Thursday, 25. August 2016
08.08.2014
 
 

Wirtschaftliches Scheitern der USA wird einfach wegdefiniert

Dr. Paul Craig Roberts

Die US-Regierung hat vergangene Woche als grobe Schätzung ausgegeben, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2014 ein reales Wachstum von vier Prozent erreicht hat. Das ist schon auf den ersten Blick Unfug. Nach einem Minus von vier Prozent im ersten Quartal spricht nichts dafür, dass das durchschnittliche Familieneinkommen oder die Verbraucherkredite derart stark gewachsen wären, dass sie einen derzeitigen Sprung hätten herbeiführen können.

 

Die Schließungen von Geschäften für die Mittelschicht (Sears, Macy’s, J.C. Penney) haben auf die Dollar-Läden übergegriffen, in denen Haushalte mit geringerem Einkommen einkaufen. Der Einzelhändler Family Dollar, der gerade Hunderte Geschäfte schließt, wird von Dollar Tree übernommen, dem einzigen der drei Dollar-Unternehmen, das noch nicht in einer Schieflage steckt. Bei Wal-Mart ist der Umsatz das fünfte Quartal in Folge niedriger als im Vorquartal. Rückläufige Umsätze und Schließungen bei Einzelhändlern sprechen dafür, dass die Verbraucher über weniger Einkaufskraft verfügen. Die Fakten aus dem Einzelhandel stützen die Schätzung von vier Prozent Plus für das BIP im zweiten Quartal nicht, genauso wenig wie die Behauptung vom vergangenen Freitag, dass im Juli 26.700 neue Jobs im Einzelhandel geschaffen wurden.

 

Und was ist mit dem Hausmarkt? Mit den Zahlen vom Freitag gingen doch Schlagzeilen einher wie »Neueinstellungen schlagen sich als beständige Zugewinne nieder«. Das heißt doch, dass mehr Menschen arbeiten und dass eine Erholung des Immobilienmarktes die Wirtschaft anschiebt, oder?

Nein, heißt es nicht. Was die Finanzpresse nicht meldet, ist, dass die USA in einer strukturellen Job-Depression stecken. In den zwölf Monaten von Juli 2013 bis Juli 2014 sind 2,3 Millionen Amerikaner ins arbeitsfähige Alter gekommen. Von diesen 2,3 Millionen fanden nur 330.000 ihren Weg in die Erwerbsbevölkerung. Meine Interpretation: Der Arbeitsmarkt ist so schlecht, dass gerade einmal 14 Prozent der neuen erwerbsfähigen Bevölkerung eine Anstellung gefunden hat.

 

Der Rückgang bei der Erwerbsbeteiligungsquote bedeutet nichts Gutes für den Hausmarkt. 2000 erreichte die Erwerbsbeteiligungsquote mit 67,3 Prozent ihren bisherigen Höchstwert, seitdem sind die Zahlen rückläufig. Im Oktober 2008 zog das Tempo des Rückgangs mit der Bankenrettung und der monetären Lockerung an. Von Oktober 2008 bis heute sind 13,2 Millionen Amerikaner ins erwerbsfähige Alter gekommen, aber nur 818.000 – oder sechs Prozent – gehören der Erwerbsbevölkerung an. Regierung und Finanzpresse mögen etwas anderes behaupten, aber dass die Notenbank über mehrere Jahre hinweg Geld gedruckt hat, um Anleihen zu kaufen, hat weder dem Hausmarkt noch dem Arbeitsmarkt neues Leben eingehaucht.

 

Aber der Aktienmarkt?! In den vergangenen Tagen ist er zwar wieder gesunken, aber er ist doch im historischen Vergleich noch immer sehr hoch. Ist der Aktienmarkt nicht ein guter Beleg für eine funktionierende Wirtschaft?


Nicht, wenn die Aktienkurse aus dem Grund steigen, dass die Konzerne ihre eigenen Anteile zurückkaufen. Firmen sind inzwischen die größten Aktienkäufer. Vor kurzem war zu erfahren, dass die Unternehmen zwischen 2006 und 2013 beschlossen haben, für insgesamt 4.140 Milliarden Dollar ihre eigenen börsennotierten Anteile zurückzukaufen. Noch dazu haben sich die Firmen für diese Geschäfte Geld von den Banken geliehen. Vergangenes Jahr erreichte das Volumen der beschlossenen Aktienrückkäufe 754,8 Milliarden Dollar, die Kapitalaufnahme der Firmen betrug 782,5 Milliarden Dollar. Innerhalb der ersten drei Monate des Jahres erwarben Firmen für 160 Milliarden Dollar eigene Anteile.

 

Leiht sich eine Firma Geld, um ihre Aktien zurückzukaufen, hat sie im Anschluss Schulden, aber keine neuen Investitionen, die zu neuen Umsätzen führen, mit denen sich dann Kredite abbezahlen lassen. Die gewaltigen Aktienrückkäufe zeigen, dass der amerikanische Kapitalismus inzwischen korrupt ist. Um ihre persönlichen Gewinne in Form von Boni, Aktienoptionen und Kapitalgewinnen zu maximieren, ziehen Vorstände, Aufsichtsräte und Aktionäre Kapital aus börsennotierten Unternehmen ab und belasten sie im Gegenzug mit Schulden.

 

Aber der Wirtschaft hilft doch gewiss, dass die verarbeitende Industrie nach Amerika zurückkehrt, oder?

 

Anscheinend nicht. Laut der Zahlen für den Zeitraum 1999 bis 2012 wuchs die Verlagerung von verarbeitender Industrie ins Ausland um neun Prozent. Die Ökonomin Susan Hester vom Einzelhandels-Branchenverband Retail Industry Leaders Association hat beschlossen, aus dem Verlust von Arbeitsplätzen in der verarbeitenden Industrie eine Tugend zu machen. Sie argumentiert wie folgt: Die Beschäftigungszahlen im Einzelhandel sind viel größer als in der verarbeitenden Industrie. Mit dem Verkauf von Importen lassen sich mehr amerikanische Jobs erschaffen, als wenn man die verarbeitende, exportorientierte Industrie fördert.

 

Laut Hesters Zahlen verdienen die USA mehr Geld im Einzelhandel als mit der Produktion. Sie kommt zu der Schlussfolgerung, dass der Mehrwert, den im Ausland geleistete Arbeit zu einem Produkt beiträgt, ein kleiner Prozentanteil des Wertes ist. Der Mehrwert dagegen, der entsteht durch »das Managen der Offshore-Produktion, die Bearbeitung der Zollunterlagen, das Managen von Lagerung und Vertrieb, die Vermarktung von Bekleidungsprodukten und durch die Millionen Menschen im Einzelhandel, die Regale auffüllen und an der Kasse arbeiten.«


Anders gesagt: Die Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie, die ins Ausland verlagert wurden, sind nur ein Wegwerfgut. Das echte Geld verdient man mit dem Verkauf der Importe. Was Hester dabei nicht berücksichtigt, ist Folgendes: Wenn ins Ausland verlagerte Produktion zur Vermarktung in die USA geholt wird, geschieht dies als Import und führt zu einem größeren Außenhandelsdefizit. Ausländer werden in Dollar für die Produkte bezahlt, die sie für amerikanische Firmen hergestellt haben. Diese Dollar nutzen sie, um amerikanische Schuldtitel, Aktien und harte Vermögenswerte wie Land, Immobilien und Firmen zu kaufen. Das hat zur Folge, dass Zinsen, Gewinne, Kapitalerträge und Pacht aus dem Erwerb amerikanischer Vermögenswerte jetzt Ausländern zuströmen und nicht Amerikanern. Die Leistungsbilanz wird schlechter.

 

Es funktioniert so: Der Überschuss an amerikanischen Importen gegenüber amerikanischen Exporten gibt Ausländern Anspruch auf amerikanisches Einkommen und Vermögen. Der Anspruch wird dadurch beglichen, dass die Ausländer amerikanische Vermögenswerte kaufen. Das von diesen Vermögenswerten produzierte Einkommen fließt ins Ausland ab. Das hat zur Folge, dass das Einkommen, welches Ausländer mit ihren amerikanischen Investitionen erzielen, das Einkommen übersteigt, welches die Amerikaner mit ihren ausländischen Investitionen erzielen.

 

Nach Hesters Logik wäre Amerika besser dran, wenn man nichts produziert, was man benötigt, und sich stattdessen auf die Gewinne der amerikanischen Modefirmen und Musterhersteller verlässt, die die ins Ausland verlagerte Produktion für den US-Markt festlegen, wenn man sich auf die Compliance-Mitarbeiter und die Frachtspediteure verlässt, auf Qualitäts- und Terminkontrolleure, auf die Docker und Bahnmitarbeiter, die die ausländischen Waren auf die amerikanischen Märkte bringen.

 

Hester hält den Mehrwert, der durch ins Ausland verlagerte Produktion erzielt wird, für bedeutungslos. Wie konnte China dann dadurch reich werden, zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen, 100 Millionen Menschen in der verarbeitenden Industrie in Lohn und Brot halten (verglichen mit Amerikas zwölf Millionen) und mehr Devisen anhäufen als jedes andere Land?

 

Wenn Hester diese Frage beantworten kann, kann sie vielleicht auch erklären, warum sich amerikanische Konzerne überhaupt die Mühe machen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern, wenn der Beitrag zum Mehrwert doch vermeintlich so gering ist? Anscheinend ist der Mehrwert groß genug, um für die Transportkosten von Asien nach Amerika zu bezahlen, für den Bau und Betrieb ausländischer Werke aufzukommen und um die Negativkosten auszugleichen, die es mit sich bringt, amerikanische Arbeitsplätze nach Asien zu verlagern. Und bei alledem, das wollen wir nicht vergessen, ist der Mehrwert nach Abzug aller Kosten noch groß genug, um den Gewinn zu steigern, die Aktienkurse nach oben zu treiben und die Managerboni zu vergrößern.

 

Hester belügt sich selbst. Der geringe Wert, den ihrer Meinung nach die Fertigung in China, Indien oder Vietnam zum Preis eines Hemds beiträgt, spiegelt die geringen Arbeitskosten wider, die dort herrschen, nicht den Wert des Hemdes auf dem US-Markt oder den Wert eines iPhones auf dem europäischen Markt. Die Vermarktung, die Lagerung und der Vertrieb werden in den USA von höher bezahlten Personen erledigt, deshalb scheint es so, als würde der Mehrwert aus anderen Quellen als der Verarbeitung stammen. Hester übersieht, dass sich der niedrigere Wert ausländischer Arbeit nicht in einem weniger wertvollen Produkt niederschlägt, sondern in höheren Gewinnen.

 

Ökonomen gehen davon aus, dass Ersparnisse bei den Arbeitskosten als geringere Preise an die Verbraucher weitergereicht werden, aber ich habe es noch nicht erlebt, dass die Preise für Nike- oder Merrell-Sportschuhe, für Bettlaken und Handtücher, für Hemden von Brooks Brothers oder Ralph Lauren, für Apple-Computer oder für was auch immer gesunken sind, nur weil die Produktion ins Ausland verlagert wurde. Einsparungen bei den Arbeitskosten fließen in die Gewinne, die Managerboni und in Kapitalerträge für Aktionäre. Das ist einer der Gründe dafür, dass in den USA so eine außergewöhnliche Einkommenssteigerung und so eine Schieflage bei der Verteilung des Wohlstands zu beobachten sind.

 

Mit ihrer Konzentration auf den kurzfristigen Gewinn vernichten die Hersteller und die Einzelhändler den amerikanischen Verbrauchermarkt. Amerikaner, die in der Bekleidungsproduktion arbeiten, verdienen durchschnittlich 35.000 Dollar im Jahr. Das Durchschnittsgehalt eines Mitarbeiters im US-Einzelhandel ist nicht einmal halb so hoch und lässt kein frei verfügbares Einkommen, mit dem sich die Verbraucherausgaben in Einzelhandelsgeschäften steigern ließen.

 

Dass Amerikas Firmen die Produktion ins Ausland verlagern, macht es der Regierung Obama unmöglich, ihr Versprechen zu halten und in der verarbeitenden Industrie und im Exportgeschäft Arbeitsplätze zu erschaffen. Da sie keine echten Jobs und keine echten Exporte erschaffen konnte, hat die Regierung angeregt, virtuelle Jobs und virtuelle Exporte durch »fabriklose Warenhersteller« (»factoryless goods producers«) zu erschaffen. Um sein Versprechen zu halten, das Wachstumstempo der US-Exporte zu verdoppeln, will der Präsident ausländische Produktion zu amerikanischer Produktion umfirmieren.

 

Ein »fabrikloser Warenhersteller« ist eine neu erfundene statistische Kategorie. Gemeint sind Firmen wie Nike oder Apple, die die Herstellung ihrer Produkte durch ausländische Unternehmen vornehmen lassen. Die Regierung Obama schlägt nun vor, Firmen wie Apple, die einen Markennamen oder ein Produktdesign besitzen, als verarbeitende Betriebe zu definieren, auch wenn die Firmen nichts herstellen.

 

Ob ein amerikanisches Unternehmen zur verarbeitenden Industrie gehört oder nicht, hängt also nicht davon ab, was das Unternehmen tut, sondern davon, ob ihm ein Markenname gehört, den ein ausländischer Hersteller für das Unternehmen produziert hat. Ein iPhone beispielsweise, das in China hergestellt und in Europa verkauft wird, wäre demnach als US-Export geführt, und ein in den USA verkauftes iPhone wäre nicht länger ein Import, sondern ein Produkt aus amerikanischer Herstellung. Apples nichts herstellende Mitarbeiter wären schlagartig in der verarbeitenden Industrie beschäftigt.

 

Ganz offensichtlich ist Sinn und Zweck dieses statistischen Taschenspielertricks, die Zahl der amerikanischen Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie ebenso zu steigern wie Amerikas Produktion und Exporte. Außerdem sollen Importe in inländische Produktion verwandelt werden. Das große amerikanische Außenhandelsdefizit wird eliminiert, indem einfach die Definition geändert wird.

 

Das Amt für Statistische Lügen müsste sich nach dieser Neuklassifizierung mit der Anomalie befassen, dass in China, Indien, Indonesien oder sonst wo hergestellte Artikel dem US-BIP zugeschlagen würden, wenn der Markenname einem US-Unternehmen gehört, dass jedoch die Zahlungen an die asiatischen Arbeiter, die die Produkte hergestellt haben, als Anspruch an das US-Vermögen bestehen bleiben und in den Besitz von amerikanischen Schuldtiteln, Firmen und Immobilien umgewandelt werden können.

 

Ein Beispiel: Chinesische Arbeiter stellen die Apple-Produkte her und China hat die Beweise, die den Anspruch auf amerikanisches Vermögen belegen. Wie sollen nach der Neudefinition durch die Regierung Obama diese Ansprüche statistisch erfasst werden? Die USA können die chinesische Fertigung von Apple-Produkten dem amerikanischen BIP zuschlagen, aber wie ziehen die USA die in China produzierten Apple-Produkte von Chinas BIP ab? Und wie geht die Neudefinition der Regierung mit den Zahlungen um, die Apple an die chinesischen Arbeitskräfte geleistet hat, die die Produkte herstellten? Diese Zahlungen stellen einen Anspruch an amerikanisches Vermögen dar.

 

Anders gesagt: Die Neuklassifizierung würde Apples-Produkte doppelt zählen. Wenn jedes Land so rechnet, würde das Welt-BIP statistisch ansteigen, auch wenn nicht mehr Güter und Dienstleistungen produziert werden. Vielleicht lässt sich auf diese Weise ja auch die Armut in der Welt wegdefinieren?

 

So etwas wie »fabriklose Warenhersteller« nahm Harvard-Professor Michael Porter 2006 in seinem Wettbewerbsbericht vorweg, einer Rechtfertigung für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Als Verteidigung des Offshorings spielte Porter den Anstieg des amerikanischen Außenhandelsdefizits genauso herunter wie den Umstand, dass wegen des Offshorings das BIP-Wachstum der USA schrumpfte. Im Grunde argumentierte Porter, dass die Klassifizierung davon abhängen sollte, wem die Umsätze und die Produkte gehörten und nicht davon, wo Produkte und Umsätze entstanden.

 

Wie ich in meiner Kritik aufzeigte (siehe »The Failure of Laissez Faire Capitalism and Economic Dissolution of the West«), würde dies zur Folge haben, dass das US-BIP um die Menge an ausgelagerter amerikanischer Produktion und um die Produktion ausländischer amerikanischer Tochterunternehmen stiege, während gleichzeitig das BIP derjenigen Länder sinken müsste, in denen die Produktion tatsächlich erfolgt. Das würde dann im Gegenzug bedeuten, dass die deutschen und japanischen Autos, die in den USA von amerikanischen Arbeitskräften produziert werden, vom amerikanischen BIP abgezogen und dem BIP von Deutschland und Japan zugeschlagen werden müssten.

 

Seit Jahren betone ich, dass der Westen schon heute in der düsteren Zukunftsvision lebt, die George Orwell prognostizierte. Arbeitsplätze entstehen durch hypothetische Erweiterungen der Gehaltslisten und durch die nicht angemessene Verwendung der »saisonbedingten Korrektur«. Inflation wird dadurch bekämpft, dass man geringerpreisige Artikel aus dem Inflationsindex nimmt und durch solche ersetzt, deren Preise steigen. Steigende Preise werden dann neu als verbesserte Qualität definiert. Mit der abgeschwächten Inflation wird das nominelle BIP geschmälert, was wiederum zu einem Anstieg des realen BIPs führt. Jetzt werden Firmen ohne Fabrik den Ausstoß von Amerikas verarbeitender Industrie ebenso steigern wie die US-Exporte und die Zahl der Arbeitsplätze in Amerikas verarbeitender Industrie!

 

Jeder Bereich der westlichen Existenz wird von Propaganda definiert. Wir haben infolgedessen einen Zustand des perfekten Nihilismus erreicht. Von dem, was uns die Regierungen, die Unternehmen und die presstituierten Medien erzählen, können wir nicht ein Wort glauben.

 

Wir leben in einer Lüge und diese Lüge wird größer und größer.

 

 

 

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Leser-Kommentare (6) zu diesem Artikel

09.08.2014 | 11:02

wolf

Wir wissen doch alle, daß man nur der Statistik vertrauen kann, die man selbst gefälscht hat. Ansonsten ist ja klar, Lügen und Betrügen ist die Geißel unserer Zeit. Schaut man sich die tägliche Presse an bzw. konsumiert man die Fernsehnachrichten, wird schnell klar, daß von der Wahrheit Niemand mehr etwas wissen will. Der Verblödete glaubt lieber einer schönen Lüge, als einer traurigen Wahrheit.


08.08.2014 | 21:37

Vida

Statistiken können alles bedeuten. Abhängig von den Parametern, die man für sie wählt, abhängig von den Bedingungen, die man an ihnen stellt und abhängig, was man dazurechnet und was nicht. Dass es bei einer solchen Willkürlichkeit zwangsläufig dazukommt, dass die Statistik nicht der Realität entspricht, sollte keinen verwundern. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa herrscht eine Nullwachstumswirtschaft vor, die sogar zu einem Einbruch der realen Löhne und des angepassten...

Statistiken können alles bedeuten. Abhängig von den Parametern, die man für sie wählt, abhängig von den Bedingungen, die man an ihnen stellt und abhängig, was man dazurechnet und was nicht. Dass es bei einer solchen Willkürlichkeit zwangsläufig dazukommt, dass die Statistik nicht der Realität entspricht, sollte keinen verwundern. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa herrscht eine Nullwachstumswirtschaft vor, die sogar zu einem Einbruch der realen Löhne und des angepassten Wohlstands führt. Nichtsdestotrotz. Wir sollten uns auch hier fragen, ob es klug, nein, sinnvoll ist, den Wohlstand eines Volkes nur daran zu ermessen, wieviel dieses an Wertgütern produziert, und wieviel im Handel umgesetzt wird.


08.08.2014 | 20:30

ernst thälmann

Es ist beängstigend, welche hirnlosen Idioten in den USA das Sagen haben. Diese degenerierten Collage Typen stellen eine Gefahr für die Menschheit dar, denn sie sitzen auch an den Schalthebeln des Militärs und der Politik. Wenn die Menschheit überleben will, müssen Die USA eliminiert werden


08.08.2014 | 18:08

achim

Es hat begonnen, nicht nur in der USA sondern auch in der EU. Gesünderes Denken , Konsumieren , Kaufen , nur das was man unbedingt benötigt , BRAVO


08.08.2014 | 17:38

Silke

Zu den 3 % zusätzlichem Wirtschaftswachstum durch Dealen, Schmuggeln, usw. wird noch die Inflation geschönt. Sollte die Inflation nicht bei ca. 3 % (Warenkorb) sondern bei 8 % liegen, bedeutet dies ein Minus von ca. 7% im BIP. Wäre dies Tagesthema, müsste man von einem Wirtschaftskollaps sprechen. Doch das darf nicht sein, also geht man folgendermaßen vor: In dem Warenkorb ist viel Elektronik, da diese billiger wird. Außerdem wird der Technologievorsprung mit in die Inflation...

Zu den 3 % zusätzlichem Wirtschaftswachstum durch Dealen, Schmuggeln, usw. wird noch die Inflation geschönt. Sollte die Inflation nicht bei ca. 3 % (Warenkorb) sondern bei 8 % liegen, bedeutet dies ein Minus von ca. 7% im BIP. Wäre dies Tagesthema, müsste man von einem Wirtschaftskollaps sprechen. Doch das darf nicht sein, also geht man folgendermaßen vor: In dem Warenkorb ist viel Elektronik, da diese billiger wird. Außerdem wird der Technologievorsprung mit in die Inflation eingerechnet, d. h. neuere Technik wird als wert steigernd berechnet, da der Computer von heute mehr kann als der PC von vor 10 Jahren. Aber versucht mal heute mit einem 10 Jahren alten Rechner zu arbeiten. Fazit: zu großer Elektronikanteil und überbewertet. Der Anteil an Lebensmittel und Energie ist umso niedriger, doch für die Meisten, die nur Geld für Nahrung, Wohnen und Energie haben, ist die Inflation wohl bei etwa 8 %. Deshalb kommen sie mit weniger als 17 DM Stundenlohn (8,50€) heute auch nicht mehr aus. Offiziell nennt man dass aber „gefühlte Inflation“, mit anderen Worten laut unserer Experten ist der Michel nur zu blöd mit seinem Geld auszukommen. Zur weiteren Überprüfung: 8,50 € (geforderter Mindestlohn) waren 2001 noch 17 DM, damals viel Geld und viele kamen mit 8,50 DM aus. Nach 12 Jahren wird also 100 % mehr Geld gebraucht = 8 % Inflation pro Jahr. Das entspricht auch der gefühlten Verdoppelung der Preise in dieser Zeit. Wer es gnauer wissen will, z. B. hier im Shop bestellbar: "Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden"


08.08.2014 | 17:32

Silke

Bei uns wird auch schön gerechnet: Angeblich haben wir 0,4 % Wirtschaftswachstum. Wie erhöht man die Statistik um 3 %? Ab Herbst wird sogar dealen und schmuggeln eingerechnet: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bruttoinlandsprodukt-bip-kuenftig-mit-drogenhandel-und-tabakschmuggel-a-960620.html ... Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigern künftig das BIP, da sie ab September als Investitionen gelten. Bislang galten sie als Vorleistungen, die von der...

Bei uns wird auch schön gerechnet: Angeblich haben wir 0,4 % Wirtschaftswachstum. Wie erhöht man die Statistik um 3 %? Ab Herbst wird sogar dealen und schmuggeln eingerechnet: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bruttoinlandsprodukt-bip-kuenftig-mit-drogenhandel-und-tabakschmuggel-a-960620.html ... Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigern künftig das BIP, da sie ab September als Investitionen gelten. Bislang galten sie als Vorleistungen, die von der Wertschöpfung abzuziehen sind. Außerdem zählen künftig auch Rüstungsgüter als Investitionen. ...Insgesamt könnte das BIP durch die Umsetzung der neuen EU-Vorgaben um 3 % höher liegen... 2013 real, also nach Abzug der Inflation, nur um 0,4 % gewachsen .....

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