Sunday, 28. August 2016
21.03.2014
 
 

Zwei Schritte vorwärts, einer zurück

Dr. Paul Craig Roberts

Washington steht hinsichtlich seiner Pläne, die Ukraine zu übernehmen und Russland aus seinem Schwarzmeer-Marinestützpunkt zu vertreiben, vor einem Scherbenhaufen. Aber wie schon Lenin sagte: »Zwei Schritte vorwärts, einer zurück.«

Erinnern Sie sich an die vielen starken Worte und Gesten seitens des amerikanischen Außenministers John Kerry, des Dummkopfes vom Weißen Haus, Hillary Clintons und der Speichelleckerin Merkel zu harten Sanktionen, die der russischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen würden, wenn Russland das Referendum auf der Krim nicht unterbinde? Das war natürlich alles Unsinn und viel heiße Luft von der Handpuppe aus dem Weißen Haus und der

speichelleckerischen deutschen Kanzlerin, die eine Schande für die deutsche Nation ist. Und die Russen halten an ihrer Auffassung auch gegenüber John Kerry fest, Sanktionen gegen Russland würden Europa erheblich mehr schaden als Russland.

 

Ich wünschte, die Russen hätten das für sich behalten. Ich rechnete schon freudig damit, dass die Schwachsinnigen in Washington die NATO zerstören würden, indem sie die europäische Wirtschaft in eine Rezession stürzen.

 

Nachdem sich Washingtons Politiker machohaft als »harte Jungs« gebärdet hatten, ein Eindruck, den die amerikanischen korrupten Medien begeistert aufgriffen und verbreiteten, als es hieß, man werde Sanktionen verhängen, musste Washington dann tatsächlich notgedrungen seinen Worten Taten folgen lassen und beschloss Sanktionen nicht gegen Russland, sondern gegen elf einzelne Personen: gegen den gestürzten ukrainischen Präsidenten und einen seiner Berater, zwei Amtsträger auf der Krim und sieben Russen.

 

Die Auswahl der Regierungsvertreter ist ein völliges Geheimnis. Bei den sieben Russen handelt es sich um einen engen Mitarbeiter Putins, einen Berater Putins sowie vier hochrangige Mitglieder des russischen Parlaments und einen stellvertretenden Ministerpräsidenten. Was diese Leute mit dem Referendum auf der Krim zu tun hatten, weiß niemand.

 

Darüber hinaus beziehen sich die Sanktionen nur auf ausländische Bankkonten, die diese elf Personen möglicherweise außerhalb Russlands unterhalten. Und dann richten sie sich wahrscheinlich sogar nur gegen den gestürzten ukrainischen Präsidenten, wenn man der ganzen Propaganda über ihn glauben will. Anderen Berichten zufolge gelten die Sanktionen nur für die kommenden sechs Monate. Wenn die Verbrecher in Washington und aus der EU diesen Personen Geld stehlen, kann die russische Zentralbank deren eingefrorene Konten leicht wieder aufstocken.

 

Die Menschen, die entschieden haben, dass sich die Krim von der Ukraine lösen und Russland anschließen solle, waren die Menschen der Krim selbst, und nach der Begründung, die Obama für seine absurden Sanktionen gegeben hat, müssten sich diese Sanktionen eigentlich gegen die Bevölkerung der Krim richten, die sich per Abstimmung dafür entschieden hat, sich von der amerikanischen Handlanger-Regierung in Kiew zu lösen.

 

Denn wie Präsident Obama selbst in seiner Präsidialdirektive vom 6. März erklärte, stellt die Unterstützung für das Recht auf Selbstbestimmung für die Krim »eine ungewöhnliche und außergewöhnliche Bedrohung der nationalen Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten dar«. Weiter heißt es in der Direktive, jede Person, »die verantwortlich oder daran beteiligt ist oder sich indirekt oder direkt… an Handlungen oder einer Politik beteiligt hat, die demokratische Prozesse oder Institutionen in der Ukraine untergraben«, müsse damit rechnen, dass ihr Vermögen eingefroren werde.

 

Mithin können die Sanktionen Obamas auch gegen ihn selbst und seine Regierung sowie gegen seine NATO-Handlanger verhängt werden, da es ja immerhin der Westen, und weder Russland noch die Krim, war, der die gewählte Regierung der Ukraine gestürzt hat. Aber Amerikaner wenden Gesetze oder völkerrechtliche Bestimmungen niemals auf sich selbst an. Die verhängten Sanktionen sind mit anderen Worten völlig bedeutungslos. Und der Dummkopf im Weißen Haus erklärte: »Wenn sich Russland weiterhin in der Ukraine einmischt, sind wir bereit, noch weitere Sanktionen zu verhängen.« Obamas Scheinheiligkeit ist, entschuldigen Sie das harte Wort, einfach zum Kotzen. Es ist der Dummkopf im Weißen Haus, der sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmischt. Es war Washington, das den Sturz der gewählten ukrainischen Regierung finanzierte und organisierte, und sich dabei gut organisierter und schwer bewaffneter Rechtsradikaler bediente, um die unbewaffnete Polizei und die Regierungspartei einzuschüchtern, und so den Weg für Washington freizumachen, eine nichtgewählte Regierung ins Amt zu bringen, die aus gut bezahlten Handlangern besteht.

 

Dabei hat der unfähige Dummkopf im Weißen Haus übersehen, dass der Süden und Osten der Ukraine russisch und nicht ukrainisch sind, so dass der Putsch des Dummkopfs im Weißen Haus dafür gesorgt hat, dass die Krim sich abgespalten hat und es im Osten der Ukraine zu immer stärkeren Protesten gegen die demokratisch nicht legitimierte Handlanger-Regierung Washingtons in Kiew kommt. Diese Regierung in Kiew hat milliardenschwere ukrainische Oligarchen, die über eigene Sicherheitskräfte verfügen, als Bürgermeister und Landräte in den russischen Städten eingesetzt, um die Proteste niederzuschlagen. Sollten diese Oligarchen Gewalt gegen die russische Bevölkerung einsetzen, wird dies aller Wahrscheinlichkeit nach dazu führen, dass die russische Armee die Kontrolle über den Osten der Ukraine übernehmen wird, der in jeder Hinsicht traditionelles russisches Gebiet ist.

 

Wenn sich dann die Ostukraine ebenfalls Russland anschließt, werden als politische Partner für Washington nur die ultranationalistischen Kräfte der Westukraine übrig bleiben, deren Vorläufer während des Zweiten Weltkriegs für Hitler kämpften. Die EU ihrerseits will nichts mit Ultranationalisten zu tun haben, da sie selbst eifrig damit beschäftigt ist, Nationalismus und die Souveränität der europäischen Länder zu zerschlagen. Dennoch besitzt Washington einen strategischen Vorteil gegenüber Moskau, da Washington Raketenabwehrsysteme und Militärstützpunkte an der Grenze der Westukraine zu Russland stationieren und damit die Einkreisung Russlands durch feindliche Militär- und Raketenstützpunkte vollenden kann.

 

Russland wird die amerikanischen Militärstützpunkte seinerseits dadurch neutralisieren, dass es Iskander-Raketen auf sie richtet, die nicht durch Abwehrraketen abgefangen werden können. Mit seinem Vorgehen in dieser Krise wird der Dummkopf im Weißen Haus nicht mehr erreicht haben als Russland und China in ihrer Auffassung zu bestärken, dass sich beide Länder ganz oben auf der Zielliste Washingtons befinden, da sie beide dem Streben Amerikas nach Weltherrschaft im Wege stehen.

 

Man muss sich schon die Frage stellen, warum Putin dem drohenden amerikanischen Militärangriff auf Russland nicht dadurch zuvorgekommen ist, die NATO wirtschaftlich zu zerstören, ohne einen einzigen Schuss abfeuern zu müssen. Dazu hätte Putin nur Europa von der Energieversorgung abschneiden müssen. Washington würde mindestens drei Jahre brauchen, um die entsprechenden Kapazitäten aufzubauen, amerikanisches Erdgas, das zudem durch die sich verheerend auf das amerikanische Grundwasser auswirkende Fördertechnik des Fracking gewonnen wird, nach Europa transportieren zu können. In der Zwischenzeit würden aller Wahrscheinlichkeit nach die europäischen NATO-Regierungen durch Massenarbeitslosigkeit und Wirtschaftskrisen gestürzt worden sein. Darüber hinaus könnte Putin auch das gesamte ausländische Vermögen in Russland beschlagnahmen und sich um einen beschleunigten Abschluss von Vereinbarungen mit China, Indien, Brasilien und Südafrika bemühen, auf den US-Dollar als Weltreservewährung bei internationalen Geschäften zu verzichten.

 

Die Rolle des amerikanischen Dollar als Weltreservewährung ist die eigentliche Quelle und Grundlage des amerikanischen Imperialismus. In den obengenannten fünf Ländern, die die so genannte BRICS-Gruppe bilden, lebt etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Sie sind durchaus in der Lage, ihre wirtschaftlichen Angelegenheiten ohne den Dollar zu regeln.

 

Die Welt muss verstehen, dass die neokonservative amerikanische Regierung so etwas wie ein gedoptes Drittes Reich ist. Es handelt sich um eine bösartige Macht ohne Verständnis für Gerechtigkeit oder Respekt vor Wahrheit, Rechtsstaatlichkeit oder Menschenleben. Man muss dazu nur die Bewohner des Iraks, Afghanistans, Boliviens, Syriens, Palästinas, Pakistans, des Jemen, Somalias, des Libanon sowie von Honduras, Venezuela, Kuba und dem Iran fragen. Auch die irregeführte Westukraine wird dies bald begreifen.

 

Obama selbst erklärte vor Kurzem, die USA nähmen unter allen Ländern der Welt eine qualitative Sonderstellung ein (»American Exceptionalism«). Diese Ideologie ist sozusagen die neokonservative Version der Behauptung Hitlers, die Deutschen seien etwas »Besonderes« und stünden daher über allen anderen Völkern. Der einzige Unterschied zwischen Washington und Nazi-Deutschland besteht darin, dass Washington ein sehr viel mächtigerer Polizeistaat ist und über Atomwaffen verfügt.

 

Die Anmaßung und Arroganz, die sich aus dieser Überzeugung Washingtons ergibt, dass es die Regierung der »unverzichtbaren und außergewöhnlichsten Nation« sei, führt dazu, dass Washington kein anderes Land und auch weder seine eigenen Gesetze noch das Völkerrecht respektiert. Washington darf in andere Länder grundlos einmarschieren – ein Kriegsverbrechen. Washington kann Menschen entführen und foltern – sowohl nach amerikanischem Recht als auch nach dem Völkerrecht ein Verbrechen. Washington kann das Recht auf Selbstbestimmung von Völkern wie etwa auf der Krim beiseiteschieben. Wer sind denn schon die Bewohner der Krim, dass sie über ihre eigene Zukunft ohne Zustimmung Washingtons bestimmen könnten, ohne dass Washington schon vorab festlegt, wo es lang geht? Washington erklärt das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung der Krim für »nicht legitim und unrechtmäßig« und weigert sich, die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts anzuerkennen, während es gleichzeitig vorgibt, selbst ein »Leuchtturm der Freiheit und Demokratie« zu sein.

 

Die Scheinheiligkeit und Bösartigkeit Washingtons ist in der bisherigen Geschichte der Menschheit ohne Beispiel. Ausgerüstet mit Atomwaffen und einer Militärdoktrin, die auf präemptive, nukleare Erstschläge setzt, stellt Washington für sich genommen eine Bedrohung des Lebens auf der Erde dar.

 

 

 

 


 

 

 

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