Friday, 26. August 2016
19.08.2011
 
 

Weltweite CO2-Emissionen steigen rasant: Die Sinnlosigkeit aller CO2-Aktionen des Westens

Ed Hoskins

Prof. Richard Muller machte in einem Vortrag im vergangenen Oktober [1] das Dilemma der »Warmistas« sattsam deutlich: Die Entwicklungsländer schließen sich den CO2-Emissionsminderungen nicht an und haben auch keine Absicht, dies jemals zu tun.

Weltweite CO2-Emissionen steigen ungebremst

 

Deshalb ist die ganze Klimaschutz-Idee die Erfindung einer kleinen Anzahl von entwickelten westlichen Nationen, deren Regierungen von der Agenda zur Begrenzung von Erderwärmung / Klimawandel / Klimakatastrophe überredet worden sind.

Diese Aussage, die sich auf Informationen zum Emissionsniveau der verschiedenen Nationen stützen und die vom Guardian und Google veröffentlicht werden [2], unterstreichen Professor Mullers eingangs gemachte Feststellung.

 

Ländergruppen

Im Folgenden werden sieben Hauptgruppen von stark emittierenden Nationen (siehe Tabelle), entsprechend ihrer Einstellungen zu CO2-Minderungsmaßnahmen, definiert:

 

Folgende Länder schließen sich nicht an:

China hinterfragt die Rolle von anthropogenem CO2 bei Klimaveränderungen und ist jetzt der größte CO2-Emittent, nachdem es im Jahre 2006 die USA überholt hat, und jetzt mehr als 40 Prozent stärker ist als die USA. China nimmt jede Woche ein neues Kohlekraftwerk in Betrieb. China hat angedeutet, bereit zu sein, seine Emissionen von seinem BIP-Wachstum abhängig zu machen. Aber dies ist überhaupt kein Zugeständnis. [3]

Indien hat sein eigenes Klimainstitut eingerichtet, um nochmals die Behauptungen und politischen Empfehlungen des IPCC zu prüfen und steigerte seine Emissionen dadurch um rund neun Prozent im Jahre 2009. Es hat auch gesagt, dass es sich nach dem Intensitätskriterium richten wird. Auch dies ist überhaupt keinerlei Zugeständnis.

Die gut entwickelten Nationen Russland, Kanada und Japan haben schon ihre Unterstützung für das Kyoto-Protokoll zurückgezogen.

Iran, Saudi-Arabien, Südkorea, Mexiko, Südafrika, Brasilien und Indonesien, die größeren Entwicklungsnationen, unterstützen keine Maßnahmen gegen den anthropogenen Treibhauseffekt, und sie werden ihren schnellen Anstieg der CO2-Emissionen fortsetzen.

Der »Rest der Welt« (mehr als 200 Nationen) repräsentiert rund 19 Prozent der Welt-CO2-Emissionen und rund 40 Prozent der Weltbevölkerung. Er besteht hauptsächlich aus unterentwickelten oder am Beginn stehender Länder. Diese interessieren sich nicht für die Einschränkung ihrer Emissionen noch für die Beschränkung ihrer sich langsam verbessernden Lebensstandarde. Aber sie erwarten, die finanziellen Nutznießer auf Kosten der entwickelten »Nationen« und deren »westlichen Klimawandel-Prozesses« zu werden.

In den USA prüft der Republikanische Kongress nochmals:

  • die wissenschaftlichen Inkonsistenzen in der Behauptung des anthropogenen Treibhauseffektes
  • das Vertrauen der Umweltschutzagentur EPA in die Berichte des UN-IPCC –  und das, um alle USA-Reaktionen zu stoppen, die die anthropogene Klimakatastrophe lindern. Der US-Kongress hat jüngst als Mandat vergeben, alle Unterstützung für die »grünen« internationalen Aktivitäten zu beenden [4].

Diese Unterlassung der USA trägt ungefähr 18 Prozent der aktuellen Weltemissionen bei, die nicht unter dem Einfluss von CO2-Kontrollen fallen. Der Ausstieg der USA würde dann bedeuten, dass ungefähr 85 Prozent der Weltemissionen und 92 Prozent der Weltbevölkerung sich nicht an CO2-Minderungsmaßnahmen beteiligen.

 

Wer schließt sich an?

Nach einem Ausstieg der USA verbleiben die Europäische Union, Australien und Neuseeland, die isoliert weiter an der These vom menschengemachten Treibhauseffekt festhalten.

Es ist nur in der EUROPÄISCHEN UNION (einschließlich des Vereinigten Königreiches mit rund 1,7 Prozent der Welt- CO2-Emissionen oder rund elf Prozent der EU-Emissionen) sowie Australien und Neuseeland, wo die Regierungen CO2-Maßnahmen in die Gesetzgebung aufgenommen haben.

Diese isolierten Nationen stellen etwa acht Prozent der Weltbevölkerung und nur rund 14 Prozent der gegenwärtigen CO2-Emissionen.

Das Scheitern weltweiter Aktionen konterkariert jedes einseitige Handeln einzelner Nationen völlig und ganz.

So stellt sich das Kräfteverhältnis, gemessen an den CO2-Emissionen, wie folgt dar:

 

Deshalb haben sich diese teilnehmenden Nationen isoliert und betreiben ihre Selbstauflösung in dem Glauben, dass es ihre Pflicht sei, dem Rest der Welt ein Beispiel zu geben. Und das, ohne dass all ihre Minderungsmaßnahmen je einen messbaren Beitrag zur Reduktion der Welttemperaturen leisten können.

Einige Länder, die nicht an das IPCC glauben, legen vielleicht Lippenbekenntnisse für die Anstrengungen der Vereinigten Nationen und ihren IPCC ab, aber sie werden bestimmt ihre Einstellungen nicht ändern und werden ihre Volkswirtschaften nicht auf unsere Art und Weise schädigen.

Dies sind die harten Tatsachen in Bezug auf die nationalen Einstellungen bei der Mehrheit der Länder. Sie stehen den gegenwärtigen Ansichten der Vereinigten Nationen entgegen, wie sie vom UN-IPCC, der EUROPÄISCHEN UNION sowie Australien und Neuseeland geteilt werden.

Die echte Wirkung selbst der extremsten Maßnahmen zur CO2-Minderung, die von dieser Minderheit von Ländern durchgeführt werden sollen, auf eine Temperaturminderung ist minimal. Dies wird leicht deutlich, wenn Sie sich anschauen, dass bei den laut IPCC als wahrscheinlich angesehenen Emissionssteigerungen ein Temperaturanstieg von 1,2 Grad Celsius bis 2100 eintreten soll (1,8 Grad Celsius bei »Plan B1« und 0,6 Grad Celsius, wenn alle Emissionen weltweit schon ab 2000 aufhörten):

  • nur die Nationen, die heute rund 14 Prozent der Emissionen erzeugen (die Europäische Union, Australien und Neuseeland), bedeuten zusammengefasst 0,0623 Grad Celsius Verringerung des Temperaturanstiegs;
  • das Maximum, das sie erreichen könnten (bei massiven Schäden ihrer Wirtschaft), ist eine 30-prozentige Emissionsverringerung. Die bringt 0,0187 Grad Celsius weniger Erwärmung;
  • das Vereinigte Königreich trägt nur elf Prozent der Emissionen in dieser aktiven Gruppe bei. Dies entspräche 0,00224 Grad Celsius bis 2100;
  • Australien trägt noch weniger bei. Seine Maßnahmen könnten eine Verringerung von 0,00177 Grad Celsius bis 2100 ausmachen.

Aber die Emissionssteigerungen von Entwicklungsländern einschließlich Chinas, Indiens und anderer unterentwickelter Nationen gehen unvermindert weiter. China ist vorherrschend, und Indien schließt wahrscheinlich auf mit steigender Rate, aber einem niedrigeren absoluten Wert bis 2100 [5].

Laut Guardian beziehungsweise Google stellt sich die Steigerung der Emissionen in den vergangenen zehn Jahren wie folgt dar:

 

 

 

Und nachfolgend dargestellt ist die prozentuale Zunahme für die vergangenen zehn Jahre seit 1999 und rechts der Jahreszuwachs 2008 bis 2009.

 

 

Aufschlussreich sind auch die vor Kurzem von BP veröffentlichten Daten zu den langfristigen CO2-Emissionen bis 2010. [6]

Dies alles zeigt klar auf:

  • das erbarmungslose Wachstum der Emissionen der bestehenden und der neu entstandenen Wirtschaften seit 1965;
  • die schnelle Steigerung der chinesischen Emissionen seit dem Jahr 2000, die zudem anhält;
  • den jüngsten beschleunigenden Anstieg der Emissionen in Indien, einer Nation, die ein sehr beträchtliches Potenzial für einen weiteren Emissionsanstieg von einer sehr niedrigen Basis aus zeigt.

 

 

Diese Graphik zeigt auch bei den entwickelten Wirtschaften seit 2010 die steile Erholung aus der Rezession von 2009.

 

 

Die historischen CO2-Verläufe zeigen eindeutig, dass China, Indien, die »bedeutenden Entwicklungsländer« und der »Rest der Welt« eindeutig nicht an den Emissionsminderungen teilnehmen. Diese gesteigerten Emissionen werden alle Anstrengungen der entwickelten Welt, wo die Emissionen schon bedeutend stabilisiert werden – sogar in den USA – vollständig zunichte machen. Es ist klar, dass das Nichtzustandekommen einer weltweiten Koordination auch das einseitige Handeln bestimmter Einzelnationen oder Gruppen vollständig vereitelt. Jede Anstrengung ist deshalb eine totale Torheit, und je früher dies erkannt wird (selbst angesichts des riesigen bereits investierten Forschungs- und währungspolitischen Kapitals), desto früher kann die westliche Welt von ihrer selbstauferlegten wirtschaftlich zerstörerischen Zwangsjacke befreit werden.

 

Den Originalbeitrag finden Sie hier.

 

 

Fußnoten:

[1] http://www.youtube.com/watch?v=VbR0EPWgkEI&NR=1

[2] http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2011/jan/31/world-carbon-dioxide-emissions-country-data-CO2#data

[2] https://spreadsheets.google.com/ccc?key=0AonYZs4MzlZbdFF1QW00ckYzOG0yWkZqcUhnNDVlSWc&hl=en#gid=1

[3] http://www.washingtonpost.com/opinions/hold-the-accolades-on-chinas-green-leap-forward/2011/04/19/AFLdZMEE_story.html

[4] http://thehill.com/blogs/e2-wire/677-e2-wire/173601-gop-spending-bill-would-nix-international-climate-aid

[5] http://articles.timesofindia.indiatimes.com/2011-06-10/global-warming/29642669_1_kyoto-protocol-second-commitment-period-second-commitment-period

[6] http://www.bp.com/sectiongenericarticle800.do?categoryId=9037130&contentId=7068669

__________

Quelle: EIKE

 

 


 

 

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