. Der amerikanische Rundfunkrat, eine staatliche Einrichtung, die vom ehemaligen NBC-News-Chairman Andrew Lack geführt wird, hat von Washington einen neuen Auftrag erhalten: Man solle etwas unternehmen gegen die angeblichen (aber nicht existierenden) »Kreml-Trolle«, die die westlichen Medienhuren übertönen und im Internet einen »prorussischen Dialog betreiben«. Falls Sie nicht wissen, wer Andrew Lack ist: Das ist der Idiot, der Russia Today (RT) als »Terrororganisation« bezeichnete. Für ihn ist offenbar jeder, der die Wahrheit sagt, ein Terrorist. Das wäre nicht so schlimm, verfügte Lack nicht über die Macht, seine Meinung anderen aufzuzwingen.

 

Lack steht stellvertretend dafür, wie sich Washington wahrheitsgemäße Berichterstattung vorstellt: Wenn es Washingtons Propagandazielen nicht dient, ist es nicht wahr. Dann handelt es sich um Terrorismus. Gegenüber RT setzt Lack auf eine Einschüchterungstaktik. Nach dem Motto: »Haltet die Klappe und berichtet das, was wir wollen, oder wir machen euch dicht, weil ihr eine Terrororganisation seid. Vielleicht verhaften wir sogar eure amerikanischen Mitarbeiter und werfen ihnen vor, den Terrorismus zu unterstützen und ihm zu helfen.«

 

15 400 000 Dollar stellt das Obama-Regime dem verrückten Lack zur Verfügung für den Kampf gegen das »Revanchistische Russland und sein Heer der Internet-Trolle«. Das Geld wird in die Aufgabe fließen, jede wahre Aussage zu diskreditieren, die die englischsprachigen Dienste der russischen Medien äußern. Natürlich ist diese Summe erst der Anfang, schon bald werden Milliarden locker gemacht werden, während gleichzeitig Amerikaner aus ihren Häusern vertrieben und als Schuldenmacher ins Gefängnis geworfen werden.

 

Russland »bedroht Russlands Nachbarn und damit im weiteren Sinne die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten«, schreibt Lack in seinem Haushaltsantrag. Natürlich wird ihm das Geld gewährt werden – Geld, das eigentlich den hart arbeitenden amerikanischen Steuerzahlern gehört, deren Lebensstandard fällt und fällt. Diesem Lack scheint alles Menschliche abzugehen, bis hin zu Intelligenz, Integrität und Moral.

 

Und er hat noch nicht genug: »Die internationalen US-Medien beginnen nun, Russlands Propaganda zu entkräften und auf den Verstand der Russen und der russischsprechenden Bevölkerung in der ehemaligen Sowjetunion, in Europa und in aller Welt einzuwirken.« Lack wird innerhalb Russlands antirussische Propaganda betreiben. Natürlich werden auch CIA-Ableger wie die Stiftung National Endowment for Democracy und Radio Free Europe/Radio Liberty von dieser antirussischen Propaganda finanziell profitieren und diese Kampagne nur zu gerne voll und ganz unterstützen.

 

Insofern ist es unwahrscheinlich, dass Amerika, wie von der Union of Concerned Scientists gefordert, mit Russland kooperiert und die ständige Alarmbereitschaft der Interkontinentalraketen aufhebt. Wie sollen denn atomare Spannungen abgebaut werden, wenn Washington Spannungen aufbaut, so schnell es nur kann?! Washingtons Propagandaministerium stellt Putin als Osama Bin Laden hin, als Saddam Hussein − Dämonen und Buhmänner, deren bloße Erwähnung die einer Gehirnwäsche unterzogenen amerikanischen Schäfchen in Angst und Schrecken versetzt. Russland wird als al-Qaida verkauft, dem der Sinn nach einem weiteren Angriff auf das World Trade Center steht und das seine Rote Armee (sind ja nach Meinung vieler Amerikaner ohnehin immer noch alles Kommunisten) durch Europa rollen lassen will.

 

Gorbatschow war nur ein Trick und es gelang ihm, den alten Schauspieler hinters Licht zu führen. Die Amerikaner haben sich täuschen lassen, nun hocken sie da wie Tontauben, die man mit seinen Interkontinentalraketen leicht von der Platte fegen kann. Mit ihren irren Ansichten können Amerikas Politiker, Militärs und Menschen weder die Wahrheit begreifen noch die Realität erkennen: Amerikas »Medien« genannte Propagandamühlen und die durchgeknallten Neokonservativen haben die Menschheit auf einen Kurs gebracht, der in Auslöschung münden wird.

 

Die Union of Concerned Scientists (der auch ich angehöre) muss zur Vernunft kommen: Die atomare Bedrohung wird sich unmöglich reduzieren lassen, solange die eine Seite alles daransetzt, die andere zu dämonisieren. Wenn die New York Times, die Washington Post, CNN, Fox News und der Rest des amerikanischen Propagandaministeriums sowie fast das komplette Repräsentantenhaus, fast der gesamte Senat und das Weiße Haus Russland und seine Staatsführung verteufeln, wird sich die Gefahr eines Atomkriegs unmöglich abbauen lassen.

 

Das amerikanische Volk und die gesamte Welt müssen eines begreifen: Die Gefahr für das Leben auf diesem Planeten geht von Washington aus. Solange sich Washington nicht grundlegend und umfassend ändert, wird diese Gefahr die schlimmste Bedrohung für das Leben auf diesem Planeten sein. Aus globaler Erwärmung kann auf Knopfdruck ein nuklearer Winter werden.

 

 

 


 

 

 

 

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Leser-Kommentare (40) zu diesem Artikel

22.04.2015 | 12:45

Peter

@Livia 20.04.2015 | 08:44, Sie haben ein wirklich sehr guten und vor allem absolut zutreffenden Kommentar verfasst, ich kann jedem Satz uneingeschränkt zustimmen. Ich meine, die phychopatisch veranlagte und kriminelle Elite in den USA hat schon längst erkannt, dass das von ihr geschaffene US-Imperium im Zustand des Zerfalls ist und rechnet offensichtlich mit größeren Aufständen im Inland. Nicht umsonst haben sie gerade die Nationalgarde proben lassen, um vermeintliche...

@Livia 20.04.2015 | 08:44, Sie haben ein wirklich sehr guten und vor allem absolut zutreffenden Kommentar verfasst, ich kann jedem Satz uneingeschränkt zustimmen. Ich meine, die phychopatisch veranlagte und kriminelle Elite in den USA hat schon längst erkannt, dass das von ihr geschaffene US-Imperium im Zustand des Zerfalls ist und rechnet offensichtlich mit größeren Aufständen im Inland. Nicht umsonst haben sie gerade die Nationalgarde proben lassen, um vermeintliche Unruhen und Aufstände niederzuschlagen. Nicht umsonst haben sie letztes Jahr rund 800 FEMA-Camps (Hochsicherheits-Konzentrationslager) in den USA verteilt errichten lassen, rund 5 Millionen Doppelsärge und ca. 3 Milliarden Schuss Hohlspitzmunition angeschafft. In den USA braut sich was zusammen und die verbrecherische Elite würde wirklich jedes Mittel einsetzen um ihre Macht zu erhalten, ganz gleich wie viele Menschenleben dies auch kostet. Den Gedanken, dass in den USA eine Revolution schon längst überfällig ist hege ich schon seit längerem, ein friedlicher, unblutiger Umsturz wie z. B. damals in der DDR würde keinesfalls möglich sein. Doch erst wenn die großen Massen an US-amerikanischen Normalbürger den Mut aufbringen sich ihrem Regime, der Allmacht der Hochfinanz, der Konzern-Diktatur, der Totalüberwachung durch die Geheimdienste zu widersetzen und diese beseitigen, wird es für die USA wieder möglich sein zur Demokratie zurückzukehren. Ansonsten bleibt die USA weiterhin mit ihrem Werkzeug "NATO" zur Verwirklichung ihrer imperialistischen Ziele eine Bedrohung für den Weltfrieden...


22.04.2015 | 09:02

God bless START I

Und Russland? Die haben marode Atomwaffen also in den Schrânken liegen oder was? Kann mal jemand recharchieren wie viele Atomwaffen dort in Alarmbereitschaft stehen, um im Notfall die äußerst aggressive, Welterrschaft an sich reißende Weltmillitärmacht Dânemark zu bedrohen, weil sie sich gegen Agressoren dieser Art schützen wollen? Ja Leute! Es ist erst wenige wochen her, da hat Putin einem europäischen Land mit einem Atomschlag gedroht! Wie soll ich das im Sinne einerr...

Und Russland? Die haben marode Atomwaffen also in den Schrânken liegen oder was? Kann mal jemand recharchieren wie viele Atomwaffen dort in Alarmbereitschaft stehen, um im Notfall die äußerst aggressive, Welterrschaft an sich reißende Weltmillitärmacht Dânemark zu bedrohen, weil sie sich gegen Agressoren dieser Art schützen wollen? Ja Leute! Es ist erst wenige wochen her, da hat Putin einem europäischen Land mit einem Atomschlag gedroht! Wie soll ich das im Sinne einerr intelligenten durchdachte deeskalierenden Politik aus Moskau verstehen über das euer, wie nennt ihr euch: Hetzblatt der Lügenpresse, berichtet? Ihr Intelligenzbestien!


20.04.2015 | 08:44

Livia

Daß militärische Rüstung Sicherheit garantiert - mit Sicherheit schon einmal nicht!!! Auch wäre der Zwischenfall mit dem Fehlalarm meines erachtens wesentlich übler ausgegangen, wenn der - umgekehrt - bei den Amis stattgefunden hätte: Russen sind von ihrer Mentalität her eher abwartend und überlegend, Amerikaner wie alle westlichen Seevölker eher spontan und schnell panisch. Und mit den (militärischen) Mißerfolgen seit nunmehr fast 70 Jahren steigt diese Panik; denn wie das...

Daß militärische Rüstung Sicherheit garantiert - mit Sicherheit schon einmal nicht!!! Auch wäre der Zwischenfall mit dem Fehlalarm meines erachtens wesentlich übler ausgegangen, wenn der - umgekehrt - bei den Amis stattgefunden hätte: Russen sind von ihrer Mentalität her eher abwartend und überlegend, Amerikaner wie alle westlichen Seevölker eher spontan und schnell panisch. Und mit den (militärischen) Mißerfolgen seit nunmehr fast 70 Jahren steigt diese Panik; denn wie das untergehende römische Reich kann man den Millitärapparat schon längst nicht mehr bezahlen, durch den Erhalt der Anmaßung "Weltpolizist" sein zu wollen, steigt nur die Staatsverschuldung ins Unermeßliche und das Militärwesen wird mittlerweile auch im Innern eingesetzt um als Polizeistaat die eigene Bevölkerung von der längst fälligen Revolution abzuhalten. Eine derart aufgestellte Nation ist kreuzgefährlich für den ganzen restlichen Planeten! Einen solchen Laden kann man nur völlig isolieren; d.h. sämtliche Bündnisse und Partnerschaften aufkündigen, ja selbst Wirtschaftsbeziehungen meiden! Nur dann sind sie gezwungen sich auf sich selbst zu konzentrieren und die abgehobene, verbrecherische Führungsschicht wird sich endlich von ihrem eigenen Volk vorgenommen - 1789 ist dort längst überfällig!!! Für Deutschland und auch Europa heißt das: Raus aus der NATO und der Westbindung! Statt TTIP Warenverkehr einschränken, Deren Konzerne außer Landes bringen und vor allem Stützpunkte aufkündigen. Wie die USA ihre Heloten behandeln dürfte man an Personen wie Bin Laden und Saddam Hussein sehen - die wurden nämlich von den USA aufgebaut, bezahlt und gefördert als sie ihren stratekischen Plänen nützlich waren - danach, als sie nicht mehr gebraucht wurden, zum Staatsfeind erklärt und umgebracht! Eine solche Handlungsweise kann man schon deshalb von Rußland nicht erwarten, weil sie der russischen Mentalität fremd ist! Die Verrückten sind immer die Pokerspieler im politischen System - und wem haben unsere Vorfahren eine Fahrkarte nach Amerika gekauft, weil man sie los werden wollte: Glücksspielern unter anderen!


19.04.2015 | 00:28

Herta Kunz

Für diese kriminelle Gangsterbande hat man einfach keine Worte mehr. Ich hoffe nur, sollte es zu einem Krieg kommen, wir wären verloren, aber ich hoffe einfach, dass es die, die dies angezettelt haben auch. Denn die in der Ukraine, wären genau so mitten drin. Offenbar denken die nicht daran, dass es sie dann auch kostet. Oder haben sie das Gefühl, dass ihnen die USA dann hilft???? So leichtgläubig kann man ja nicht sein. USA Regierung ist wirklich ein Haufen von...

Für diese kriminelle Gangsterbande hat man einfach keine Worte mehr. Ich hoffe nur, sollte es zu einem Krieg kommen, wir wären verloren, aber ich hoffe einfach, dass es die, die dies angezettelt haben auch. Denn die in der Ukraine, wären genau so mitten drin. Offenbar denken die nicht daran, dass es sie dann auch kostet. Oder haben sie das Gefühl, dass ihnen die USA dann hilft???? So leichtgläubig kann man ja nicht sein. USA Regierung ist wirklich ein Haufen von grössenwahnsinnigen Dummköpfen. Sie mit Primaten zu vergleichen, ist für die Affen wirklich noch eine Beleidigung.


18.04.2015 | 23:52

Rudolf-Robert Davideit

Tja Ben-jamine uäm., halt das sich selbst entlarvende Letztaufgebot! Noch Fragen?


18.04.2015 | 21:52

Grantler

In der Außenpolitik gibt es keine Freundschaft, nur gemeinsame Interessen.Sind die Interessen nicht deckungsgleich, dann ergibt das (zunächst) einen politischen Konflikt. Konflikte kann man nicht-konfrontativ lösen, dazu bedarf es aber der Kommunikation, der Verhandlung und der schließlich der Vereinbarung eines Interessenausgleichs mit der beide Seiten leben können.Konflikte kann man auch konfrontativ lösen, dann stellt man die Kommunikation einstellt, und eskaliert den Konflikt...

In der Außenpolitik gibt es keine Freundschaft, nur gemeinsame Interessen.
Sind die Interessen nicht deckungsgleich, dann ergibt das (zunächst) einen politischen Konflikt. Konflikte kann man nicht-konfrontativ lösen, dazu bedarf es aber der Kommunikation, der Verhandlung und der schließlich der Vereinbarung eines Interessenausgleichs mit der beide Seiten leben können.
Konflikte kann man auch konfrontativ lösen, dann stellt man die Kommunikation einstellt, und eskaliert den Konflikt durch Worte und Taten.
Und letztendlich: Krieg ist die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln [Clausewitz].
Wenn sich zwei um etwas streiten, das keinem von Beiden gehört, wer hat dann recht?
Wer von den Beiden ist der Gute und wer ist der Böse?

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